BarCamp Stuttgart: Was mich begeistert hat

BarCamp, Stuttgart, Literaturhaus
Das BarCamp Stuttgart bekommt im verflixten 7. Jahr ein neues Logo

Am 21. und 22. September 2013 hat Stuttgart wieder zum BarCamp geladen. Das sechste Mal in Folge inzwischen und das sechste Mal mit Jan Theofel als Organisator. Überzeugt hat haben nicht nur das stilvolle Ambiente des Literaturhauses sondern auch die perfekte Organisation, die positive Atmosphäre und die unglaublich bunte Themenvielfalt.

Dass ich leicht für BarCamps zu begeistern bin, habe ich hier in meinem Blog schon mehrfach erwähnt. Sie sind für mich die perfekte Mischung aus Weiterbildung, Netzwerken und Spaß haben. Von jedem Camp gehe ich mit neuen Kontakten und ganz viel Inspiration heim. Das sechste BarCamp Stuttgart ist da keine Ausnahme. 

Schon auf dem Weg zur Veranstaltung freue ich mich auf die stilvollen Räume im Literaturhaus Stuttgart. Besonders angetan hat es mir das Robert Bosch Zimmer mit seiner beeindruckenden Gestaltung. Danke an die MFG Stuttgart für das Raumsponsoring.

BarCamp, Stuttgart, Literaturhaus
Robert Bosch Zimmer im Literaturhaus Stuttgart
Nichts zu meckern bei Ambiente und Verpflegung

Auch auf das Essen beim BarCamp Stuttgart freue ich mich immer wieder aufs Neue. Esskultur steht inzwischen für mich für leckere, appetitlich angerichtete BarCamp-Verpflegung. Da ich zu den Menschen gehöre, bei denen auch das Auge gerne mit isst, Danke an Esskultur für das Sponsoring. Zum Essen gab es dann auch noch mein mit Vittel mein Lieblingswasser und anschließend einen Sonntagmorgen Kaffee, den wohl alle BarCamper kennen. Sonntagmorgen ist schließlich BarCamp Tradition. Von meiner Seite also nichts zu meckern, was Äußerlichkeiten wie Ambiente und Verpflegung angeht.

BarCamp Stuttgart 2013 – für mich nur in der Kurzversion

Leider konnte ich dieses Jahr nur am zweiten BarCamp Tag dabei sein, habe also den kompletten Samstag mit Vorstellungsrunde, abwechslungsreichen Sessions und coolen Aktionen wie der CampBar von bw-jetzt.de bzw. vom Staatsministerium Baden-Württemberg, verpasst. Trotzdem verbuche ich das BarCamp für mich als vollen Erfolg.

Die liebenswerten „Spinner“

„Teilschuld“ daran trägt Thomas Heidrich, auf Twitter unter @gnuheidix unterwegs. Er gehört für mich zu den seltenen Exemplaren Nerd, die für ihre Leidenschaft leben, tief in sie verwebt sind, Zusammenhänge aber dennoch der „technikferneren“ Species nachvollziehbar präsentieren können. Erfrischend bei seiner Session, die eigentlich gar nicht seine Session war – der eigentliche „Sprecher“ ist nicht erschienen – war die Art und Weise, wie man aus jeder seiner Erklärungen seine Begeisterung für sein Thema spüren konnte. Auch dann, wenn man längst nicht alles verstanden hat. Zum Abschluss gab es für mich dann noch einen Schnellkurs zum Thema „Wie repariere ich meinen WordPress Feed“. Ein Problem, das mich schon seit einigen Wochen beschäftigt hat und das ich dank Thomas‘ Hilfe Montag endlich fixen konnte. Auch dafür: Danke!

Tolle Diskussionen

Eines meiner persönlichen Steckenpferde ist die schnelle Veränderung unsere Gesellschaft durch die Digitalisierung. Moshe Rappoport, Trendforscher am IBM-Labor in Rüschlikon, Schweiz, betonte bei der Social Media Night Stuttgart kürzlich, dass es ihm nach 40-jähriger Forschungsarbeit nicht mehr möglich ist, die künftige Entwicklung vorauszuplanen. Denn als unberechenbarer Faktor kommt heute der gesellschaftliche Wandel ins Spiel und der ist so schnell und so gravierend, dass er die große Unbekannte in der künftigen Planung sein wird.

Wie arbeiten wir in der Zukunft?

Eine Entwicklung, die mich völlig fasziniert und die ich immer wieder zum Gegenstand einer Diskussionssession bei BarCamps mache. Meine Frage an die Teilnehmer lautet dann: Wie arbeiten wir in der Zukunft?

Beim BarCamp Stuttgart begann die Session mit einigen kurzen Passagen aus „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“ von Trendforscher Sven Gabor Janszky, die die unterschiedlichsten Reaktionen hervorriefen. Von erfreuten bis zweifelnden Gesichtern bis eher entsetzten und zweifelnden Blicken. Entsprechend engagiert verlief dann auch die Diskussion. Überrascht stellte der ein oder andere fest, dass er schon ganz oder teilweise in der Zukunft angekommen ist und nicht mehr zurück möchte. Andere hingegen führten die aktuellen arbeitsrechtlichen Regelungen heran. In der Tat lassen sich diese nicht mehr mit den prognostizierten Arbeitsmodellen der Zukunft vereinbaren. Vieles passt schon heute nicht mehr zu den Ansprüchen der Arbeitnehmer insbesondere in der IT- und Digital-Branche. Auch mit meinem Arbeitszeitmodell – ich arbeite geplant Teilzeit von daheim für eine Firma in München – sind sie kaum noch zu vereinbaren.

Leider verging die Stunde viel zu schnell. Die von Janskzy prognostizierten Modelle für das mittlere und geringe Bildungsniveau konnten wir nicht mehr beleuchten. Aber vielleicht gelingt mir dies ja beim CommunityCamp Ende Oktober in Berlin. Denn das Thema werde ich weiter verfolgen. Die Diskussionen dazu sind einfach zu spannend.

Kostenbeitrag und andere Aufreger

Zum ersten Mal gab es beim BarCamp Stuttgart eine Teilnahmegebühr von zehn Euro pro Tag. Ein Betrag, mit dem ich kein Problem habe. Schließlich bin ich – wenn ich an beiden Tagen vor Ort bin – rundum verpflegt, lerne nette Menschen kennen, kann mich zu allem austauschen, was mir auf der Seele brennt und betrachte anschließend so manches Thema aus einem neuen Blickwinkel. Ich weiß, dass das nicht alle so sehen und hoffe, dass diejenigen, die mit der Teilnahmegebühr oder mit sonstigen Punkten der Organisation ihre Probleme haben, diese im vorgesehenen Feedback Bogen, der noch verschickt werden soll, offen ansprechen. Denn auch das gehört zum BarCamp Charakter: Gemeinsam klären, was man anders machen könnte.

Mit neuem Logo ins verflixte siebte Jahr

Gespannt bin ich auch auf das neue Logo, das es beim siebten BarCamp Stuttgart geben soll. Das aktuelle Format lässt sich in viele Werbeformate schlecht einbinden und wird deshalb überarbeitet.

Und dann war da noch…

Beim gemütlichen Schwätzchen mit Pizza nach dem BarCamp am Sonntag hatte ich noch eine spannende Diskussion zum Thema Brot selbst backen. Ich hätte so gerne das Rezept des Schrotbrotes, über das wir gesprochen haben. Aber leider habe ich nicht nach dem Namen des Bäckers gefragt. Wer also weiß, wer mir gegenüber saß, bitte Kontakt herstellen. 😀

Details zum Nachlesen im Überblick
Was ich sonst noch so zum Thema BarCamp geschrieben habe

Veröffentlicht von

Ulrike

Ich verstehe analoge Bedenken und kann digitalen Mut machen. Und ich übersetze zwischen beiden Welten. In Unternehmen, bei MitarbeiterInnen, im Dienstleistungsumfeld, im Privatleben, auf meinen Blogs. Das ist meine Leidenschaft.

Ein Gedanke zu „BarCamp Stuttgart: Was mich begeistert hat“

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