Party Time bei Ello – Jetzt auch mit Musik

Ello gibt es jetzt auch mit Musik und Videos. Das Besondere daran: Es bleibt werbefrei. Selbst dann, wenn man von Youtube und Co. verlinkt.

Ello, Netzwerk, USAJa, Ello gibt es noch. Und die Betreiber sind dabei, die Features kräftig auszubauen. Ganz normal, so baut man eine Community ja auch auf. Klar, das stimmt natürlich irgendwo. Aber Ello bleibt dabei seinem eigenen Manifest treu: Keine Werbung auf Ello!

Doch zurück zu den Features. Ab sofort lassen sich auch Videos und Musik hochladen, oder ganz einfach verlinken und zwar von:

  • Youtube
  • Vimeo
  • DailyMotion
  • SoundCloud
  • Mixcloud

Das alleine verspricht schon spannenden Genuss, denn Ello sieht sich ja primär als Plattform für Künstler. Entsprechend interessante Filme finden sich im Netzwerk. Musiker stellen ihr neueste Stücke vor, bildende Künstler lassen uns einen Blick über ihre Schulter werfen. Sehr cool!

Und alles werbefrei?

Bei diesem neuen Feature stellt es Ello seinen Nutzern frei, wie sie mit der Werbung umgehen wollen, die manche der oben genannten Anbieter in ihre Files einbinden.

Ello, Video, Musik, Youtube

Wer auch die nicht sehen möchte, kann in seinen Settings einstellen, dass ihm/ihr Medien, die potenziell Werbung enthalten können, nicht eingeblendet werden.

Ello jedenfalls schaltet auch in den Videos keine Werbung.

Ello garantiert: Wir bleiben werbefrei

Ello, das junge Social Network aus den USA, verpflichtet sich jetzt gesetzlich, keine Werbebanner (Ads) zu schalten und daran zu verdienen. Dazu wurde eine Public Benefit Corporation gegründet, die den Nutzen für die Gesellschaft über das Ziel stellt, den eigenen Wohlstand zu mehren. Damit bleibt die Frage nach dem Geschäftmodell weiter spannend. 

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Tolle Fotos und Werbefreiheit – das sind zwei der Pluspunkte von Ello.

Ziemlich genau zwei Monate ist es her, dass ich zum ersten Mal über Ello berichtet habe. Auslöser war ein Testbericht im t3n Magazin, der sehr vereinzelt durch meine Timeline geisterte. Vermutlich hätte mich das wenig gejuckt – ich bin privat erstaunlich monogam, was Netzwerke angeht – zumal man auch noch einen Einladungscode brauchte. Gar nicht so einfach, wenn bislang praktisch niemand aus dem eigenen Netzwerk angemeldet ist. Doch ich hatte gerade etwas Muse und schwupp, war ich drin in Ello. Drin und ziemlich einsam. Denn solange man noch mit niemandem vernetzt ist, ist der Stream leer. Keine Zwangsbespaßung. Und keine Werbung!

Eine werbefreie Plattform – geht das überhaupt?

Ja, richtig gelesen: Keine Werbung. Und dazu haben sich die Ello Gründer und Investoren jetzt sogar verpflichtet, indem sie eine Public Benefit Corporation (PBC) gegründet haben. In den USA versteht man darunter ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen, dessen Ziel es ist, einen Mehrwert für die gesamte Gesellschaft zu erbringen und nicht nur die Einnahmen der Investoren zu mehren.

October 23, 2014

Hi there.

There has been some speculation in the press since our launch 11 weeks ago that Ello will someday be forced to allow paid ads on our social network.

With virtually everybody else relying on ads to make money, some members of the tech elite are finding it hard to imagine there is a better way.

But 2014 is not 2004, and the world has changed.

To assure that Ello always remains ad-free, today Ello converted to a Public Benefit Corporation (PBC).

A Benefit Corporation is a new kind of for-profit company in the USA that exists to produce a benefit for society as a whole — not just to make money for its investors. …

Damit verpflichten sich die Gründer:

  • Nie Geld mit dem Verkauf von Ads zu verdienen,
  • Nie Geld mit dem Verkauf von Nutzerdaten zu verdienen.
  • Ello – falls überhaupt – nur an jemanden zu verkaufen, der diese Bedingungen ebenfalls garantiert.
Es bleibt spannend

So weit, so gut. Damit ist mir das Geschäftsmodell aber immer noch nicht klar. Ein funktionierendes Netzwerk verursacht laufende Kosten für Programmierung, Hardware, Wartung, und, und, und. Aktuell sehe ich noch nicht, woher die Einnahmen dafür bei Ello kommen sollen. Genau genommen steht in Punkt eins der Verpflichtung ja nur, dass mit der Platzierung von Ads kein Geld verdient werden soll. Eine Refinanzierung des über Ads eingenommenen Geldes in das Projekt würde dem ja nicht entgegen stehen und das Ziel, dem Gemeinwohl zu dienen, wäre weiter erfüllt. Wäre da nicht folgender Nachsatz, der die Schaltung von Ads ausdrücklich ausschließt:

In other words, Ello exists for your benefit, and will never show ads or sell user data.

Simple, beautiful, and ad-free.

Es bleibt also spannend bei Ello. Zumal die Mitgliederzahlen in den letzten Wochen deutlich gestiegen sind. Kein Wunder. Für Fotografen ist Ello ein Eldorado. Riesiges Bildformat in guter Qualität. Und keine sponsored posts oder andere Manipulationen sehen zu müssen, hat halt einfach was.

Zum Originaldokument

Ello – Das Netzwerk für Menschen mit Pioniergeist

Was ist Ello? So lautet derzeit noch die Antwort auf die Frage, wer schon bei Ello ist. Ello ist ein neues Netzwerk, das derzeit noch in der sehr frühen Betaphase ist. Als ein wunderbarer Spielplatz für Nerds, Early Adopter und Menschen mit Pioniergeist. Ob man es braucht oder ob es sich halten kann? Keine Ahnung. Aber der kleine Schritt in die Vergangenheit, dahin, wo Plattformen anfangen Netzwerke zu sein, macht Spaß.

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Ello – Dabei sein, wenn ein Netzwerk entsteht (CC: by-sa-nc)

Wie lange liegen eigentlich meine ersten Kontakte mit Chats, Foren, Communitys zurück? Den Anfang hat auf jeden Fall der MSN Chat gemacht, damals irgendwann zwischen 2000 und 2002.

Als der eingestellt wurde, bin ich zur KWICK! Communtiy gewechselt. Ich glaube, das war 2003, also noch in einer sehr frühen Phase des schwäbischen Netzwerkes.

Inzwischen liegt mein Aktivitätsschwerpunkt auf Facebook und Social Networks gehören untrennbar zu meinen beruflichen Aktivitäten. Trotzdem bin ich erstaunlich monogam und renne nicht jedem neuen Trend nach. Warum mich jetzt Ello gepackt hat? Gute Frage.

Ello | A Simple, beautyful and add-free social network

Vielleicht war es der Claim – simple, beautful and add-free – vielleicht war es aber auch nur meine Neugier und die Tatsache, dass ich gerade Urlaub habe.

Jedenfalls habe ich mir einen Einladelink besorgt und war… ja, wo war ich. Irgendwo im vorvorgestern. In einer klassischen Nerd-Baustelle, einer Mischung aus DOS-Welt und IRC. Und was soll ich sagen: Es macht richtig Spaß.

Zwar kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, dass sie ihrem eigenen Manifest treu bleiben können:

Ello Manifesto

Your social network is owned by advertisers.

Every post you share, every friend you make, and every link you follow is tracked, recorded, and converted into data. Advertisers buy your data so they can show you more ads. You are the product that’s bought and sold.

We believe there is a better way. We believe in audacity. We believe in beauty, simplicity, and transparency. We believe that the people who make things and the people who use them should be in partnership.

We believe a social network can be a tool for empowerment. Not a tool to deceive, coerce, and manipulate — but a place to connect, create, and celebrate life.

You are not a product.

Mir erschließt sich hier noch nicht, wie sich das Projekt auf Dauer finanzieren kann. Ello schreibt dazu:

Ello is completely free to use.
We occasionally offer special features to our users. If we create a special feature that you really like, you may choose to support Ello by paying a very small amount of money to add that feature to your Ello account.
You never have to pay anything, and you can keep using Ello forever, for free. By choosing to buy a feature now and then for a very small amount of money you support our work and help us make Ello better and better.

Entstanden ist Ello als private Kommunikationsplattform für 7 junge amerikanischen Künstlern und Entwicklern. Doch nach und nach haben so viele Freunde gefragt, ob sie das Netzwerk nicht auch nutzen können, dass das Gründerteam beschlossen hat, die Plattform zu öffnen. Die Nutzung Betaphase (oder eher Alpha) ist aber nur mit Einladungslink möglich.

Was kann ich überhaupt schon tun?

Verwöhnt von der Featuritis der vergangenen Jahre, muss man sich auf Elllo derzeit noch an alles herantasten. Schön daran: Durch die überschaubare Followerzahl sprechen sich neue Entdeckungen schnell rum – sofern man den Feed schon gefunden hat. 😀

Mir macht es richtig Spaß, immer wieder neue Dinge zu finden, wie z.B. die Emoticons. So ganz ohne Spielerei geht es ja nicht.

Großes Kino sind die Bilder. Wenn die so bleiben, dann Hut ab. Die werden riesengroß und in wirklich gute Qualität angezeigt. Prima für Fotografie-Fans, Bloggerinnen und Blogger, usw.

Wer jetzt neugierig ist: Zum Versenden der Einladung brauche ich nur eine E-Mail-Adresse.