Marcel Eris / Dennis Sand: Montanablack – Vom Junkie zum YouTuber

Marcel Eris hat in seinem Leben nichts ausgelassen. Alkohol, Drogen, Diebstahl, Einbrüche. Die klassische Karriere eben. Doch er kämpft sich zurück und lässt das Internet daran teilhaben. Mit Erfolg. Seine Anhänger werden von Tag zu Tag mehr.

Buxtehude im Norden Deutschlands. Eine Kleinstadt, 40.000 Einwohner. Hier wurde Marcel Eris 1988 geboren. Hier hat er seine schönsten und seine schlimmsten Momente erlebt.

Seine Eltern haben sich getrennt, als der Junge noch sehr klein war. Marcel bleibt bei der Mutter, die Wochenenden verbringt er beim Vater, einem Punk durch und durch. Hier kann sich Marcel ausprobieren, Grenzen überschreiten, sich vom trostlosen Alltag bei der Mutter erholen. Was ihr genau so zu schaffen macht, darüber redet sie nicht. Marcel weiß nur, dass sie kein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hatte. Dass sie im Heim lebte, als sie schwanger wurde. Marcel selbst liebt seine Großeltern. Sie geben ihm die Sicherheit und den Rückhalt, den der Junge braucht.

Mit den “richtigen” Freunden geht es bergab

Im Sommer 1997 lernt Marcel Jimmy kennen. Jimmy hat bereits einen Ruf an der Schule. Er ist der Pausenclown, der, der sich nichts gefallen lässt. Seine Eltern, viel beschäftigte Gastronomen kümmert das nicht. Jimmy und seine beiden deutlich älteren Brüder verbringen ihre Freizeit meist alleine im Elternhaus. Er überredet Marcel zum Diebstahl und als sie erwischt werden, schiebt er ihm hemmungslos die Schuld in die Schuhe. Die Freundschaft endet abrupt, aber der Grundstein für Marces Abstieg ist gelegt.

Neue “Freunde” kommen dazu. Jungs mit hohem Aggressionspotenzial und geringer Hemmschwelle für Straftaten. Alkohol kommt ins Spiel und dann auch Drogen. Mit einem harmlosen Joint fängt es an. Eine willkommene Flucht vor dem trostlosen Alltag, vor der Perspektivlosigkeit.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Marcel braucht immer mehr, um der Realität zu entfliehen und irgendwann ist da das Kokain. Einer der “Freunde” hat es zufällig dabei. Und natürlich ist Marcel eingeladen. Kann einfach mal probieren, ob es was für ihn ist. Auch die zweite und die dritte Ration werden noch kostenlos sein. Erst wenn Marcel ohne Kokain nervös wird, wird er zahlen müssen. Egal, wie er das Geld dafür besorgt. Die klassische Drogenkarriere eben.

Ohne die Oma hätte er es nie geschafft

Seiner Großmutter und seiner Freundin Sabrina verdankt es Marcel, dass er den Absprung schafft. Und dem Zufall und dem Zeitalter des Internet verdankt er, dass er nach dem Entzug wieder Fuß fassen kann. Als Montanablack macht er Karriere auf Youtube. Seine charismatische Lebensbeichte begeistert Tausende. Seine Leidenschaft fürs Gaming macht ihn zum Star der Szene

Während meiner langjährigen ehrenamtlichen Aktivität bei der AIDS Hilfe habe ich viele Menschen kennengelernt, die wie Marcel Eris an ihrem Alltag gescheitert sind. Auch wenn sie ihre Strafen abgesessen, den Entzug erfolgreich bewältigt haben, kamen nur wenige wieder auf die Beine. Jobsuche, wenn man vorbestraft ist? Schwierig. Wohnungssuche, wenn man keinen Job hat? Auch schwierig. Und die schlechte Perspektive begünstigt einen Rückfall.

Digitales Arbeiten für die Zukunft

Hätte es “damals” das Internet bereits in der heutigen Form gegeben, manch einer würde noch leben, weil er oder sie die Chance ergriffen hätte, sich mit einem Shop oder einer guten Idee selbstständig zu machen. So wie Montanablack.

Montanablack von Marcel Eris und Dennis Sand lege ich allen Lesern und Leserinnen ans Herz. Macht euch nicht lustig, wenn euer Nachwuchs sagt, er oder sie möchte mal Youtuber werden. Es ist nicht einfach, aber es kann klappen. Deshalb habe ich diese Rezension auch auf Ulrike kommuniziert veröffentlicht. Mein Blog rund um digitales Leben und Arbeiten.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, dass es sich lohnt, dieses Buch zu lesen, vielleicht fixt euch ja eine kleine Leseprobe an?! 😉

Marcel Eris

Geboren 1988 in Buxtehude, gehört unter seinem Künstlernamen MontanaBlack zu Deutschlands erfolgreichsten YouTubern. Auf Twitch ist er der größte deutsche Streamer. Seine Videos werden millionenfach geklickt.

Dennis Sand

Geboren 1985 in Bonn, ist Journalist und arbeitet für die WELT-Gruppe. Sein Buch Yellow Bar Mitzvah, das er gemeinsam mit dem Rapper Sun Diego verfasste, hielt sich monatelang auf den Bestsellerlisten. Sand lebt in Berlin und Hamburg.

Buchinfo: Montanablack von Marcel Eris und Dennis Sand, erschienen bei riva, März 2019, 272 Seiten, gebunden, € 19,99, ISBN: 978-3-7423-0959-4. Danke für das Leseexemplar.

Master of Desaster – Weil ich es gut finde!

Am Wochenende habe meinen Eindruck zu Master of Desaster von Sabine Zehnder verbloggt.

Ein Buch das mich begeistert hat, weil ich Veränderung liebe, aber die Tendenz habe, erst dann zu starten, wenn ich DEN perfekten Plan im Kopf habe. Spannenderweise nur wenn es um mich geht. Beruflich finde ich fail fast wesentlich klüger.

Master of Desaster

Obwohl ich Lebens- und/oder Karriereratgeber hasse und völlig sinnlos finde, hat Sabine Zehnder mit Master of Desaster bei mir offene Türen eingerannt.

Von ihr kommen keine „totsicheren Tipps“, keine „Erfolgsgarantien“ und keine Standardlösungen. Dafür gibt es Leitplanken, die sich in ihren Leben bewährt haben. An denen sie sich immer wieder orientiert und neu ausgerichtet hat.

Das macht Master of Desaster zu einem tollen Handbuch für unsere Zeit und für alle, die Lust auf Veränderung haben.

Gunther Holtorf und Otto

Otto? Wer ist Otto? Otto ist eine blaue Mercedes G-Klasse. Aber nicht irgendeine. Nein, Otto hat in 26 Jahren 899.592 Kilometer in 2015 Ländern zurückgelegt. Und Otto gehört Gunther Holtorf. Beide habe ich beim Sommer-Special der Social Media Night im Mercedes Benz Museum Stuttgart zum ersten Mal gesehen.

Otto

Deshalb und weil mich Gunther Holtorfs Leben so an die aktuelle Entwicklung in meinem Umfeld erinnert, erscheint diese Buchbesprechung hier und nicht auf Leselustich. Denn die Reisen der Holtorfs könnten Inspiration für viele Digitale Nomaden der heutigen Zeit sein. Auch wenn ich bezweifele, dass man mit einem einzigen Auto heutiger Generation, das vollbringen könnte, was Otto geschafft hat.

Lust auf Abenteuer

Wie kommt man dazu, alles zurück zu lassen, ein Auto so um- und auszubauen, dass man darin leben oder zumindest schlafen kann und sich auf den Weg ins Ungewisse zu machen?

Man hat ein Job, in dem man sich mit der weiten Welt beschäftigt, zuletzt als Geschäftsführer der Charter-Airline Hapag-Lloiyd. Und man möchte nochmal neu anfangen, die weite Welt erfahren. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die passende Begleitung findet Gunther Holtorf über eine Zeitungsanzeige:

Willst du um die Welt reisen? Suche unkomplizierte, sportliche Begleitung, bereit, eine Abenteuertour durch Afrika und Südamerika zu unternehmen.

Gemeldet hat sich Christine, die Frau, mit der er rund 25 Jahre seine Erlebnisse und natürlich Otto teilen durfte. 2010 ist sie an Krebs verstorben.

Otto beeindruckt, als Auto und als Buch

Otto ist ein beeindruckendes Buch. Nicht nur, weil sie den Leser durch alle Kontinente führt, sondern auch, weil Gunther Holtorf seine Reisen mit unzähligen, faszinierenden Bilder dokumentiert hat.

Besonders spannend dabei: Viele der Fotos sind gleichzeitig ein Blick in die Vergangenheit. Viel hat sich in der Welt in den letzten 26 Jahren verändert. Was zu Reisebeginn noch ein großes Abenteuer war, ist heute in vielen Ländern völlig selbstverständlich: Einreise, Ausreise, gute und sichere Straßen. In andere Länder käme man heute überhaupt nicht mehr einfach so.Viel zu streng sind die Auflagen.

Mut gehörte definitiv zu diesen Reisen. Nicht nur, weil Gunther und Christine Holtorf meist im Freien bzw. in ihrem Auto im Freien übernachtet haben, sondern weil viele Streckenführungen absolut abenteuerlich waren.

  • Brücken ohne durchgehenden Belag. Nur zwei Holzbohlen, die mit den Reifen genau getroffen werden müssen, wenn man heil die andere Seite erreichen will.
  • Geröllstrecken, die eine Herausforderung für Stoßdämpfer und Achsen sind.
  • Steigungen, die schier unüberwindlich scheinen.

Doch Otto findet zuverlässig seinen Weg und bringt seine Besitzer sicher an ihre Ziele auf aller Welt.

Faszinierende Einblicke

Gunther Holtorfs Buch hat mich fasziniert. Die privaten, großformatigen Fotos mit den individuellen Anmerkungen haben mich seltsam berührt. Immer wieder nehme ich das Buch in die Hand und blättere. Und immer wieder finde ich neue Überraschungen und Einsichten.

Danke dafür, Herr Holtorf!

2017 wird Otto übrigens im Mercedes Benz Museum dauerhaft parken. Mit knapp 900.000 Kilometern auf der Uhr. Bis dahin ist er auf Abschiedstour durch Deutschland.

Gunther Holtorf

Gunther Holtorf wurde 1937 in Göttingen geboren. Sein erstes Leben widmete er der Fliegerei, war Landeschef der Lufthansa unter anderem in Argentinien, Hongkong und Indonesien und leitete später die Airline “Hapag-Lloyd Flug”.
In seinem zweiten Leben blieb er am Boden. Zusammen mit seiner Frau Christine, die 2010 verstarb, bereiste er 26 Jahre lang die Welt. In ihrer Mercedes G-Klasse, die sie “Otto” tauften, besuchten Sie 215 Länder.
Heute lebt Gunther Holtorf am Chiemsee.

Buchinfo: Otto von Gunther Holtorf, erschienen bei riva, Dezember 2015, 208 Seiten, Hardcover, € 29,90, ISBN 978-3-86883-778-0. Danke für das Leseexemplar.

Vivian Pein: Der Social Media Manager (2., akt. Auflage)

Social Media bleibt! Ich weiß, einige glauben immer noch nicht daran, aber so ist es nun mal. Ändern wird sich mit der Zeit vielleicht der Name, aber die Art der Kommunikation wird nicht mehr rückgängig machbar sein. Zum Glück. Vivian Pein hat ihren „Social Media Manager“ auf den aktuellsten Stand gebracht und damit einen sehr guten Ausbildungsbegleiter für Social Media und Community Manager weiter verbessert.

Social Media ManagerAls die Social Media Welle in Gang kam, sind an jeder Ecke plötzlich “Berater” und Kursanbieter aufgetaucht. Es war schwer, diejenigen auszumachen, die wirklich praktische Erfahrung mitbrachten und für Einsteiger noch schwerer, den Wert der jeweiligen Angebote einzuschätzen.

Mit Vivian Peins “Der Social Media Manager” wurde einiges deutlich transparenter. Als Early Adopter im Bereich der Digitalen Medien hat sie ein Buch verfasst, dass sich schnell als Standardwerk in der Branche etablieren konnte. Im Oktober 2015 erschien die zweite, überarbeitete Auflage, die hier besprochen wird.

Social Media bleibt!

Startete Auflage eins noch mit der Frage “Social Media – Hype oder (R)Evolution”, lautet die Ansagen Ende 2015 zu Recht: “Social Media bleibt!”.

Reichlich Raum bekam auch die Abgrenzung Social Media Manager vs. Community Manager. Hier orientiert sich Vivian Pein an den Berufsbildern des Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation & Social Media (BVCM).

Neu hinzu gekommen ist ein wichtiger Hinweis bezüglich der Haftung selbstständiger Social Media Manager. Als Dienstleister sind sie verpflichtet, rechtlich fehlerfreie Leistungen zu erbringen. Im Zweifel sollte man sich hier besser rechtlich beraten lassen. Bitte nur von einen Fachmann für Internetrecht, denn hier sind viele Dinge immer noch sehr schnelllebig.

Deutlich überarbeitet wurde Kapitel 9, Strategische Bedeutung und Möglichkeiten der sozialen Netzwerke, denn hier tut sich ja laufend etwas. 2013 waren Snapchat und generell Ephemeral Media in Deutschland noch kein Thema. Heute gehören sie zum Marketingmix, denn ihre Bedeutung wird weiter steigen, auch oder gerade für Firmen.

Der Social Media Manager im Überblick
  • Anforderungen und Aufgaben
  • Aus- und Weiterbildung
  • Hinweise für Bewerbungen
  • Social-Media-Strategie
  • Ziele und Zielgruppen
  • Corporate Content
  • Community Management und Change Management
  • Krisenkommunikation und rechtliche Grundlagen
  • Einsatz im Unternehmen
  • Erfolgsfaktoren
  • Zahlreiche Best Practices
  • Interviews und Expertentipps
Mein Fazit

Der Social Media Manager ist und bleibt auch in der zweiten Auflage ein Standardwerk, was an keinem Arbeitsplatz fehlen sollte. Egal, ob es um Stellenprofile, Tipps und Tricks in Sachen Corporate Blogging oder die passenden Netzwerke für ein bestimmtes Ziel geht. Dabei kommt einem der sauber strukturierte Aufbau des Buches zu Gute.

Die Aufmachung ist, wie von Rheinwerk nicht anders gewohnt, sehr übersichtlich und logisch. Im Vergleich zur Erstauflage für mein persönliches Empfinden auch optisch etwas ruhiger.

Ich schließe mich deshalb der Empfehlung des BVCM, dessen Mitglied ich schon seit Jahren bin, voll und ganz an. Der Social Media Manager ist ein guter Ausbildungbegleiter für Neueinsteiger und Neueinsteigerinnen und ein solides und umfassendes Nachschlagewerk für Profis.

Vivian Pein

Vivian Pein ist eine erfahrene Social-Media- und Community-Managerin und integriert Social Media in Firmenkulturen. Schon Mitte der 90er Jahre entdeckte Sie Ihre Passion für das Internet und sammelte seitdem Erfahrungen in Foren und Blogs. Ende 2006 bekam Sie die Verantwortung für Ihr erstes hauptberufliches Social-Media-Projekt, war Community Managerin bei XING und für die Entwicklung der Social-Media-Strategie sowie dem Aufbau des Community-Support-Teams bei Hermes verantwortlich. Daneben beriet Sie eine Reihe von Unternehmen in Fragen rund um die Themen Social-Media- und Community-Management. In ihrer Freizeit organisiert Sie unter anderem die größte »Unkonferenz« für Social-Media- und Community-Manager, das CommunityCamp, und ist aktiv im Arbeitskreis Berufsbilder des Bundesverbandes Community Management e.V. für digitale Kommunikation und Social Media (BVCM).

Buchinfo: Der Social Media Manager (2. aktualisierte Auflage) von Vivian Pein, erschienen bei Rheinwerk Computing, Oktober 2015, 572 Seiten, gebunden, Einspaltiges Layout mit zahlreichen Abbildungen, Tipp-Kästen und Gastbeiträgen von Jochen Mai, Thomas Schwenke, Klaus Eck, Oliver Ueberholz, Robert Basic, Ben Ellermann und Stefan Evertz. € 34,90 (eBook 30,90) ISBN 978-3-8362-3697-3 Danke für die Bereitstellung des Leseexemplares.

 

Sebastian Kühn: Das Handbuch für digitale Nomaden

Selbstbestimmt leben, ortsunabhängig arbeiten, davon träumen immer mehr Menschen. Und sie setzen es zunehmend auch um. “Das Handbuch für digitale Nomaden” von Sebastian Kühn könnte sich zum perfekten Begleiter auf dem Weg dahin entwickeln.

Digitale NomadenWas früher noch undenkbar war, ist heute – zumindest in meinem beruflichen Umfeld – immer öfter an der Tagesordnung. Gemeint ist damit die digitale Welt des Online Marketings, der Content Erstellung, der Social Media Jobs. Also eine Arbeitswelt, in der es im Grunde egal ist, ob ich meine Arbeit direkt im Unternehmen, daheim oder auf Hawaii erledige. So lange die Kommunikation gewährleistet ist und man selbst keine Probleme mit der notwendigen Disziplin hat, ist es völlig egal, wo der Stuhl steht oder die Hängematte hängt.

Seit 2013 Cloudworkerin im Patchworkmodell*

Ich selbst arbeite jetzt seit 2013 von daheim, also im Grunde ortsungebunden. Und ich muss sagen: Es verdirbt einen für 9 to 5 im Büroknast. Dabei habe ich mich anfangs mit gemischten Gefühlen auf das Experiment Teilzeit Homeoffice eingelassen. Es war mein Bauchgefühl, das meinte: DAS ist der passende Arbeitgeber für dich. Ich bin ihm gefolgt und tatsächlich, es war genau richtig.

Teilzeit Festanstellungschef in München, ich in der Nähe von Stuttgart. Dazu noch freiberufliche Jobs aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands. Und viel mehr Kreativität und innovative Ideen als jemals zuvor. Seit Februar 2016 sitzt mein Arbeitgeber in Berlin bzw. Hamburg und ich immer noch daheim. Gäbe es meine süße kleine Katze nicht, vielleicht auch an wechselnden Orten irgendwo auf der Welt.

Das Handbuch hilft (nicht nur) bei den ersten Schritten

Wer jetzt denkt: “Hmm, das würde mir auch gefallen und eigentlich gibt es mein Job ja auch her, aber wie geht das?” dem lege ich “Das Handbuch für digitale Nomaden” von Sebastian Kühn ans Herz.

Kühn beschreibt ausführlich und Schritt für Schritt, welche Voraussetzungen man braucht, um ortsunabhängig arbeiten und selbstbestimmt leben zu können. Seine Themen:

  • Selbstbestimmt leben
    • Verantwortung übernehmen
    • Unsicherheit akzeptieren
    • Anker reduzieren
    • Finanzen ordnen
    • In der Gegenwart leben
  • Ortsunabhängig arbeiten
    • Remote Worker: Kompromisse ohne Anwesenheitspflicht
    • Freelancer: Services anbieten
    • Infopreneur: Digitales Wissen verkaufen
    • Entrepreneur: Lifestyle Business aufbauen
  • Lifestyle Business
    • Idee, Nische und Positionierung
    • Geschäftskonzept erstellen
    • Validierung der Geschäftsidee
    • Umsetzung mit Komponenten
    • Ausbau der Reichweite
    • Kontinuierliche Optimierung
    • Outsourcing und Automatisierung
  • Rechtliche Selbstständigkeit
    • Passende Rechtsform finden
    • Gründungszuschuss: Fördermittel beantragen
    • Gewerbe anmelden
    • Versicherungen und Vorsorge
    • Steuern für dein Gewerbe
    • Buchhaltung für Nicht-Buchhalter
    • Grundsätzliches zum Internetrecht
  • Digitale Selbstständigkeit
    • Routinen: Deinen Arbeitsrhythmus finden
    • Produktivität: Techniken und Tools
    • Arbeitsplätze: Wo es sich gut arbeiten lässt
    • Technik: Dein digitales Büro
    • Austausch mit Gleichgesinnten
    • Lebenslanges Lernen
    • Nachhaltig denken und handeln
  • Reisen und Arbeiten von unterwegs
    • Kosten sparen: Geo-Arbitrage und Travel Hacking
    • Erreichbarkeit: Telefon, Briefpost und Internet
    • Reisekrankenversicherung und Gesundheit
    • Visumsangelegenheiten
    • Unterwegs an Bargeld kommen
    • Nachhaltiges Reisen
    • Locations: Die besten Orte zum Arbeiten und Leben
    • Testlauf: Ortsunabhängigkeit auf Probe
  • Langfristig ausreisen
    • Wohnsitz aus Deutschland abmelden
    • Vor der Ausreise: Wohnsitzloses Leben vorbereiten
    • Offshore Strategien: Unabhängigkeit durch Internationalisierung
    • Ausflaggen: Die ultimative Ortsunabhängigkeit

So, ganz schön viel Inhaltsangabe, die es normalerweise in meinen Besprechungen nicht gibt. In diesem Fall war es aber der einfachste Weg, aufzuzeigen, wie umfangreich das auf den ersten Eindruck “schmale” Buch daher kommt. Meine erste Reaktion war nämlich: What?! Und das kleine Buch soll komplette Leben umkrempeln?

Ja, das kann es. Ganz nebenbei ist es noch ein prima Leitfaden für Existenzgründer. Denn Cloudworker gibt es ja (noch) deutlich mehr in der Startup-Szene. Wer sein eigener Chef ist, kann ja erst recht bestimmen, wie und wo er oder sie arbeitet.

Ich finde es toll!

Ich glaube, ihr könnt es schon ahnen. Mich hat “Das Handbuch für digitale Nomaden” begeistert. Zum einen, weil es viele meiner eigenen Gedankengänge bestätigt hat. Zum anderen, weil es mir gezeigt hat, dass ich “technisch” aktuell gut aufgestellt bin. Und letztendlich auch, weil ich besser verorten kann, wo ich in meiner Entwicklung gerade stehe und wohin die Reise gehen kann/wird.

Außerdem hat Sebastian Kühn einen locker entspannten Schreibstil, der ohne großes Buzzword Bingo auch für Neueinsteiger und -einsteigerinnen gut zu lesen ist.

Von mir eine klare Leseempfehlung!

Sebastian Kühn

Sebastian Kühn lebt und arbeitet seit 2012 unter anderem in Shanghai als ortsunabhängiger Unternehmer. Sein Werdegang führte ihn über das Freelancing und den Aufbau einer Marketingagentur hin zur Erstellung von Informationsprodukten. Heute berät er Menschen über seinen Blog, eine Onlinecommunity und Veranstaltungen vor Ort dabei, ebenfalls ihren eigenen selbstbestimmten Lebensweg einzuschlagen.

Buchinfo: Das Handbuch für digitale Nomaden von Sebastian Kühn, erschienen bei Redline, Februar 2016, Hardcover, 320 Seiten, € 19,99, ISBN 978-3-86881-624-2. Natürlich auch digital erhältlich. Danke an den Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

* Cloudworking im Patchworkmodell: Eigentlich war ich ja der Meinung, ich arbeite Teilzeit Homeoffice. Inzwischen habe ich aber gelernt, dass das nicht annähernd hipp genug klingt. Homeoffice ist sooo 1999! Das heißt jetzt Cloudworking, bzw. es gibt schon wieder einen neuen Namen, der mir aber nicht mehr einfällt. Und die Mischung aus Teilzeit Festanstellung und freiberuflichen Aufträgen nennt sich zeitgemäß Patchworkmodell. Wenn du/sie also noch jemanden suchen, die freiberuflich und z.B. projektbezogen Communitys und Social Media Channels betreut, Webseitentexte oder Blogposts für Corporate Blogs erstellt, Blogger Events planen oder ganz einfach ein paar gute Tipps für den Einstieg in die digitale Szene haben wollen (bodenständig und ohne großes Trallala, das reicht für den Anfang), dann einfach melden. Vielleicht finden wir freiberuflich zusammen. 

 

Und die Gewinner sind…

Am 23. April war Welttag des Buches. Und wie in den letzten drei Jahren auch habe ich Bücher verlost.

Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden inzwischen informiert:

Die ersten haben sich bereits mit ihrer Adresse bei mir gemeldet und die Bücher gehen kommende Woche in die Post.

Viel Spaß mit euren Büchern!

Blogger schenken Lesefreude: Dement, aber nicht bescheuert

Kurz vor Aktionsende hat es noch ein weiteres Buch in meinen Briefkasten geschafft, das ich sehr sehr gerne verlose: Dement, aber nicht bescheuert von Michael Schmieder und Uschi Entenmann.

Dement aber nicht bescheuertMit Begeisterung habe ich das Buch gelesen und gleich zwei Blogposts dazu geschrieben. Deshalb war ich auch interessiert, es in meiner Verlosung im Rahmen der Aktion Blogger schenken Lesefreude zum Welttag des Buches anbieten zu können.

Michael Schmieder schildert den Umgang mit dementen Menschen im Heim Sonnweid. Hier ist man spezialisiert auf diese Erkrankung und glücklicherweise personell auch so besetzt, dass man die Menschen in allen unterschiedlichen Erkrankungsstadien bestmöglich fordern und fördern kann. Eines der Hauptargumente: Nicht der Erkrankte muss sich der Welt der Gesunden anpassen, sondern das Umfeld wird so weit als möglich auf die Erkrankten abgestimmt.

Ein tolles Buch, was mich wirklich berührt hat.

WILL ICH HABEN!

Du willst “Dement, aber nicht bescheuert” haben? Kannst du. Indem du mir im Kommentar unter diesem Beitrag – und nur da! – Folgendes verrätst:

Hast du in deinem direkten Umfeld bereits Erfahrungen mit dieser Erkrankung sammeln können/müssen? Was wäre dein Vorschlag, was sich an der Betreuung dementer Menschen ändern sollte?

Bitte beachte dabei folgende Punkte:

  • Hinterlasse ab sofort bis spätestens 30.04.2015 (incl.) unter diesem Blogpost einen Kommentar. Beantworte darin die oben gestellte Frage.
  • Verlost wird ein Exemplar des o.g. Buches. Danke an Ullstein, die das Buch  zur Verfügung stellt.
  • Die Verlosung erfolgt bis spätestens 04.05.2015.
  • Der oder die Gewinnerin wird zur Ermittlung der Versandadresse von mir per E-Mail kontaktiert, also gebt bitte eine E-Mail-Adresse an. E-Mail- und Versandadresse werden von mir ausschließlich zum Versand des Buches verwendet.
  • Gib keine Adressen in den Kommentaren an (Datenschutz!).
  • Versendet wird ausschließlich an Adressen in Deutschland.

Und jetzt viel Glück und viel Spaß mit dem Buch!

Nicht dein Geschmack? Kein Problem. Vielleicht ist ja Social Media Manager von Vivian Pein was für dich. Oder Krisen-PR von Hartwin Möhrle. Oder vielleicht Meine Kur hat einen Schatten von Oliver Pötzsch? Oder Ich bin gleich da von Anne Köhler. Denn diese Titel kannst du alle noch – mit etwas Glück – gewinnen. Und zwar druckfrisch.