Ich bin Chantal und mach Social Media Blabla Dingens

„Ich bin Chantal und mach Social Media Blabla Dingens.“ Ok, ich gebe es zu: Der Name wurde verfremdet. Aber sonst lief die Vorstellung einer Teilnehmerin beim Facebook Camp in Hamburg Ende April 2012 genauso ab.

Der „Social Media“-Hype ist vorbei

Warum dieses Intro einen Blogartikel wert ist? Weil es meine Einschätzung unterstützt, dass der „Social Media“-Hype vorbei ist. Damit meine ich nicht die Kommunikation in öffentlichen Netzwerken, Blogs und Nachrichtendiensten. Im Gegenteil, die wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ich meine den fast schon zwanghaften Wunsch, unbedingt irgendwas mit „Social Media“ im Namen führen zu müssen, um sich von den klassischen „Unternehmenskommunikations-Fuzzis“ abzuheben.

Sicher war es vor drei bis vier Jahren noch so, dass die klassischen PR- und Journalismus-Leute mit den neuen Medien oft nicht so gut zurecht kamen. Kurz und trendig sollte es sein, „kumpelig“, kein Marketing-/PR-Blabla und eine breite Masse erreichen. Saubere Recherche und professionelle Darstellung schienen zweitrangig zu werden. Schienen. Denn inzwischen ist zumindest bei den Profis angekommen, dass sich die Kommunikation von „früher“ und die von „heute“ gar nicht so sehr unterscheiden.

Wer nicht professionell kommunizieren kann, dem hilft auch Social Media nichts

Kritik und negatives Feedback gab es schon immer. Zwar hat es „früher“ länger gedauert, bis es den Empfänger erreichte, aber in der Reaktion waren Sachlichkeit und Authentizität schon immer die Methoden der Wahl. Daran hat auch Social Media nichts geändert. Wer glaubt, nur weil das Medium ein anderes ist, ticken auch die Kritiker anders, irrt. Sicher ist für einige die Hemmschwelle gesunken, mal vermeintlich anonym irgendwo reinzurotzen. Denen ist aber schnell der Wind aus den genommen, wenn man sich nicht provozieren lässt. Wenn es richtig gut läuft, übernehmen diese Aufgabe sogar andere Abonnenten, Fans, Follower.

Und was die sagenumwobene Reichweite angeht: Ist die wirklich so hoch beziehungsweise wirklich so einflussreich im realen Leben? Holger Geißler vom Marktforschungsinstitut YouGov bezweifelt es in seinem Vortrag bei der zehnten Social Media Night in Stuttgart. Aber dazu in einem späteren Beitrag mehr.

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

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