Der EGO-Macher – Selbst. Marketing. Strategie.

Du bist vielleicht eine Marke! Den Spruch kennen viele von uns. In der Regel richtet er sich an Menschen, die irgendwie besonders oder eigenartig sind, die in unseren Köpfen hängen bleiben. Dabei sollten wir uns alle mehr um unsere Marke kümmern. Besonders dann, wenn wir als hybride Cloudworker im Umfeld der Digitalen Transformation unterwegs sind (habe ich ein Buzzword vergessen?). Denn wenn wir unsere Leistung in unterschiedlichen Konstellationen befristet verschiedenen Arbeitgebern oder Kooperationspartnern zur Verfügung stellen, ist es wichtig, unser Kompetenzen sichtbar zu machen. Diese ergeben sich nicht mehr automatisch aus den Unternehmensprofil, für das wir gerade tätig sind.

Je weiter sich das Arbeitsleben von den gängigen Modellen, also zum Beispiel Festanstellung, Vollzeit, entfernt, desto wichtiger wird die eigene Imagepflege. Die Frage lautet dabei nicht mehr nur “Wer bin ich”, sondern auch “Was mache ich, was kann ich, was will ich”. Mit spannenden Übungen hilft Niels H. M. Albrecht, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen und seine eigene Marke aufzubauen. Dabei verzichtet er komplett auf das klassische Selbsterfahrungs”geschwafel” und orientiert sich am klassischen Markenaufbau.

Selbstmarketing, Markenaufbau, Ego, Brand, ImageDer EGO-Macher – ich gebe zu, der Titel hat mich neugierig und misstrauisch zugleich gemacht. So heißen üblicherweise Bücher aus der Selbsterfahrungs-Szene, die außer vielen Allgemeinplätzen wenig zu bieten haben.

Verlockt hat mich dann der Untertitel “Selbst. Marketing. Strategie”. Denn darum geht es in diesem Buch: Eine ganz individuelle Marketing Strategie für das eigene Ich zu entwickeln.

Marken sind im Idealfall unverwechselbar. Sie haben ganz bestimmte Eigenschaften, die sie von der Masse abheben. Egal ob es sich um Menschen oder um Unternehmen handelt.

Während Unternehmen jedoch für ihre Markenbildung Unsummen ausgeben, ist das bei uns Menschen viel seltener der Fall, lassen wir mal die Promis außen vor. Für sie arbeitet im Hintergrund auch ein ganzer Marketingstab.

Bauplan zum starken Ich

Albrechts „Bauplan zum starken Ich“ stützt sich auf fünf Phasen:

  • Start
  • Ziel
  • USP
  • Werte
  • PR

In jeder Phase gibt „Der EGO-Macher“ seinen Leser Instrument an die Hand, mit denen sie sich den jeweiligen Kernfragen gezielt annähern können. An Beispielen großer Marken wird deutlich, wo die Reise hingehen soll. Sie helfen, den persönlichen Markenkern und die eigenen Markenwerte zu identifizieren. Ist das passiert, muss die Kommunikation nach außen starten, denn die treffendste Marke nutzt nichts, wenn keiner etwas davon weiß.

So weit, so gut. Aber wie schaffen wir es jetzt, uns so zu präsentieren, dass wir in unserer ganzen Kompetenz und Vielfalt wahrgenommen zu werden. Und warum haben wir so oft Hemmungen, genau das auch anzustreben?

So wurde ich nicht erzogen

Als Frau kann ich sagen: So wurde ich nicht erzogen. Ich stamme aus einem Umfeld, wo Frauen im Hintergrund agierten. Was ich übrigens heute noch gern mache. Ich bin keine Rampensau. Aber ich bin eine geborene Wagenlenkerin, die die Zügel zwar locker lässt, aber dennoch Einfluss darauf nimmt, wo die Reise hingeht. Und die dabei still und leise sehr beharrlich sein kann. Vorausschauend, Folgen abschätzend, Richtung korrigierend. Genau das ist ein Teil meiner Marke. Die Vorturnerin wäre es definitiv nicht.

Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen, allerdings entscheidenden Fehler: Sie sind uninteressant. – Zsa Zsa Gabor

Gut, wenn ich das so genau weiß, warum habe ich meine Marke dann bisher so schlecht gepflegt, beziehungsweise: Warum habe ich mich bisher nicht eindeutiger als Marke positioniert? Weil es als Marke wichtig ist, sein Ziel zu kennen. Und da wird es bei mir schwieriger oder war es zumindest lange Zeit. Nicht, dass ich kein Ziel gehabt hätte. So ist es nicht. Aber dieses Ziel hat sich halt vermeintlich relativ schnell geändert, weil ich neugierig und für neue Impulse offen bin. Wenn ich ahne, dass sich die Gesellschaft um mich herum und damit die Einflüsse auf meine Arbeit verändern, dann will ich daran mitwirken. Will zu den Early Adopters gehören, mein Wissen und meine Erfahrung mit den Erfordernissen der Zukunft kombinieren und neue Wege erschließen. Gleichzeitig selbst permanent Neues lernen und Erfahrungen an die Zauderer weitergeben.

Mein Ziel: Die Schnittstellenfunktion in der Digitalen Transformation

Ein Ziel, von dem ich bislang dachte, es sei zu unkonkret und nicht zur Markenbildung zu verwenden. Stimmt aber nicht. Denn diese Offenheit für Neues, die Wandelbarkeit, die Fähigkeit, unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen und die hohe Bereitschaft, mein Wissen zu teilen, sind essentieller Bestandteil meiner Marke. Es sind die interdisziplinären Stärken, die mich befähigen, Schnittstellenfunktionen einzunehmen, das Ganze im Auge zu behalten und eben leise zu lenken. Und das im Umfeld von Arbeiten 4.0.

Insofern kam “Der EGO-Macher von Niels H. M. Albrecht zum absolut passenden Zeitpunkt. Viele der Fragestellungen haben mit geholfen, mein Ich klarer zu bewerten.

Vielen Dank dafür!

Dr. jur. Dr. phil. Niels H.M. Albrecht

Dr. jur. Dr. phil. Niels H.M. Albrecht ist Experte für PR- & Marketing-Management. Sein Schwerpunkt ist die Positionierung von Politikern, Managern und Personen des öffentlichen Lebens. Er ist der EGO-Macher. Seit mehr als 15 Jahren berät und coacht er seine Mandanten zu den Themen Strategie-, Change- und Krisen-Management. An der Hochschule Fresenius und der Deutschen Presseakademie bildet er den Nachwuchs aus. Er ist Geschäftsführer der ALBRECHT&THRON Beratungsgesellschaft.

Buchinfo: Der EGO-Macher von Dr. jur. Dr. phil. Niels H.M. Albrecht, erschienen bei Business Village, März 2015, 256 Seiten, gebunden, € 29,80, ISBN: 9783869803043 Danke für die Beteitstellung des Leseexemplares.

Aus Galileo Press wird Rheinwerk Verlag

Aus Galileo Press wird Rheinwerk Verlag. Deutschlands führender Verlag für Computing, Design und Fotografie begründet die Änderung mit einer vorbeugenden Reaktion auf markenrechtliche Unklarheiten.

Ich habe hier schon einige Bücher von Galileo Press vorgestellt und war durchweg begeistert. Der logische Aufbau, die übersichtliche Gestaltung und nicht zuletzt natürlich der Inhalt haben mich überzeugt. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, denn beim Bonner Verlag bleibt außer dem Namen alles beim Alten.

Ganz freiwillig erfolgt die Namensänderung natürlich nicht. Ursache ist ein Widerspruch des britischen Softwarekonzerns Travelport gegen den Schutz der Marke »Galileo Press« beim Deutschen Patent- und Markenamt. Auch wenn noch nicht endgültig entschieden ist, wer letztendlich das Recht an der Marke haben wird, reagiert der Verlag vorausschauend. Sollte ihm das Recht abgesprochen werden, müssten kurzfristig alle Produkte vom Markt nehmen. Dem möchte man vorbeugen.

„Wir tun das nicht freiwillig und nicht leichten Herzens. Sollten wir aber im Rechtsstreit unterliegen, müssten wir sehr wahrscheinlich in kurzer Frist unsere Produkte vom Markt nehmen“, erläutert Vertriebsleiter Rainer Kaltenecker. „Das birgt große Risiken für unser Verlagsgeschäft, denen wollen wir vorbeugen.“, heißt es in der Pressemeldung.

Thematisch am Puls der Zeit, handwerklich solide umgesetzt

Der Bezug zum neuen Namen findet sich schon seit langer Zeit in der Postanschrift des Verlages, denn das Verlagsbüro steht in einem direkt am Rhein gelegenen alten Werksgelände, dem Rheinwerk. Gleichzeitig sieht man im neuen Namen eine perfekte Symbiose der Verlagsziele: Thematische Beweglichkeit am Puls der Zeit kombiniert mit solider handwerklicher Umsetzung.

Ich freue mich schon auf neue spannende Bücher und Videos aus dem Rheinwerk Verlag!