Deshalb freue ich mich aufs BarCamp Arbeiten 4.0

Am 03. Juni findet in Berlin das BarCamp Arbeiten 4.0 statt. Die Bertelsmann Stiftung möchte damit die Diskussion rund um die künftigen Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter fördern. Ein Austausch, auf den ich mich sehr freue, weil das Thema „New Work“ zu meinen brennenden Leidenschaften gehört.

arbeiten40

Als der erste Hinweis auf das BarCamp Arbeiten 4.0 durch meine Timeline flatterte war sofort klar: Da MUSS ich hin! Die Arbeitswelt der  Zukunft ist mein Thema, ist die Welt, in der ich arbeiten will. Und das nicht erst in zwanzig Jahren.

Die Welt des Maulwurfs wird plötzlich hell

Oder wie es eine Bekannte sagte, nachdem sie in einem großen Unternehmen in eines der Zukunftsprojekte eingestiegen ist: „Seit Jahren fühle ich mich wie ein Maulwurf. Ich strecke ab und zu die Nase ans Licht und schaue, ob das jetzt meine Arbeitswelt ist. Jetzt, mit diesem Projekt, habe ich zum ersten Mal das Gefühl, dass das meine Welt wird.“

Warum ich mich so auf das Camp freue? Weil ich weiß, dass ich (auch) Menschen treffen werde, die meine Ideen und Vorstellungen bereits leben. Die einfach gemacht haben, statt sich in Diskussionen zu ergehen, warum alle Pläne nicht funktionieren können. Menschen, die keine Angst vor umfassenden Veränderungen haben. Im Gegenteil, die darin die Chancen erkennen und ihr Handeln sofort darauf ausrichten.

Und dann kam einer, der wusste nicht, dass es nicht geht und hat einfach gemacht

Einer dieser Menschen ist Jan Westerbarkey. Auf ihn freue ich mich deshalb besonders, weil er mir vor wenigen Jahren in Stuttgart bestätigt hat, dass meine Idee der kommenden Veränderungen, bzw. der Auswirkungen daraus in die richtige Richtung gehen. Er selbst war gerade dabei, diese Veränderungen bei Westaflex umzusetzen. Was daraus geworden ist, hat er im Blog zum BarCamp zusammengefasst:

Menschen lösen Probleme

Ob ich eine Session anbiete? Ich weiß es noch nicht. Ein einziger Tag ist ja sehr kurz. Andererseits treibt mich derzeit das Thema Bewerbung/Lebenslauf 4.0 sehr stark um. Zur „Lückendiskussion“ habe ich mich kürzlich erst ausgelassen:

Lücke im Lebenslauf? Gibt es nicht!

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der Blogpost einer „beherzten Working-Mum, die Kind UND Job über alles liebt. Es ist ein Trauerspiel, das HR-Experten und Expertinnen empfehlen, Kinder möglichst nicht in den Bewerbungsunterlagen zu erwähnen und sie auch im Gespräch mit dem potenziellen Arbeitgeber nicht proaktiv zu erwähnen:

Mein Kind ist keine Schwachstelle!

Und dann habe ich noch eine weitere Leseempfehlung zum Thema. Ein Buch, das ich geradezu verschlungen habe:

Thank God it’s Monday

Die Geschichte der Dark Horse Innovation Agentur, die mit über 30 Häuptlingen funktioniert, ohne dass einer/eine der Häuptling ist.

Rückblick: BarCamp Stuttgart 2014

Am 20. und 21. September fand in Stuttgart zum siebten mal das BarCamp Stuttgart statt. Nicht nur wegen der vielen Leute, die ich dort wieder treffen würde, habe ich mich sehr darauf gefreut. Auch die Themenvielfalt ist ungewöhnlich groß und bunt. Deshalb war das BarCamp Stuttgart für mich wieder ein Quell an Inspiration, guten Gesprächen und toller Atmosphäre in einer sehr coolen Location.

Lichtdurchflutet: Das große Saal im Spitalhof Stuttgart.
Lichtdurchflutet: Das große Saal im Spitalhof Stuttgart.

Wie sehr mich der Spitalhof begeistert hat, habe ich mir sofort von der Seele schreiben müssen. Überwältigt hat mich aber – mal wieder – auch die Auswahl der Sessions. Bei 12 nutzbaren Räumlichkeiten hatte man Samstag und Sonntag die Qual der Wahl. Schaut selbst:

Sessionplan Samstag

Sessionplan Sonntag

Leider musste ich kurzfristig auf den Sonntag verzichten, aber bereits der Samstag war voller Inspiration, spannender Gespräche, neuer oder vertiefender Kontakte und vielfältiger Genüsse.

Andreas Zeitler ganz schön scharf

Dazu beigetragen hat unter anderem Andreas Zeitler mit seiner kurzweiligen Session zur perfekten Rasur. Es war spannend zu sehen, dass Männlein wie Weiblein sich im Wesentlichen mit den gleichen Problemen plagen. Und mir ist zum ersten Mal der Trend zum Bart bei Männern aufgefallen. I’m not amused! Dafür bin ich gespannt auf die Gentlebox, das „männliche“ Pendant zu Glossy-, Pink- und Lieblinge-Box, die demnächst kommen soll.

Suizid – five ways to leave your life

Spannend, offen, ehrlich und ein sehr wichtiges Thema anpackend war die Session von Nils Pawlik und Mika Kienberger. Der Titel „Suizid – five ways to leave your life“ mag sehr böse klingen, der Inhalt war es aber nicht. Aus der Sicht von Notaufnahme-Mitarbeitern wurde die „andere“ Seite des Selbstmordes geschildert. Die schief gegangenen Suizidversuche, die Personal beschäftigen und hohe Kosten verursachen. Und es wurden wertvolle Tipps gegeben, wie und wo man sich Hilfe holen kann, wenn man nicht mehr weiter weiß. Ich wünsche mir mehr Mut, „Tabuthemen“ offen anzusprechen. Ein großes Lob an Nils und Mika.

Startups – Lessons Learned

Seit September bin ich „nebenbei“ auch freiberuflich aktiv. Die Session „Startups – Lessions Learned“ von Jingjing Wang und Harald Amelung hat also genau meinen Nerv getroffen. Zwar habe ich kein Startup und plane auch kein Unternehmen, aber einige der Fragen, die sich Startupper stellen müssen, betreffen nun ja auch mich. Danke für den spannenden Austausch rund um Steuer, Kunden, Werbung, usw.!

Und dann waren da noch die „Tofu-Nutten“

Natürlich war ich auch selbst „Teilgeberin“, wie sich das bei einem BarCamp gehört. Am Beispiel der „Tofu-Nutten“, einer Gruppe mit knapp 3.000 Mitgliedern, die sich für die vegane Lebensweise interessieren, haben wir diskutiert, wie man eine funktionierende Community auf Facebook in kürzester Zeit kaputt machen und gleichzeitig seinem Ruf schaden kann. Das Fazit ist simpel: Community Management ist mehr als Mitgliedszahlen erhöhen. Hier muss das eigene Ego auch mal zurückstecken können, selbst als C-Promi.

Zum Abschluss habe ich Tiere gepaart

„Nimm dir ’nen Keks und gib dir Tiernamen“ hieß es gleich zu Beginn des BarCamps. Lightwerk, einer der Sponsoren, hatte das Spiel organisiert. Auf jedem Keks stand ein Tiername – auf meinem übrigens Ochse – und jedes Tier war vierfach vertreten. Ziel war, im Laufe des BarCamps sein tierisches Gegenstück zu finden und mit etwas Glück einen Preis zu gewinnen. Da ich schon immer gern gekuppelt habe, war meine letzte Tat des Tages die Session „Wie finde ich mein Partnertier?“ Und was soll ich sagen: Ich konnte erfolgreich Pärchen bilden. *hach* Mir selbst hat der Ochse leider kein Glück gebracht. 😦

Twitter‘ dir #bw-jetzt deinen Trink

Beim BarCamp Stuttgart hat natürlich auch die CampBar der Kampagne #bw-jetzt nicht gefehlt. Mit einem Tweet war das ‚Feierabendbier“ gesichert. Eine Idee, die ich ob ihrer Kreativität immer noch toll finde. Deshalb freue ich mich auch schon auf #PlacetoBW Kampagne, die ich kommende Woche drei Tage lang begleiten werde. Ich werde berichten. Auf meinem Blog, auf Facebook, Twitter, G+ und Instagram.

Spitalhof, Barcamp, Stuttgart
Mein Highlight des Tages: Der Innenhof. (Bildrechte: Tilo Hensel, CC-SA)
Mein Highlight des Tages

Mein persönliches Highlight war eindeutig der wunderschöne Innenhof des Spitalhofes. Das Gemäuer der Kirche, das stilvoll in das moderne Ambiente integriert wurde, trifft genau meinen Geschmack. Dazu die zurückhaltend edle, akkurate Bepflanzung. Ein Traum. Danke an Tilo Hensel für das Foto.

Und dann begannen am Abend die Kirchenglocken zu läuten. Durch die Umbauung gingen die Schwingungen direkt in den Magen und haben für eine wunderschöne innere Ruhe gesorgt. Wohlfühlen pur! Zumindest bei mir.

Danke an die Sponsoren!

Danke an die Sponsoren, ohne die es keine BarCamps gäbe und ohne die ich keinen so schönen Tag gehabt hätte. Ich hoffe, auch für euch war das BarCamp Stuttgart 2014 ein Erfolg!

Platin-Sponsoren
Lightwerk InternetagenturMFG InnovationsagenturWishdrum

Gold-Sponsoren
induux - The industry platformLand Baden-WürttembergMosaiqDie Experten für TYO3Messe Stuttgart - Mitten im MarktJan Theofel - Barcamp-Organisation und -Moderation

Silber-Sponsoren
DMC - digital media centerCoworking StuttgartI.O.F.F. - Inoffizielles Fernseh- und Medienforumaexea – Ihre erfahrene Kommunikationsagentur aus Stuttgartdigital worxMichael Schommer für das prismcamp2Freiarbeiter

Unterstützer
Sonntagmorgen KaffeeHochzeitsportal24 - Alles für die Traumhochzeitexensio - intelligente informationssystemeEssen bestellen in Stuttgart via pizza.deBundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation und Social MediaEsskultur Catering

BarCamp Stuttgart: 2014 im Hospitalhof

Das BarCamp Stuttgart ist umgezogen. Leider, dachte ich erst. Denn die Räume im Literaturhaus habe ich sehr gemocht. Vor allem das Robert Bosch Zimmer, der irgendwie noch die Ära vergangener Zeiten atmet. Und die Lage war natürlich genial.

Entsprechend skeptisch war ich, als es hieß: BarCamp Stuttgart 2014 in neuer Location. Den Spitalhof, gleich in Sichtweite der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte, hatte ich dunkel als Großbaustelle in Erinnerung. Mehr wusste ich darüber nicht.

Stuttgart, BarCamp, Mfg, Hospitalhof

Jetzt, sechs Stunden später, bin ich begeistert. Tolle helle und großzügige Räume, ein wunderschöner Innenhof. Und eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre.

BarCamp Stuttgart: Was mich begeistert hat

BarCamp, Stuttgart, Literaturhaus
Das BarCamp Stuttgart bekommt im verflixten 7. Jahr ein neues Logo

Am 21. und 22. September 2013 hat Stuttgart wieder zum BarCamp geladen. Das sechste Mal in Folge inzwischen und das sechste Mal mit Jan Theofel als Organisator. Überzeugt hat haben nicht nur das stilvolle Ambiente des Literaturhauses sondern auch die perfekte Organisation, die positive Atmosphäre und die unglaublich bunte Themenvielfalt.

Dass ich leicht für BarCamps zu begeistern bin, habe ich hier in meinem Blog schon mehrfach erwähnt. Sie sind für mich die perfekte Mischung aus Weiterbildung, Netzwerken und Spaß haben. Von jedem Camp gehe ich mit neuen Kontakten und ganz viel Inspiration heim. Das sechste BarCamp Stuttgart ist da keine Ausnahme. 

Schon auf dem Weg zur Veranstaltung freue ich mich auf die stilvollen Räume im Literaturhaus Stuttgart. Besonders angetan hat es mir das Robert Bosch Zimmer mit seiner beeindruckenden Gestaltung. Danke an die MFG Stuttgart für das Raumsponsoring.

BarCamp, Stuttgart, Literaturhaus
Robert Bosch Zimmer im Literaturhaus Stuttgart
Nichts zu meckern bei Ambiente und Verpflegung

Auch auf das Essen beim BarCamp Stuttgart freue ich mich immer wieder aufs Neue. Esskultur steht inzwischen für mich für leckere, appetitlich angerichtete BarCamp-Verpflegung. Da ich zu den Menschen gehöre, bei denen auch das Auge gerne mit isst, Danke an Esskultur für das Sponsoring. Zum Essen gab es dann auch noch mein mit Vittel mein Lieblingswasser und anschließend einen Sonntagmorgen Kaffee, den wohl alle BarCamper kennen. Sonntagmorgen ist schließlich BarCamp Tradition. Von meiner Seite also nichts zu meckern, was Äußerlichkeiten wie Ambiente und Verpflegung angeht.

BarCamp Stuttgart 2013 – für mich nur in der Kurzversion

Leider konnte ich dieses Jahr nur am zweiten BarCamp Tag dabei sein, habe also den kompletten Samstag mit Vorstellungsrunde, abwechslungsreichen Sessions und coolen Aktionen wie der CampBar von bw-jetzt.de bzw. vom Staatsministerium Baden-Württemberg, verpasst. Trotzdem verbuche ich das BarCamp für mich als vollen Erfolg.

Die liebenswerten „Spinner“

„Teilschuld“ daran trägt Thomas Heidrich, auf Twitter unter @gnuheidix unterwegs. Er gehört für mich zu den seltenen Exemplaren Nerd, die für ihre Leidenschaft leben, tief in sie verwebt sind, Zusammenhänge aber dennoch der „technikferneren“ Species nachvollziehbar präsentieren können. Erfrischend bei seiner Session, die eigentlich gar nicht seine Session war – der eigentliche „Sprecher“ ist nicht erschienen – war die Art und Weise, wie man aus jeder seiner Erklärungen seine Begeisterung für sein Thema spüren konnte. Auch dann, wenn man längst nicht alles verstanden hat. Zum Abschluss gab es für mich dann noch einen Schnellkurs zum Thema „Wie repariere ich meinen WordPress Feed“. Ein Problem, das mich schon seit einigen Wochen beschäftigt hat und das ich dank Thomas‘ Hilfe Montag endlich fixen konnte. Auch dafür: Danke!

Tolle Diskussionen

Eines meiner persönlichen Steckenpferde ist die schnelle Veränderung unsere Gesellschaft durch die Digitalisierung. Moshe Rappoport, Trendforscher am IBM-Labor in Rüschlikon, Schweiz, betonte bei der Social Media Night Stuttgart kürzlich, dass es ihm nach 40-jähriger Forschungsarbeit nicht mehr möglich ist, die künftige Entwicklung vorauszuplanen. Denn als unberechenbarer Faktor kommt heute der gesellschaftliche Wandel ins Spiel und der ist so schnell und so gravierend, dass er die große Unbekannte in der künftigen Planung sein wird.

Wie arbeiten wir in der Zukunft?

Eine Entwicklung, die mich völlig fasziniert und die ich immer wieder zum Gegenstand einer Diskussionssession bei BarCamps mache. Meine Frage an die Teilnehmer lautet dann: Wie arbeiten wir in der Zukunft?

Beim BarCamp Stuttgart begann die Session mit einigen kurzen Passagen aus „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“ von Trendforscher Sven Gabor Janszky, die die unterschiedlichsten Reaktionen hervorriefen. Von erfreuten bis zweifelnden Gesichtern bis eher entsetzten und zweifelnden Blicken. Entsprechend engagiert verlief dann auch die Diskussion. Überrascht stellte der ein oder andere fest, dass er schon ganz oder teilweise in der Zukunft angekommen ist und nicht mehr zurück möchte. Andere hingegen führten die aktuellen arbeitsrechtlichen Regelungen heran. In der Tat lassen sich diese nicht mehr mit den prognostizierten Arbeitsmodellen der Zukunft vereinbaren. Vieles passt schon heute nicht mehr zu den Ansprüchen der Arbeitnehmer insbesondere in der IT- und Digital-Branche. Auch mit meinem Arbeitszeitmodell – ich arbeite geplant Teilzeit von daheim für eine Firma in München – sind sie kaum noch zu vereinbaren.

Leider verging die Stunde viel zu schnell. Die von Janskzy prognostizierten Modelle für das mittlere und geringe Bildungsniveau konnten wir nicht mehr beleuchten. Aber vielleicht gelingt mir dies ja beim CommunityCamp Ende Oktober in Berlin. Denn das Thema werde ich weiter verfolgen. Die Diskussionen dazu sind einfach zu spannend.

Kostenbeitrag und andere Aufreger

Zum ersten Mal gab es beim BarCamp Stuttgart eine Teilnahmegebühr von zehn Euro pro Tag. Ein Betrag, mit dem ich kein Problem habe. Schließlich bin ich – wenn ich an beiden Tagen vor Ort bin – rundum verpflegt, lerne nette Menschen kennen, kann mich zu allem austauschen, was mir auf der Seele brennt und betrachte anschließend so manches Thema aus einem neuen Blickwinkel. Ich weiß, dass das nicht alle so sehen und hoffe, dass diejenigen, die mit der Teilnahmegebühr oder mit sonstigen Punkten der Organisation ihre Probleme haben, diese im vorgesehenen Feedback Bogen, der noch verschickt werden soll, offen ansprechen. Denn auch das gehört zum BarCamp Charakter: Gemeinsam klären, was man anders machen könnte.

Mit neuem Logo ins verflixte siebte Jahr

Gespannt bin ich auch auf das neue Logo, das es beim siebten BarCamp Stuttgart geben soll. Das aktuelle Format lässt sich in viele Werbeformate schlecht einbinden und wird deshalb überarbeitet.

Und dann war da noch…

Beim gemütlichen Schwätzchen mit Pizza nach dem BarCamp am Sonntag hatte ich noch eine spannende Diskussion zum Thema Brot selbst backen. Ich hätte so gerne das Rezept des Schrotbrotes, über das wir gesprochen haben. Aber leider habe ich nicht nach dem Namen des Bäckers gefragt. Wer also weiß, wer mir gegenüber saß, bitte Kontakt herstellen. 😀

Details zum Nachlesen im Überblick
Was ich sonst noch so zum Thema BarCamp geschrieben habe

Blogparade: Mein erstes BarCamp

CIONET, Camp, BarCamp, München

Seit 2009 bin ich BarCamps verfallen. Neben dem Pflichtprogramm für Social Media Manager, dem CommunityCamp in Berlin, standen seither auch Exoten wie das „BleibGesundCamp“ im Frühjahr bei der VHS in Esslingen oder Camps zu Spezialthemen wie das fbCamp (Facebook) in Hamburg auf dem Plan. Umso mehr freue ich mich auf das CIONETCamp im Oktober in München. Es ist das erste, bei dem ich selbst mit organisiere.

Irgendwie passt es sehr gut: Mein erstes besuchtes BarCamp und mein erstes selbst organisiertes BarCamp sind gleichzeitig Gegenstand meines ersten Beitrages zu einer Blogparade. Zwar gab es immer mal wieder Themen, die ich ganz interesssant fand, der Funke ist aber nie so wirklich übergesprungen. Anders beim Thema BarCamp. BarCamps und mich hat auf Anhieb eine tiefe Zuneigung verbunden. Genau genommen das CommunityCamp in Berlin, DAS BarCamp schlechthin für die Community- später Social Media – Branche, und mich. Denn das war mein Erstes. Ich glaube, es war 2009, auch wenn mein Mixxtprofil sagt, dass ich bereits seit März 2008 Mitglied der CommunityCamp Community bin. Wenn ich mich richtig erinnere, hat es eine Weile gedauert, bis ich den Mut hatte, mich unter die „Profis“ zu mischen. Auch wenn ich zu den Zeitpunkt bereits einige Jahre Erfahrung mit der Moderation von Communitys und dem ganzen Drumherum hatte, als Profi sah ich mich definitiv nicht. Bis zum CommunityCamp in Berlin. Endlich traf ich auf Menschen, die verstanden, wovon ich rede, wenn ich über meinen Job gesprochen habe. Und – oh Wunder – sie alle hatten ähnliche oder gleiche Probleme und feierten ähnliche oder gleiche Erfolge.

Suiziddrohungen in der Community brachten für mich den Durchbruch

Richtig aufgetaut bin ich dann in einer Session über Suiziddrohungen in der Community. Vor mir saß Florian Stöhr, damals noch Mitgesellschafter bei Stayblue, einer Community mit Schwerpunkt im Osnabrücker Raum, die etwas kleiner war, als die, für die ich im Stuttgarter Raum mit verantwortlich war. Immer, wenn er sich zu Wort meldete, sagte er genau das, was ich gesagt hätte, hätte ich mich getraut, etwas zu sagen. 😉 So falsch konnte ich mit meinem Wissen also gar nicht liegen. Ein gutes Gefühl! Genau das, was ich brauchte, um mich auf lebhafte Diskussionen einzulassen. Kurz gesagt; Mein erstes BarCamp war ein voller Erfolg. Es hatte eine richtige „Coaching Funktion“ für mich. Sehr zufrieden und euphorisiert flog ich heim. Das CommunityCamp in Berlin gehört seither zum lieb gewordenen Pflichtprogramm. Es ist eine der wenigen Veranstaltungen, die ich schon im Oktober für das kommende Jahr Oktober fest einplane.

CommunityCamp, BarCamp, Berlin

Seit 2009 bin ich den BarCamps verfallen. Am liebsten würde ich alle besuchen, die mich interessieren. Doch auch wenn es nur geringe oder gar keine Teilnahmegebühren gibt, kommt doch einiges für die Anreise und die Unterkunft zusammen. Deshalb geht schweren Herzens nicht alles. Dieses Jahr steht noch das BarCamp Stuttgart auf der Liste, im Oktober dann wieder das Community Camp. Bereits im Frühjahr konnte ich das SaarCamp mit einem Besuch bei meiner Familie im Saarland verknüpfen.

Was ist eigentlich das Besondere an BarCamps?

Wie intensiv der Austausch bei BarCamps ist, merke ich immer erst dann, wenn ich wieder daheim bin und  ins Bett falle. Die nächsten Tage bin ich dann total beschwingt von den vielen neuen Eindrücken und Ideen. Dadurch, dass sich alle Teilnehmer in die Diskussionen einbringen können und man selbst die freie Wahl hat, welches Thema man sich anhören möchte, sind die Informationen, die man mitnimmt, meistens absolut auf den Punkt. Und sie kommen in aller Regel von Profis, nicht von Theoretikern.

Inzwischen fällt es mir sehr schwer, mich bei klassischen Tagungen mit „Frontalbeschallung“ in Geduld zu üben. Mich stören die Worthülsen und – leider sehr oft – das Marketing-Blabla entsetzlich. Selbstdarsteller, denen nur daran gelegen ist, zu betonen, wie wichtig sie sind, die aber sonst mit wenig brauchbarem Input aufwarten können, stehlen einfach meine Zeit. Umso glücklicher bin ich, dass mein Arbeitgeber auf Anhieb vom BarCamp Format überzeugt war.

CIONETCamp, das BarCamp für deutschsprachige CIOs

Aktuell planen wir deshalb für den 31. Oktober 2013 unser erstes CIONETCamp und wandeln damit auf Tim O’Reillys Spuren. Geladen sind die Mitglieder der CIONET Community in Deutschland, also CIOs und IT-Entscheider aus Anwenderunternehmen und Nachwuchskräfte, die sich für eine Karriere in diesem Bereich interessieren. Besonders freue ich mich dabei auf den Austausch zwischen den Generationen. Über die Generation Y wird auf klassischen Tagungen und Konferenzen ja regelmäßig gesprochen, mit ihr aber viel zu selten. Und ich bin gespannt, wie die Führungskräfte auf das offene Format und die kurzfristigen Programmplanung am Morgen des BarCamps reagieren.

Nicht alles Gold, was BarCamp heißt

Bislang habe ich nur Positives über BarCamps berichtet. Es wäre aber gelogen, wenn ich sagen würde: Alles ist immer gut. Es gibt auch einige Punkte, die mich wirklich stören:

  • die No Show Rate, also diejenigen, die sich anmelden und dann den Platz nicht freigeben, wenn sie wissen, dass sie nicht kommen. Dadurch müssen regelmäßig Interessenten daheim bleiben, weil es keine freien Plätze mehr gibt. Als Mittel dagegen haben viele BarCamps – wenn auch niedrige – Teilnahmegebühren eingeführt.
  • die gebetsmühlenartigen Diskussionen, was ein BarCamp ist und was nicht, beziehungsweise ob es etwas kosten darf oder nicht. Meine Meinung dazu: Tim O’Reilly hat nicht Hinz und Kunz willkommen geheißen. Er hat seine Freunde eingeladen. Deshalb auch FooCamp, Friends of O’Reilly. Außerdem gibt es Veranstaltungen, die ohne Sponsoren arbeiten wollen oder müssen, zum Beispiel damit eine Veranstaltung nicht zur Verkaufsshow der Vertriebler „verkommt“. Seien wir doch ehrlich, uns alle nervt es gewaltig, wenn Sponsoren mit fünf oder sechs Mann auflaufen und einen kompletten Session-Slot nur mit ihren Themen füllen wollen. Wer also auf Sponsoren verzichtet, muss auf anderem Weg mit den Kosten klar kommen und zum Beispiel höhere Teilnahmegebühren verlangen. Ja, diese dienen unter Umständen auch zur Definition der Zielgruppe. Und das ist völlig in Ordnung so. Ich muss nicht jederzeit überall kostenlos dabei sein können. Das entspricht nicht der Definition von BarCamps.
  • „The next Generation“. Für meine Wahrnehmung erobert gerade die nächste Generation die BarCamps. Nächste Generation ist dabei nicht auf das Alter oder auf irgendwelche Buchstaben des ABCs bezogen, sondern nur auf die BarCamp Besucher. Ich persönlich habe den Eindruck, dass hier der „wir machen das gemeinsam“-Gedanke wieder etwas verloren geht, der vor allem die Anfangszeiten der BarCamp-Bewegung auszeichnete. Das fände ich sehr schade, denn die Organisatoren investieren in aller Regel viel Zeit, ein tolle kostenlose beziehungsweise kostenarme Weiterbildungmöglichkeit für alle zu ermöglichen. Wenn sie dann noch den Sessionteilnehmern hinterher räumen müssen, weil die nicht daran denken, leere Tassen, Gläser und Flaschen wieder zurück zu bringen oder ihren Müll einfach auf den Tischen liegen lassen, dann ist das einfach ein schwaches Bild. Erst recht, wenn das die gleichen Leute sind, die munter kritisieren, was alles nicht so ok war, aber null Eigeninitiative zeigen, selbst etwas besseres anzubieten. Aber vielleicht ist das ja nur meine subjektive Wahrnehmung. Ich würde es mir wünschen.

Wer jetzt neugierig ist, was dieses Jahr noch so alles im Angebot ist: Die BarCamp Liste von Jan Theofel weiß es.

Kleine Hommage an die Veranstalter von…

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BarCamps, Webmontage, Social Media Nights, Fachstammtische, Wikiewednesdays, Professional Circles und wie sie alle heißen, sind für mich längst lieb gewordene Gewohnheiten. Der Wissensaustausch ist wesentlich intensiver, das Networking und Schließen neuer Kontakte ungleich einfacher. Ich ziehe solche offenen, kommunikativen und häufig auf Freizeitbasis organisierte Veranstaltungen inzwischen jeder Frontalbeschallung im klassisch durchgestylten Konferenzstil vor. Das gilt auch für den Austausch im Netz, in meinen tollen Gruppen auf Facebook, in denen es auf jede Frage und für fast jedes Problem eine schnelle und unkomplizierte Lösung gibt. 

Warum ist mir gerade jetzt danach, mich bei all denen zu bedanken, die diese Events organisieren und mir damit eine permanente Weiterbildung und fortschreitende Vernetzung ermöglichen? Vermutlich, weil jetzt, nach der Sommerpause, mein Kalender wieder besonders voll ist.

09.09.2013 Webmontag, Stuttgart – organisiert durch Thomas Christinck (ursprünglich auch Jan Theofel)

  • Wechselnde Gäste bieten hier Denk- und Diskussionsanstöße für das anschließende Networking. „Es handelt sich um eine Mischung von Fachvorträgen, Spotlights, Impulsvorträgen und Zeit für Gespräche. Eingeladen sind professionelle Web-Anwender, innovative Web-Experten, kreative Web-Unternehmer, engagierte Web-Interessierte und aufgeschlossene Querdenker. „
  • Am 09.09.2013 bin ich übrigens mit der Initiative #sharepassion4IT bei den Spotlights vertreten.

12.09.2013 Wikiwednesday, Stuttgart – organisiert durch Thomas Christinck

  • Hierzu kann ich im Moment noch nicht viel sagen. Der 12.09., ein Donnerstag, ist mein erstes Mal.

20.09.2013 Pro Circle des Social Media Club Stuttgart – organisiert durch Markus Besch

  • Profis in Sachen Social Media im Unternehmen treffen sich wieder am 20.09.2013 um 13.30 – 17 Uhr zum fachlichen Austausch bei der IBM in Ehningen.
  • Der Pro Circle findet etwa alle acht Wochen statt.

21./22.09.2013 BarCamp Stuttgart – organisiert durch Jan Theofel

  • Ein klassisches BarCamp mit einer Mischung aus Tech- und Social Media Themen.

24.09.2013 Stuttgarter BVCM Community und Social Media Manager_innen Stammtisch, Stuttgart – organisiert von Ingo Sauer, Katharina Perschke und mir

  • Der Bundesverband Community Management für digitale Kommunikation und Social Media e.V. organisiert inzwischen in mehreren deutschen Städten regelmäßige Stammtische für Mitarbeiter aus der digitalen Kommunikation. Stuttgart haben wir im Mai 2013 gestartet.
  • Der Stuttgarter BVCM Stammtisch findet immer am letzten Dienstag im Monat statt.

09.10.2013 Social Media Night des Social Media Club Stuttgart – organisiert von Markus Besch

  • Die Mischung aus Fachvorträgen und Networking findet alle vier Wochen im Mercedes Benz Museum statt. Hier gilt meist: Schnell anmelden, die 200 Tickets sind in aller Regel schnell vergriffen.
  • Die Social Media Night findet üblicherweise am ersten Mittwoch im Monat statt. Anmeldung erfolgt über Xing.

26./27.10.2013 CommunityCamp, Berlin – Organisatoren

  • Intensiver Fachaustausch von Community und Social Media Manager-innen. Session zu allen Alltagsthemen dieser Berufsgruppe.
  • Das CommunityCamp findet immer am letzten Wochenende im Oktober statt.

31.10.2013 CIONET Camp, München – organisiert durch CIONET

  • CIONET, ein europaweites Netzwerk für IT-Entscheider, veranstaltet sein erstes BarCamp für CIOs und Digital Natives unter dem Motto „When Today Meets Tomorrow“.

Und nicht zu vergessen, die „Veranstaltungen“ im Netz, insbesondere die tollen Facebookgruppen die ich mit vielen Digital Profis teile und wo es selbstverständlich ist, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Ich habe selten so viele so hilfsbereite Menschen auf einer – wenn auch virtuellen – Stelle getroffen. Besonders die Social Media Women und die Digital Media Women haben mir gezeigt, dass die Zukunft viel stärker von Frauen geprägt sein wird, als wir das bisher kannten.

Die Veranstaltungen und Gruppen werden größtenteils auf Freizeitbasis und unentgeltlich organisiert. Einfach deshalb, weil die Menschen hinter den Events von den Formaten und der Thematik überzeugt sind und sie an andere weitergeben wollen. 

Dafür möchte ich allen, deren Angebote ich mehr oder weniger regelmäßig nutze, ganz herzlich DANKE sagen.

BarCamp Saarbrücken 2013: Kinder im Netz

BarCamps sind dafür bekannt, dass sie intensiv Praxiswissen vermitteln und komplett auf gebuchte Sprecher verzichten. Dass aber eine Zwölfjährige über ihre Erfahrungen mit dem Netz referiert – sowohl privat wie beruflich – war auch für mich neu. Und es war eine der besten Sessions beim SaarCamp 2013.

BarCamp, Saarland, Kinder, Netz, InternetDass ich ein Fan von BarCamps bin, ist kein Geheimnis. Abgesehen davon, dass mir die entspannte Atmosphäre gefällt, kenne ich einfach kein anderes Format, das so kompakt so tiefe praktische Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche der Digitalen Welt liefert. Und keines, auf dem intensiver Netzwerke geknüpft und erweitert werden.

Kinder wissen, wie Schulen das Netz besser nutzen könnten

Für mich ein absolutes Novum war beim SaarCamp 2013 in Saarbrücken am 25. und 26. Mai eine junge Dame, die selbstbewusst eine Session zum Thema „Kinder im Netz“ ankündigte. Wie nutzen Kinder das Netz, wie wird es in der Schule genutzt und wie könnte man es dort effektiver nutzen.  Diese Themen hatte sie vorbereitet.

Das Besondere daran? Mit zwölf Jahren ist sie die bislang Jüngste, die eine Session auf einem BarCamp, an dem ich teilgenommen habe, angeboten hat. Und mal ehrlich, wer könnte über dieses Thema „Kinder im Netz“ besser berichten als ein Mitglied der Zielgruppe „Schüler“ selbst?!

Wie zu erwarten, war der Raum gut besetzt. Mit einigen Minuten Verspätung ging es dann los.  Souverän wurde das Notebook aufgeklappt, das iPad bereit gelegt und die Technik angeschlossen. Dann startete die Session ganz profi-like mit einer Frage an das Auditorium. Aber die Aufmerksamkeit der Anwesenden hatte Jana längst.

Wie die Schule jetzt das Internet nutzt

Mit sauber aufgebauten Folien wurde demonstriert, wie Fünftklässler heute digitales Lernen umsetzen:

  • statt Wörterbüchern wird Leo genutzt
  • die Bibliothek wird online durchforstet
  • und selbst in Mathe kommt das Internet zum Zuge. Wenn der Lehrer will, dass alle mitmachen, teilt er seine Übungen einfach.
Für jeden Bedarf das passende Gerät

In den Urlaub kommt Kindle mit, weil der weniger Platz braucht als die klassischen Lehrbücher. Dafür kann man in Büchern besser Notizen machen. Jana weiß also sehr gut, was sie wofür am besten einsetzt. Und ja, Jana liest auch.

Wenn Jana die Wahl hätte, würde sie übrigens ein iPad mit Docking-Tastatur in der Schule verwenden. Das ist einfach handlicher und der Ranzen wird leichter. Natürlich gilt das erst ab einem bestimmten Alter. Erstklässler hält Jana zum Beispiel für zu jung. Sie ist der Meinung, dass diese sich erst mit der Struktur der Schule auseinandersetzen sollten. Eventuell wären sie dann mit zusätzlichem Computerwissen zu schnell überfordert. Außerdem bestünde die Gefahr, dass man denen sonst noch irgendwann erklären müsse, was Papier sei.

Jana ist übrigens in der fünften Klasse und die Aufgabe der letzten Deutscharbeit lautete: Erkläre alle Schritte die notwendig sind, um

  • eine E-Mail zu verschicken
  • den Käfig eines Haustieres reinigen

Die Mehrzahl hat sich natürlich für die E-Mail entschieden. Nur ein Schüler meinte, er könne keines von beidem.

Stets aktuell dank Internet

Einen weiteren Vorteil sieht Jana darin, dass man stets aktuelles Wissen verfügbar hat. „Gedruckte Bücher lügen oft, weil die Forschung  einfach schon weiter ist“, sagt Jana nicht ganz zu Unrecht. Zwar kann man nicht sagen, dass die Bücher lügen, aber gerade zum Beispiel in den Naturwissenschaften veralten Inhalte sehr schnell.

Es gibt auch Nachteile

Natürlich gibt es auch Nachteile. Als Beispiel dafür führt Jana die hohen Kosten für Schulungen für Lehrer und Schüler an. Auch die Ausstattung sei teuer. Allerdings würde die Anschaffung ständig neuer Bücher ja auch teuer. Und sie beschwert sich, dass auf die Schüler niemand hört, weil sie klein sind. Dass ihre Bedürfnisse und Vorschläge nicht ernst genommen würden.

Warum eigentlich? Was Jana uns präsentiert hat, klingt absolut vernünftig und durchdacht. Da will nicht ein Kind mehr Spielzeug in der Schule. Da macht sich ein junges Mädchen selbstbewusst für sein Recht auf zeitgemäße Lernmethoden, die einen guten Start ins Berufsleben ermöglichen, stark.

Jana privat im Netz

Privat nutzt Jana ihr iPad eher zum Spielen oder für Youtube. Ihr liebster Youtube-Kanal ist übrigens trigger.tv, ein Kanal, der hinter die Kulissen von Verbrechen schaut. Das Notebook ist hingegen eher ein Arbeitsgerät. Aktuell bringt sie sich mit Hilfe eines Lehrbuches zum Beispiel Photoshop bei oder bereitet Präsentationen für das SaarCamp vor.

Und Jana hat Freunde. Reale Freunde. Die ihr mehr wert sind, als irgendwelche Facebook-Kontakte und die sie nicht missen möchte. Facebook nutzt sie natürlich auch und ist dort auch mit ihrer Mutter befreundet. Aber die muss längst nicht alles sehen. Jana arbeitet nämlich mit Listen und während Mama in der Liste „Familie“ ist, sind die Schulfreunde in einer anderen. Damit ist sie – was Vertraulichkeit angeht – vielen Erwachsenen um Längen voraus.

Mit Cybermobbing hat Jana übrigens kein Problem. Dazu bietet sie zu wenig Angriffsfläche, meint sie. Mobbing in der Schule kennt sie eher vor einem anderen Hintergrund: Können Kinder nicht mit dem mithalten, was gerade in ist, gehen Mitschüler schnell derb zur Sache.

Ich vermute, bei Jana haben einige auch gehörigen Respekt, wenn sie so ein selbstbewusstes Persönchen vor haben.

Danke Jana!

Danke, Jana, für den Einblick in eine Welt, die mir recht fremd ist, weil ich keine Kinder habe. Du hast Dir wirklich Gedanken gemacht und was Du erzählt hast, hatte Hand und Fuß. Die Politiker sollten auf Kinder und Jugendliche hören. Ihr habt es nämlich drauf!

Nachtrag: Jana hat zum Ende des BarCamps den Preis für die beste Session des SaarCamps 2013 gewonnen. Verdient, wie ich finde.

Mehr Berichte zum Saarcamp gibt es hier: