Frank Bärmann: Social Media im Personalmanagement

Zeitungsannonce war gestern, “Social Media Recruiting und Co.” ist heute. O.K., so ganz stimmt das noch nicht, aber die Verschiebung ist definitiv sichtbar. Personaler müssen also reagieren. Doch welcher Kanal ist der richtige? Wo und wie findet man seine Zielgruppe und mit welchen Mitteln spricht man sie an? Frank Bärmann gibt mit “Social Media im Personalmanagement einen Überblick.

Personal, Recruiting, social media,  Management, Bärmann, Twitter, Xing, Facebook, Blog, WikiFrank Bärmanns Leidenschaft war und ist die PR. Schon früh hat er aber auch die aufkommende Diskussion um Social Media und Enterprise 2.0 verfolgt und hier einen weitere Leidenschaft entdeckt. So war es absehbar, dass er in den Unternehmen, die er beriet, auch auf die Möglichkeiten für das Personalmanagement in Social Media angesprochen werden würde.

In seinem 2012 erschienen Buch “Social Media im Personalmanagement – Facebook, Xing, Blogs, Mobile Recruiting und Co. erfolgreich einsetzen” gibt er einen guten Abriss über alle aktuellen Plattformen und Kanäle und zeigt ihre Vor- und Nachteile auf.

Weniger „Buzzword“, mehr „leicht  verständlich“

Dabei verzichtet er größtenteils auf Buzzword-Orgien, bleibt gut und leicht verständlich und macht sein Buch so auch zu einem guten Einsteiger-Werkzeug. Gleichzeitig bietet Bärmann erfahreneren Lesern einen kompakten Überblick und gute Tipps zum Umgang mit den jeweiligen Plattformen.

Dass nicht mehr alle beschriebenen Funktionen und aufgeführten Statistiken aktuell sind, liegt an der Schnelllebigkeit der Branche, die alle paar Wochen neue Verbesserungen aus dem Ärmel ziehen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Da “Social Media im Personalmanagent” aber sowieso nicht den Anspruch erhebt, eine Bauanleitung für fertige Karriereseiten oder Unternehmensblogs zu sein, tut dieser Punkt dem informativen Charakter des Buches keinen Abbruch.

“Social Media im Personalmanagement” – Alles in allem ein guter Einstieg für alle Personaler, die sich an den Social Media Hype herantasten wollen.

Danke an den Social Media Club Stuttgart, die dieses Buch verlost haben.

Frank Bärmann

Frank Bärmann hat an der RWTH Aachen BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert. Heute sorgt er mit seiner Agentur in Unternehmen für eine größere Bekanntheit und bessere Sichtbarkeit. Zum Einsatz kommen neben klassischer PR auch Social Media und sonstige Online-Marketing-Werkzeuge.
Mehr über Frank Bärmann: http://conpublica.de/ueber-mich/

Buchinfo: Social Media im Personalmanagement, erschienen bei mitp, September 2012, 280 Seiten, Softcover, € 39,95, ISBN 978-3-8266-9200-0

Ausgesessen: Die Kultur des Nicht-Entscheidens

Hand aufs Herz: Wer hat noch nie eine wichtige Entscheidung vor sich her geschoben? Wir alle tun es. Nicht nur im Privat- oder Arbeitsleben. Damit sind wir nicht allein. In Politik, Wirtschaft und Verwaltung, überall wir ausgesessen statt behoben. Und meist wird die Situation dadurch nur noch schlimmer. Roland Jäger liefert mit seinem Buch „Ausgesessen“ sehr anschauliche Beispiele. Beispiele, die uns allen irgendwie vertraut sind.

ausgesessen, aussitzen, Politik, Vermeidung, Initiative
Cover: Orell Füssli Verlag

Ich kenne ihn seit zirka 35 Jahren. Und wie das so üblich ist, wenn man sich kennen lernt, fragte ich auch nach seinem Beruf. Und leitete damit einen Monolog ein. Unzufrieden sei er. Seine Chefs, wie alle Unternehmer eben, seien Halsabschneider, die den kleinen Mann – also ihn – nur ausbeuten wollen.

Und dann der Schichtdienst. Eine Zumutung. Dabei hätte er ja etwas viel besseres verdient. Und auch bekommen, hätte er vor einigen Jahren den schweren Motorradunfall nicht gehabt. Ich könne mir ja nicht vorstellen, was das alles bedeutet. Ob ich denn überhaupt wisse, wie gut ich es habe, jetzt, kurz vor meinem Abitur. Ich hätte die Wahl zu tun, worauf ich Lust habe. Nicht wie er. Im System gefangen.

Er tat mir leid. Es musste wirklich bitter sein, wenn man eine aussichtsreiche Weiterbildung begonnen hat und dann wegen es Unfalles herausgerissen wird. Vermutlich hatte er Recht: Ich wusste gar nicht, wie gut ich es habe, frei entscheiden zu können. Ich widersprach also nicht.

Der Glückspilz und das Opfer

Einige Jahre später. Während meiner Ausbildung, die mich weder gefordert noch erfüllt hatte, fiel die Entscheidung für ein Studium. Ein Umzug stand an. Wir kamen wieder ins Gespräch bezüglich Beruf, Erfüllung, Zufriedenheit. Und wieder kam der gleiche Dialog. Unzufrieden sei er. Seine Chefs, wie alle Unternehmer eben, seien Halsabschneider, die den kleinen Mann – also ihn – nur ausbeuten wollen. Und dann der Schichtdienst. Eine Zumutung. Dabei hätte er ja etwas viel besseres verdient.

Dieses Mal fragte ich, weshalb er das nicht ändern würde. Als Antwort kamen Tausend Ausflüchte. Gute Bezahlung, wo sonst würde er so viel verdienen. Die anderen Halsabschneider seien ja auch nicht besser. Verantwortung für die Frau – er hatte zwischenzeitlich geheiratet – übernehmen, die allerdings zu dem Zeitpunkt selbst noch berufstätig war. Und überhaupt, was hatte ich es gut im Vergleich zu ihm.

Wir haben dieses Gespräch alle paar Jahre wieder geführt. Immer dann, wenn ich mich wieder neu ausgerichtet habe, weil ich mit dem was ich hatte, nicht mehr glücklich war. Und immer verlief das Gespräch gleich. Er das arme Opfer, das unter den Ausbeutern leiden. Das wegen seiner Frau, seiner Kinder, seiner Gesundheit oder wegen was auch immer gerade nichts unternehmen kann, um für sich eine Veränderung herbei zu führen. Ich diejenige, die es gut hat. Die, die unabhängig ist und Glück hat, immer gleich was Neues zu finden. Soviel Glück möchte er auch mal haben.

An seinem Glück muss man arbeiten

Irgendwann hatte ich die Nase voll. Etwas Neues finden könne man nur, wenn man auch danach suche, entgegnete ich. Und dass das nicht das geringste mit Glück zu tun habe, aber sehr wohl etwas damit, aktiv geworden und auf die Suche gegangen zu sein, statt über Jahrzehnte in der Opferhaltung zu verharren und mich selbst zu bedauern. 

Er war beleidigt. Ich könne mir da überhaupt keine Meinung erlauben. Dazu hätte ich viel zu wenig Ahnung von seinem Leben.

Bei künftigen Treffen sind wir uns aus dem Weg gegangen.

Heute, mit 61, ist er immer noch unzufrieden mit seinem Job. Und es ist immer noch der gleiche Job im gleichen Unternehmen bei den gleichen Halsabschneidern wie vor 35 Jahren. Seit einigen Jahren „arbeitet“ er an der Frührente. Erfolglos. Mit etwas Pech muss er die restlichen drei bis vier Jahre auch noch aussitzen. So wie er sein ganzes Leben ausgesessen hat. Was er dann macht? Vermutlich den Rest seines Lebens aussitzen.

Roland Jäger: Ausgesessen

Warum ich diese Geschichte so ausführlich erzähle? Weil man kaum besser verdeutlichen kann, was Roland Jäger in seinem Buch „Ausgesessen“ beschreibt. Indem wir uns vor der Verantwortung der Entscheidung beziehungsweise der Veränderung drücken, entfernen wir uns Stück für Stück von unserem Traum von einem erfüllten Leben.

Und das trifft längst nicht nur auf uns als Privatperson zu. Egal ob Wirtschaft, Politik oder Verwaltung, überall wird ausgesessen, werden Entscheidungen aufgeschoben. Mit verheerenden Folgen: Überschuldete Haushalte, übersubventionierte Unternehmen, reformunfähige Institutionen. Stagnation statt Initiative.

Vor der Wahl ist nach der Wahl

Als Beispiel zieht Roland Jäger das Rentensystem in Deutschland heran. Alle Fachleute – und längst nicht mehr nur die – sind sich einig, dass unser Rentensystem auf Dauer nicht funktionieren kann. Auch den Politikern ist das klar. Sie haben nur ein klitzekleines Problem. Die Wahlen! Alle möglichen Lösungen verlangen mehr Eigenverantwortung bei den zukünftigen Rentenbeziehern und deutliche Einschnitte bei den jetzigen Rentnern. Das bedeutet: Alle Maßnahmen, die ergriffen werden müssten, sind unpopulär. Daraus lässt sich kein motivierendes Wahlversprechen machen. Erst recht nicht vor dem Hintergrund, dass bereits heute jeder vierte Wahlberechtigte Rentner ist.

Wir alle kennen die Beispiele, die Roland Jäger beleuchtet, mehr oder weniger gut. Und fast alle von uns haben über das ein oder andere davon schon einmal lamentiert oder Stammtischweisheiten ausgetauscht. Jammern ist ja auch in Ordnung. Zumindest in Maßen. Aber irgendwann muss man eben Entscheidungen fällen und auch dafür einstehen. Im Privatleben ebenso wie in der Politik.

Die Zahl der Unzufriedenen im Land steigt und parallel steigt die Zahl der Nicht-Wähler. Mit dem Argument, nicht zur Wahlurne zu gehen tut man sich leicht. „Die taugen ja alle nichts.“ „Da ist eine Partei so schlecht wie die andere.“ „Das bringt sowieso nichts.“ Das ist einfach, aber dann darf man im Grunde auch nicht jammern, denn man nutzt ja nicht die Chancen, Einfluss zu nehmen, Veränderungen herbei zu führen.

Glück ist keine Glückssache

Diese Chance lautet, selbst politisch aktiv zu werden. Das Motiv politisch engagierter Bürger ist dabei nicht die persönliche Betroffenheit sondern die übergreifende Überzeugung von der Notwendigkeit, politische Verantwortung zu übernehmen, wenn man mit der Situation, in der man lebt, unzufrieden ist. Das bedeutet auch, denen, mit denen man unzufrieden ist, nicht kampflos das Feld zu überlassen.

Angeblich sind 60 Prozent der deutschen Bevölkerung bereit, sich in Form von Bürgerbegehren, Diskussionforen und Anhörungen aktiv in den Entscheidungsprozess einzubringen. Politiker, die sich darauf einlassen, müssten also mit reger Zustimmung bei ihren Entscheidungen und auch bei Wahlen rechnen können.

Warum wird es also nicht gemacht? Will man die Meinung der Bürger nicht in politische Planungen einbeziehen? Hat man Angst, dass die Bevölkerung merkt, welche Macht sie hat, wenn sie erst wirklich aktiv und rechtzeitig ihre Interessen vertritt? Und wenn das so ist, sollte nicht genau das der Motivator für den Beginn sein?

„Nur wer Veränderungen immer wieder von sich aus anstößt, hat die Chance auf ein besseres Leben.“

Wichtige Denkanstöße, stellenweise sehr plakativ

Ich hätte nicht gedacht, dass ich „Ausgesessen“ von Roland Jäger anfange und nur im Notfall aus der Hand lege. Auch wenn ich manche Ansätze etwas überreizt und plakativ finde, beschreibt „Ausgesessen“ tatsächlich gut eine Strömung unserer Gesellschaft, der ich immer häufiger begegne. Den Fatalismus, der die Menschen davon abhält, Situationen aktiv anzugehen und für sich selbst damit zu verbessern. Weil man nicht glaubt, dass „sich etwas verändert“, wird es gar nicht erst versucht. Gerade bei der jüngeren Generation stelle ich auch zunehmend eine neue Obrigkeitshörigkeit fest. Das Bewusstsein, selbst reagieren und die für sich beste Handlung ableiten zu können, scheint irgendwo verloren gegangen zu sein.

Insofern finde ich „Ausgesessen“ als hervorragenden Denkanstoß für mehr Selbstverantwortung und Initiative.

Danke an die Karrierebibel, die das Buch verlost hat. Ich wäre sonst vermutlich nie darüber gestolpert.

Über Roland Jäger

Roland Jäger ist Unternehmensberater, Trainer und Coach. Nach Berufsjahren im Banken- und Finanzwesen arbeitete er im Management einer renommierten Privatbank und in einem bedeutenden Beratungsunternehmen. Seit 2002 ist er Inhaber der rj management in Wiesbaden. In seiner Beratertätigkeit engagiert er sich vor allem als Coach für Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte. Er ist Autor mehrerer Management-Sachbücher. Bei Orell Füssli bereits erschienen: „Ausgekuschelt“ , gebunden, 200 Seiten, 2010, 5. Auflage.

Buchinfo
Ausgesessen von Roland Jäger, erschienen bei Orell Füssli, April 2013, 206 seiten, gebunden, ISBN 978-3-280-05486-4, € 21,95

Benson / DeMaria Barry: Personal Kanban

Personal Kanban ist eine einfach Methode, Aufgaben sowohl im beruflichen als auch privaten Umfeld einfacher zu planen und abzuarbeiten. Sie basiert auf zwei einfachen Regeln: “Stellen Sie Ihre Arbeit bildlich dar und machen Sie nicht zu viel auf einmal!”.

Kanban, Kaizen, Projektmanagement, Optimierung, Pull
Cover: http://www.dpunkt.de

Die meisten von uns kennen es: Man hat viel zu tun, will alles im Griff behalten und verzettelt sich früher oder später total. Um dem ab zu helfen, schreiben wir Listen und beginnen, sie abzuarbeiten. Was fertig ist, wird durchgestrichen.

Prioritäten verschieben sich

Dummerweise verschieben sich aber dann die Prioritäten. Mal ganz abgesehen davon, dass sie immer länger wird, weil neue Aufgaben dazu kommen. Und wenn wir Pech haben, rutscht sie auch noch versehentlich in den falschen Stapel und zwingt uns, entweder eine neue Liste zu schreiben oder wertvolle Zeit in die Suche zu investieren. Ich hasse es.

Für die Verlagerung meiner beruflichen Aktivitäten auf virtuelle Teams und Homeoffice musste eine effektivere Methode her. Kanban geisterte mir im Hinterkopf herum.

Kennengelernt hatte es bei meinem alten Arbeitgeber. Beziehungsweise die Entwickler haben es kennengelernt. Meine Abteilung wurde irgendwann zu täglichen “Stand-Up-Meetings” verdonnert, die ich in der damaligen Form eher als “Antreten zum Rapport” empfunden habe. Da auf die Hintergründe der Methode nicht näher eingegangen wurde und ich zudem für meinen Arbeitsbereich alleine verantwortlich war, hat sich mir der Sinn nur bedingt erschlossen.

Sehen wie die Arbeit “läuft”, motiviert

Klar, ich fand es schick, die Aufgabenzettel über das Whiteboard wandern zu sehen, aber wem sollte ich erzählen, was ich den Tag über mache? Zumal vieles sowieso auf Zuruf eingeflickt werden musste, weil man bei der Planung vergessen hatte, dass neue Features auch kommuniziert werden müssen, man aber unbedingt noch am gleichen Tag live gehen wollte.

Aber ok, wird wohl seinen Grund haben, dass mir Kanban gerade jetzt wieder durch den Sinn schieß, dachte ich mir. Also mal schauen, was Google dazu sagt.

Personal Kanban klang auf Anhieb gut. „Nur wenige Regeln zu beachten“ auch.

  • Stellen Sie Ihre Arbeit bildlich dar
  • Machen Sie nicht zu viel auf einmal
  • Achten Sie darauf, was in Ihrem Leben passiert

Und ein ganz aktuelles Buch gab es dazu auch. Für mich als Buchfetischistin immer ein Volltreffer.

“Peronal Kanban” von Jim Benson und Tonianne DeMaria Barry ist ein hervorragendes Anfängerbuch für alle, die völlig neu im “Kanban-Geschäft” sind. Sehr gut finde ich den Hinweis:

Nutzen Sie dieses Buch als Ratgeber, Starthilfe oder Mentor, aber lassen Sie es nicht zu Ihrer Bibel, Ihrem Feldwebel oder Ihrem Diktator werden.

Personal Kanban muss sehr flexibel sein, denn gerade in unserem privaten Bereich passiert vieles, das wir nicht direkt beeinflussen können. Züge verspäten sich, Die Schule fällt aus und die Kinder sind plötzlich daheim zu versorgen. Der Wagen muss kurzfristig in die Werkstatt. Solche Situationen haben natürlich auch Einfluss auf unsere Arbeit.

Aufgaben transparent visualisieren

In solchen Momenten ist es egal. wie wir etwas erledigen. Es zählt, dass ich selbst oder jemand aus dem Team es erledigen kann. Dazu müssen die Aufgaben und ihr Status, also wie weit ist diese Aufgabe bereits gediehen, transparent darstellbar sein.

Indem jede Aufgabe auf ein eigenes Kärtchen geschrieben und an das Kanban-Board, eine Pinnwand, ein Whiteboard, eine Ecke des Schreibtisches, einen Notizblock oder an die nackte Wand gepinnt wird, ist sie für alle sichtbar. Gleichzeitig haben wir den Kopf frei und können und ganz dem widmen, was wir gerade angefangen haben. Der Rest ist ja sicher im sogenannten “Backlog” notiert.

Tages- beziehungsweise Wochenplan definieren

Am Morgen – oder auch am Abend als Vorbereitung für den nächsten Tag, ganz wie gewünscht – werden die Aufgaben, die an diesem Tag angegangen werden sollen, in die nächste Spalte gezogen. Dabei ist auf Prioritäten oder Abhängigkeit von anderen Aufgaben zu achten..

Kanban, Social Enterprise, Disziplin, Homeoffice
Bild: Jeff Laskovski (cc-by-sa)

Ab sofort weiß das ganze Team, was auf dem Programm steht. Nach dem Pull-Prinzip, also dem Hol-Prinzip, ordnet sich jede/r im Team seine Aufgabe zu. Auch hier gilt es, ein paar Kleinigkeiten  zu beachten:

  • Nie zu viele Aufgaben auf einmal beginnen. Das blockiert uns und wir neigen dazu, uns zu verzetteln
  • Prioritäten beachten aber auch
  • Persönliche Vorlieben beachten. Wenn jemand in einem Bereich besonders gut ist und die Aufgabe zudem gerne macht, sollte man sie ihm/ihr – wenn möglich – überlassen.
  • Niemandem wird eine Aufgabe zugewiesen. Jeder nimmt sich die nächste vor, wenn er mit der begonnenen fertig ist.
Was lief gut, was lief schlecht?

Ist eine Arbeit erledigt, wandert der Zettel in das “Erledigt”-Feld. Am Ende des Tages oder der Woche sieht man so sehr schön, was man alles geschafft hat. Die Frage nach dem “was habe ich eigentlich heute den ganzen Tag getan”, erübrigt sich.

Zum Kanban-Prinzip gehört aber auch, das Erreichte regelmäßig zu reflektieren. Also die so genannte Retrospektive.

  • Was lief besonders gut und warum?
  • Wo gab es Schwierigkeiten oder Verzögerungen und warum?
  • Wie kann man solche Situationen künftig vermeiden und damit den Prozess verbessern?

Wenn wir diesen Schritten folgen, werden wir feststellen, dass größtmögliche Klarheit in der Definition der Aufgaben zu größtmöglicher Qualität und Zufriedenheit führt. Und zwar ohne den üblichen Stress und ohne das ständige Gefühl, irgendwas vergessen zu haben.

“Personal Kanban”, eine Anschaffung, die sich lohnt

Auch wenn die Hauptinformationen zu Personal Kanban eigentlich in wenigen Sätzen zusammengefasst werden können und mir der mittlere Teil etwas zu langatmig war, lohnt sich in meinen Augen die Anschaffung dieses Buches. Es hat mich an vielen Stellen angeregt, meine Haltung zu meiner Arbeit komplett zu überdenken. Und es hat mich in meiner Grundhaltung bestätigt, an den Ursachen von Problemen zu arbeiten und mich nicht mit überflüssigen Schuldzuweisungen aufzuhalten.

Nicht zu vergessen das kritische Hinterfragen, wenn wir etwas erledigen sollen. Nur wenn wir das WARUM kennen, können wir unsere Arbeit gut und in angemessener Zeit erledigen. Mögen manche Vorgesetzte Konversation auch noch so sehr als Zeitverschwendung ansehen. 😉

Autoren und Übersetzerin

Jim Benson ist CEO bei Modus Cooperandi. Er unterstützt seine Kunden darin, nachhaltige Managementsysteme zur Zusammenarbeit zu erstellen. Dabei verbindet er die Lean-Prinzipien der Fertigung, die agilen Methoden aus der Softwareentwicklung und die neuen Möglichkeiten in der Kommunikation durch die sozialen Medien für sein Verfahren und die Werkzeuginfrastruktur. Jim hat Personal Kanban entwickelt.

Tonianne DeMaria Barry ist CEO bei Renaissance Consulting. Ihre Karriere als Beraterin umfasst sowohl die Modeindustrie, staatliche Stellen und gemeinnützige Verbände als auch Fortune-100-Unternehmen, Start-ups und internationale Entwicklungsgesellschaften. Sie hat mit Jim bei Modus Cooperandi in einer Reihe von Projekten zusammengearbeitet.

Übersetzerin: Meike Mertsch ist als Softwareentwicklerin bei it-agile GmbH in Hamburg tätig. Sie beschäftigt sich seit Längerem mit leichtgewichtigen Methoden wie Kanban und Personal Kanban sowie agilen Entwicklungs- und Testmethoden.

Informationen zum Buch: “Personal Kanban” von Jim Benson und Tonianne DeMaria Barry, erschienen beim dpunkt-verlag, Januar 2013, 164 Seiten, Broschur. € 29,90,  ISBN: 978-3-89864-822-6

Mehr zum Thema Kanban

Wie man dieses Prinzip auf virtuelle Teams übertragen kann – wenn die Mitarbeiter an unterschiedlichen Standorten sitzen, nutzen ihnen die Postits an irgendwelchen Whiteboard in der Zentrale ja nichts, erkläre ich in meiner nächsten Folge zum Thema “Personal Kanban”.

Wer nachlesen möchte, weshalb ich mich überhaupt gerade jetzt mit dem Thema befasse und was ich bereits nach der dritten “Übungswoche” in meinem Arbeitsverhalten geändert hat, kann es unter “Kanban: Die Arbeit ins rechte Licht rücken” nachlesen.

Eine Übersicht über einige Tools für Kanban mit Coworkern an verschiedenen Standorten gibt es im Tool-Test.

Tag des Buches: Heute schenke ich Dir Lesefreude

Vor zwei Monaten bin ich auf Facebook über die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ gestolpert. Als bekennende Bücherratte stand für mich sofort fest: Coole Idee, da mache ich mit. Zum Tag des Buches am 23. April verlost jedes teilnehmende Blog ein Buch seiner Wahl. Kurz vor Deadline sind 961!! Blogs gemeldet.

Welttag, Buch, Weltbuchtag, Tag
Spiele mit der Macht – Wie findest Du es? (Cover: piper.de)

Seit zwei Monaten hibbele ich jetzt vor mich hin und warte darauf, dass ich endlich die Verlosung für mein Buch starten darf.  „Spiele der Macht“ von Marion Knaths aus dem Piper-Verlag kannst Du bei mir gewinnen und ich bin sehr gespannt auf Deine Meinung dazu.

Wie Frauen sich durchsetzen

Warum habe ich mich gerade dafür entschieden? Weil ich dem Buch sehr sehr gespalten gegenüberstehe und mich auf einen Austausch darüber in den Kommentaren oder per E-Mail freuen würde. Natürlich nur, wenn Du – egal ob männlich oder weiblich – dazu Lust hast.

Doch zuerst zum Inhalt. „Marion Knaths verrät, was Sie tun müssen, damit Ihnen künftig alle zuhören, und sie zeigt, wie Sie als Frau beim Spiel mit der Macht am besten mitspielen.“ So steht es zumindest auf dem Rückentext.

Ok, ich fand das Buch ganz amüsant, weil ich ich natürlich einige Stereotype aus meinem Büroalltag – überwiegend männlich geprägt und, was erschwerend hinzu kommt, von ITlern dominiert – erkannt habe, z.B. die ständige Rangelei um die Alpha-Position im Team.

Aber ich für mich möchte kein Verhalten adaptieren, das ich an anderen doof finde. Und ich glaube auch, dass wir Frauen das überhaupt nicht nötig haben. Aber ich will vorab nicht zu viel zu dem Buch und meiner Meinung dazu sagen. Das können wir später immer noch nachholen. Ich freue mich darauf.

Gewinnen geht ganz einfach

Wenn Du das Buch gerne haben möchtest, hinterlässt Du mir einfach 

bis spätestens 29.04. 2013

unter diesem Artikel einen netten Kommentar.

Mit dem Kommentar erklärst Du Dich einverstanden, dass ich per E-Mail Kontakt zu Dir aufnehmen darf. Nur so kann ich an Deine Adresse (bitte NICHT in die Kommentare schreiben! Datenschutz) kommen und Dir das Buch zuschicken. Für Dich entstehen daraus natürlich keinerlei Verpflichtungen und es werden keine weiteren Mails, die nichts mit der Abwicklung des Gewinnes zu tun haben, folgen. Es sei denn, Du möchtest mit mir per E-Mail über das Buch diskutieren.

Verlost wird am 30.04.2013.

Und jetzt: Viel Spaß und viel Erfolg.

Und natürlich ein dickes Danke an die Organisatorinnen und Teilnehmenden der Aktion Blogger schenken Lesefreude!

Übrigens, einen spannenden Krimi – Zeugin der Toten von Elisabeth Herrmann – verlose ich auch noch. Wer ihn haben möchte, kommentiert einfach in meinem Blog „Leselustich“ unter dem entsprechenden Beitrag.

Tag des Buches: Blogger schenken Lesefreude

Verschenk doch mal ein Buch! Dazu rufen Christina von Pudelmützes Bücherwelten und Dagmar alias GeschichtenAgentin mit ihrer Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ zum Welttag des Buches am 23.04.2013 auf. Für lesefreudige Blogger ist da doch die Teilnahme ein Muss, oder?!

Weltbuchtag, Welttag des Buches, Lesefreude
Lies mal wieder! (Bildrechte: Aktion Blogger schenken Lesefreude)

Ich liebe Bücher. Und ich verschenke gerne Bücher. Gerne auch einfach so. Aber auch gerne mal aus einem konkreten Anlass wie dem Welttag des Buches am 23. April. Deshalb musste ich nicht lange überlegen, ob ich an der von Christina und Dagmar initiierten Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ teilnehme, als Thorsten Isings Hinweis darauf über meine Facebook Timeline flatterte.

Schon im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Aktion, bei der 33.333 Interessierte jeweils 25 Bücher verlosen durften. In diesem Jahr ist das Ganze noch persönlicher. Dieses Jahr ist der Ablauf etwas anders aber das Ziel ist das gleiche: Bücher unters Volk bringen.

So schenkst Du Lesefreude

Am 23.4.2013, dem Welttag des Buches, veröffentlichst Du in Deinem Blog einen Beitrag, in dem Du ein Buch verlost. Schreib etwas dazu, warum Du Dich gerade für dieses Buch entschieden hast. Ist das Thema besonders spannend, ist genau dieses Buch für Dich besonders wichtig, wurde es von Deinem absoluten Lieblingsautoren geschrieben, oder, oder, oder.

Leser, die dieses Buch gerne hätten, hinterlassen einen Kommentar unter Deinem Beitrag.

Verlost werden die Bücher am 30. April.

Im Augenblick habe ich für „Ulrike kommuniziert“ ein Buch „angemeldet“, bei dem es um Macht geht. Mehr wird nicht verraten. Aber das kann sich bis zum 23.04.2013 noch ändern bzw. da kann auch noch was dazu kommen.

Du findest das gut und willst aktiv teilnehmen?

Wenn Dir das jetzt so gut gefallen hat, dass Du mit Deinem Blog aktiv teilnehmen möchtest, dann findest Du alle Informationen:

Wer lieber einen spannenden Krimi gewinnen möchte, sollte auch meinen Blog Leselustich im Auge behalten.