Wer die Schaben hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

EIn Deutschland machen sich die Schaben breit. Genauer gesagt bislang noch im Süden Deutschlands. Laut Schädlingsbekämpferin hat sie derzeit mindestens sechs Anrufe pro Tag. Tun kann man nichts, denn die Bernstein-Waldschabe spricht nicht auf die Kontakt-Fraßgifte an. 

Meine erste Begegnung mit Schaben, liebevoll auch Kakerlaken genannt, hatte ich als Kind in der Uniklinik Homburg. Nachts sind sie still und heimlich die Wände hoch gekrabbelt um bei Morgendämmerung wie ein Spuk zu verschwinden. Damals wusste ich noch nicht, um welche Tiere es sich handelte, aber beruhigend war anders!

Bei Professor Pfeiffer ging es den Schaben an den Kragen

Die nächste Begegnung ging dann schon deutlich tiefer unter die Haut. Der Schabe. Nicht mir. Zu Biochemiestudium gehörte auch ein Vordiplom in Zoologie und dazu ein Präparationskurs bei Professor Pfeiffer.

Schwäbisch wie er war, wurde alles verwertet, was das Haus kostenlos zu bieten hatte und was sonst keiner brauchte. Dazu gehörten große, fette, amerikanische Schaben. Irgendwann war welche im Gebäude ausgebüxt und hatte sich prächtig vermehrt. Man fand sie überall:

  • in Kabelschächten
  • in Küchenschränken
  • in den Filtern der großen Kaffeebereiter im Konferenzraum

Und die geselligen Tierchen sorgen sie auch eigenständig für Nachschub. Kommende Semester wollen ja auch versorgt sein.

Rühren in zimmerwarmem Fett

Ehrlich, es war eklig, das Tier zu sezieren. Nicht genug, dass mein Drang, jedwedes Getier zu zerpflücken, extrem gering war und ist, die Schabe roch auch noch sehr muffig und man hatte das Gefühl, primär in halbflüssigem Fett zu rühren. Selbst im Tod noch unappetitlich. Details erspare ich an dieser Stelle, sonst lesen nur noch die Hartgesottenen weiter.

Cesar’s Schabenpalast in London

Unser nächstes Rendevous fand im Cesar’s Palace in London statt. Laut Papier ein 4*-Hotel, real mit kleinen Besonderheiten:

  • im Fahrstuhl blieb man mit den Füßen am Boden kleben
  • die Zimmertür war nur mit einem sehr wackeligen Miniriegelchen zu schließen
  • der Bettüberwurf hatte kopfgroße Flecken
  • die Laken kleinere
  • aus den verrosteten Wasserhähnen kamen Rinnsale

Kurzum alles so, als hätte der guten alte Cäsar da selbst noch logiert und aus lauter Ehrfurcht hätte niemand mehr gewagt, Hand an die Innenausstattung zu legen.

Meine Mitbewohner waren da weniger pingelig. Sie haben es sich im Bad gemütlich gemacht und wuselten in alle Ecken, als ich das Licht einschaltete. Lecker!*

Fuß anheben! Zack! Drauf! – NICHT

Dann war lange Zeit Ruhe. Bis vor etwa vier Wochen. Abends in der Küche. Licht an, schwupp wuselt was über den Boden. Fuß angehoben. Zack. Drauf. Nicht nett, ich weiß, aber Instinkt. In meiner Küche bin ich pingelig.

Bernstein-Waldschabe aka Ectobius vittiventris (CC BY 3.0 Amada44)

Erst dann habe ich näher hingesehen. Eine kleine Schabe! Eine Schabe? In meiner Wohnung? Und dann auch noch draufgetreten. Dabei lautet das oberste Gebot bei der Schabenjagd: Nie, aber auch wirklich nie drauftreten. Trägt die Schabe gerade Ei-Pakete, hat man die an den Schuhen und verteilt sie in der ganzen Wohnung. Zu spät. Schon passiert. Und ob es eine Schabe war, war ja auch nicht sicher.

Stunden später im Schlafzimmer. Schon wieder eines der Tiere. Zu Abwechslung an der Wand. Zack! Weg! Eh schon alles egal.

Hauptstadtschaben als blinde Passagiere?

So richtig ruhig war die Nacht dann nicht. Schaben. Wie peinlich. Auch wenn ich weiß, dass Schabenbefall nichts mit Sauberkeit zu tun hat. Die schleppt man sich üblicherweise ein. Entweder an den Schuhen (NICHT drauftreten!), im oder am Gepäck oder per Post versteckt in Kartons. Da ich etwa alle sechs Wochen drei bis vier Tage in Berlin arbeite, also regelmäßig fliege, den TXL-Bus in die Stadt nehme und dann im Hotel übernachte, konnte ich blinde Passagiere nicht ausschließen. Und für die Katze kommen auch regelmäßig Pakete, ein weiterer Gefahrenherd. Vorsichtshalber mal Fraßfallen aufstellen und beobachten.

Eine Woche später. In der Wasserschüssel der Katze hat sich ein Tier suizidiert. Sieht aus wie … EINE SCHABE! Ekelalarm! Nach fünf Minuten mit rotem Kopf schämen googele ich Schädlingsbekämpfer in meiner Region. Vorsichtshalber.

Am Abend des gleichen Tages. Ich sitze auf der Couch, sehe fern. Irgendwas läuft über den Bildschirm. Irgendwas mit sehr langen Fühlern. Schon wieder eine Schabe! Beide relativ klein aber bereits unterschiedliche Größe. Schon zwei Generationen? Ich muss die Fachfrau konsultieren. Gleich morgen.

Erst ’ne Latte, dann ’ne Schabe

Der nächste Morgen. Die Katze führt mich ganz aufgeregt zu ihrer Decke. Da liegt was größeres, hellbraunes. Ein dürres Blatt vom Fikus, denke ich mir und mache mir erst meine Latte Macchiato. Ohne die fängt der Tag schlecht an, Schabe hin oder her. Dann gehe ich doch nochmal zur Decke. EINE SCHABE! Ausgewachsen! Adrenalin strömt durch meinen Körper. Wie peinlich, wie mega mega peinlich. Ich wähle die Nummer der Schädlingsbekämpferin, spreche ihr aufs Band: Schaben eingeschleppt, Hilfe!

Dann der Rückruf. Ob ich Bild von einem Tier hätte. Habe ich nicht, aber ich habe drei tote Tiere. Die kann ich fotografieren. Soll ich tun und schicken. Sie kommt im Moment nicht hinterher. Hat täglich bis zu sechs Anrufen wegen Schabenbefall. Denn Süddeutschland wird derzeit von der Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) überrannt.

Waldschabe, Schabe
Dreimal Bernstein-Waldschabe in unterschiedlichen Altersstufen.
Die Bernstein-Waldschabe kam über die Alpen

Eigentlich lebte diese Schabenart ausschließlich südlich der Alpen, hat aber vor einigen Jahren diese Grenze überwunden und macht sich seither bei uns breit. Diesen Sommer ist es wohl besonders schlimm. Und weil der Schabenruf schlecht, der Ekelfaktor hoch ist, ist die Panik nicht weit.

Völlig überflüssig, wie mir die Schädlingsbekämpferin versichert. Denn anders als ihre Verwandte, die Deutsche Schabe (Blattella germanica) oder die Gemeine Hausschabe (Blatta orientalis) ist Ectobius vittiventris kein Vorratsschädling und überträgt auch keine Krankheiten wie Hepatitis, Typhus oder Cholera.

Deutsche Schabe aka Küchenschabe aka Blattella germanica (CC BY-SA 3.0 / Lmbuga

Ihr natürlicher Lebensraum ist sich zersetzendes Holz und Blattwerk. Davon ernährt sich die Bernstein-Waldschabe auch, weshalb sie in der Wohnung nur kurze Zeit überleben kann. Da sie auch keine Ei-Pakete tragen, geht von den toten Tieren, wenn sie unentdeckt bleiben, also kein Schaden aus.

Flugfähig, keine Eier tragend, keine schwarzen Streifen am Hals

So ähnlich sich Deutsche Schabe und Bernstein-Waldschabe in Größe und Färbung auch sind, an folgenden Parametern lassen sie sich eindeutig unterscheiden

  • die Bernstein-Waldschabe ist flugfähig
  • sie ist auch tagaktiv, mir ist sie meist bei Dämmerung oder kurz danach aufgefallen
  • ihr fehlen die beiden schwarzen Streifen am Halsschild

Taucht also plötzlich etwas in der Wohnung auf, was nach Schabe aussieht, muss das noch lange kein Problem sein. Cool bleiben, sich informieren und dann reagieren, ist das richtige Vorgehen.

Warum ich das schreibe? Weil mir die Auskunft von Frau Wenzel sehr geholfen hat und weil ich dazu beitragen will, dieses Wissen zu verbreiten und dem ein oder anderen Menschen den Schrecken zu nehmen.

*  Das Hotel habe ich übrigens nach der ersten Nacht, die ich komplett bekleidet verbracht habe, gewechselt. Damit wurde ich die Flecken los, nicht aber die Schaben.

Edit 31.08.2017
Wie nicht anders zu erwarten, hat mein Schaben-Blogpost zu der ein oder anderen Diskussion geführt. Was denn an ein, zwei Schaben in der Wohnung schlimm sei, wurde ich gefragt. Kurz gesagt:

  1. an einer nichts, sofern sie keine Eier dabei hat und man nichts gegen angefressene und/oder mit Krankheitserregern verunreinigte Lebensmittel hat
  2. an zweien auch nicht, wenn sie gleichgeschlechtlich sind und die unter eins genannten Voraussetzungen erfüllen

Ich würde dann empfehlen, ordentlich zu heizen. Das verkürzt die Lebenszeit.

Und wenn sich zwei Schaben ganz doll lieb haben

Gehen wir jetzt davon aus, dass wir uns von jedem Geschlecht ein Tier eingehandelt haben und diese beiden sich liebevoll zugetan sind. Drei bis fünf Mal im Jahr produzieren Sie dann Nachkommen, etwa vierzig Stück pro „Wurf“. Ein Teil davon natürlich auch weiblich, also wieder drei bis fünf Mal 40 Eier pro Jahr und so weiter.

Du wirst das nicht merken, denn die Deutsche Schabe ist absolut lichtscheu. Gesellig leben die Tiere in großen Verbänden in dunklen Ecken. Normalerweise bekommt man sie nicht zu sehen. Sieht man eine, kann man davon ausgehen, dass sich mindestens ein- bis zweihundert Kollegen im „Bau“ auf ihre Rückkehr warten. Siehst du eine am hellichten Tag, schließ die Tür zu und such dir eine neue Wohnung.** Dann sind nämlich alle Verstecke schon so eng belegt, dass niemand mehr reinpasst.

Also merken wir uns:

Eine Schabe kommt selten allein!

**Kleiner Scherz, aber spätestens jetzt solltest du die Schädlingsbekämpfung anrufen.

Arbeiten mit verteilen Teams – Meine Erfahrungen

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Ja, ich habe ihn etwas vernachlässigt, meinen Lieblingsblog. Schuld daran war sehr viel Arbeit nach meinem Jobwechsel. Für euch hat das aber auch etwas Gutes, denn ich arbeite weiter in verteilten Teams. Gerne auch mal virtuelle Teams genannt, obwohl sie für mich sehr real sind und man auch hier klassische Teambuildingstrukturen erleben kann.

Verteilte Teams sind toll!

Meine Erfahrungen der letzten Jahre mit diesen verteilten Teams habe ich im Adventskalender des Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation und Social Media, dessen Mitglied ich seit vielen Jahren bin, zusammengefasst. Dort erfahrt ihr

  • Was Führungskräfte digitaler, verteilter Teams brauchen.
  • Was die Teammitglieder mitbringen sollten.
  • Wie man das Thema angehen kann.
  • Welche Werkzeuge wichtig sind.

Mit liegt es dabei fern, meine Erfahrungen als das todsichere Rezept zu verkaufen. Hätte ich das, würde ich ein Buch darüber schreiben, reich und berühmt werden (also noch reicher und noch berühmter) und mich auf eine sonnige Insel zurückziehen. Zumindest so lange bis mir langweilig wäre. 😉

Traut euch einfach

Also nehmt euch davon, was für euch passt. Probiert sehr gerne auch mal Dinge aus, von denen ihr nicht wisst, ob sie passen. Und ignoriert, was euch nicht passt.

Oder diskutiert mit mir. Ich bin für jede „Bewusstseinserweiterung“ dankbar.

 

 

5 gute Gründe, warum audible bei mir Französisch spricht

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit audible entstanden.

Französisch war und ist meine Lieblingssprache, auch wenn ich kaum noch Gelegenheit habe, sie zu sprechen. Damit mir die vertraute Sprachmelodie und zumindest ein guter passiver Wortschatz erhalten bleibt, gibt es bei mir jetzt audible Hörbücher in Fremdsprachen. Im aktuellen Fall Mémoire cachée von Sebastian Fitzek auf die Ohren.

memoire cacheeFranzösisch ist meine Lieblingsfremdsprache. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass ich im Saarland aufgewachsen bin. Also sehr grenznah. Mit Französisch als erster Fremdsprache. Vielleicht ist es aber auch der angenehmen Sprachmelodie und dem Savoir Vivre der Franzosen geschuldet. Jedenfalls war mein Französisch richtig gut.

Dann bin ich weggezogen. Zum Studieren nach Baden-Württemberg. Und was war? Kein Mensch konnte Französisch. Kein französisch-deutsches Mischmasch beim Einkaufen: Regarde-la, celle jupe ist schön! Nicht mal eben schnell in den französischen Supermarkt einkaufen fahren. Keine Mittagsnachrichten im Radio erst auf deutsch, dann auf französisch, was mir übrigens zu meinen Spitzenzeiten nur noch deshalb aufgefallen ist, weil ich mich gefragt habe, warum die Nachrichten wiederholt werden. Die “fremde” Sprache habe ich als solche nicht mehr wahrgenommen. Damit das nicht komplett verloren geht, teste ich aktuell Hörbücher von audible in französischer Sprache.

5 gute Gründe für audible

Fünf Überlegungen haben mich zu dieser Entscheidung bewogen:

  • Kein langweiliger Sprachkurs mit starren, für mich oft sinnlosen Übungen
  • Gesprochenes Alltagsfranzösisch statt Kursfranzösisch
  • Kein zusätzlicher Zeitaufwand
  • Meine Sprachauffrischung ist immer und überall dabei
  • Je nach Titel spannende, informative oder klassische Unterhaltung en passant
Sprachkurs? Nicht mit mir!

Als ich beschlossen habe, mein Französisch auf Trab zu bringen, habe ich mit Online-Sprachkursen geliebäugelt. Aber das bin ich nicht. Alles zu starr und nicht individuell genug für das, was ich möchte.

Bonjour, mon nom est Ulrike

Auch den Wortschatz aus den Kursprogrammen brauche ich nicht. Sie orientieren sich entweder an den klassischen Urlaubsbedürfnissen oder am Arbeitsleben. Die Alternative wäre ein Konversationskurs, aber der bindet mich zeitlich zu starr ein.

Französisch, wie es im Buche steht

Und da aller guten Dinge drei sind, muss ich noch ein drittes Mal auf das Kursthema eingehen. Ich will auch kein pingelig betontes Kursfranzösisch. Ich will Französisch so wie den Franzosen der Schnabel gewachsen ist. Jetzt sind professionelle Sprecher oder Leser, die Bücher vertonen, auch nicht Jean und Amélie von der Straße. Aber sie müssen einen Buchtext, in meinem Fall einen Thriller von Sebastian Fitzek spannend an die Frau bringen. Das ist etwas anderes.

Immer mit dabei

Fitzeks Mémoire cachée von audible ist dank App immer bei mir. Auf dem Handy, dem Pad, dem Notebook, dem PC. Zumindest dann wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt. sind. audible macht dazu in seinen Hilfen genaue Angaben.

Was zum “Spielen” obendrauf

Entscheidung gefällt. Mein Sprachkurs wird kein Sprachkurs. Also nur noch ein passendes Buch für den Anfang auswählen.

Nur noch? Mich hat das ganz schön gefordert. Soll es ein Fachbuch sein, zu Marketing, Kommunikation oder Personalführung? Oder was zum Lachen? Auf jeden Fall etwas, was nicht zu schwierig ist. Also weder ein komplett neues Thema noch etwas, wofür man wirklich Muttersprachlerin sein muss, um es zu verstehen.

Also habe ich mich auf Krimis und Thriller eingeschossen. Eventuell ein Buch, das ich bereits auf Deutsch gelesen habe? Auch keine gute Idee. Dann denke ich die Story vermutlich auch auf Deutsch weiter und konzentriere mich nicht mehr.

Die Lösung heißt Fitzek, aber passt die Stimme?

Ich mag die Thriller von Sebastian Fitzek. Auch seine Lesungen habe ich bereits mehrfach besucht. Sehr unterhaltsam und spannend. Nichts für schwache Nerven. Kann ich nur empfehlen! Und audible hat auch noch ein Buch von ihm, das ich noch nicht kenne. Auf Französisch. Perfekt.

Doch erst noch den wichtigsten aller Checks bei Hörbüchern. Ich bin sehr empfindlich bei Stimmen. So quäkende, gänsige Tonfälle kann ich mir nicht lange anhören. Das macht mich aggressiv. Und Genuschel geht auch nicht, wobei damit wohl die wenigsten professionellen Sprecher aufwarten.

Deshalb meine Empfehlung: Wenn der Titel steht, auf jeden Fall erst die Hörprobe nutzen. Dann weiß man, ob man sich auf die Stimme einlassen kann und will.

Oder man geht den anderen Weg, sucht sich in der Liste der beliebtesten Hörbuchsprecher  Deutschlands seinen “Liebling” heraus und liest sich durch dessen “Werk”. Dann passt die Stimme ganz sicher, man schränkt sich aber in der Auswahl deutlich ein.

Und was ist mit Support?

Da ich mich mit meinem Amazon-Konto bei audible registriert habe, musste ich nicht sehr viel angeben. Umso verwirrter war ich, als in der Rechnungsadresse dann plötzlich Name und Anschrift meiner Mutter aufgetaucht sind. Aus irgendwelchen Gründen hat das System sich scheinbar herausgesucht, was es wollte.

Leicht panisch habe ich über die kostenlose Rufnummer den Support kontaktiert. Nach sehr kurzer Wartezeit war ich mit einem sehr netten und hilfsbereiten Mitarbeiter verbunden und das “Problemchen” konnte geklärt werden. Ich musste meiner Mutter (80+, eigensinnig) also nicht erklären, weshalb sie eine Rechnung über Null Euro bekommt und dass sie deswegen nichts unternehmen muss! Die Rechnung wird nämlich nur per E-Mail verschickt und das hat sie zum Glück nicht.

Null Euro? Wieso das?

Weil audible allen Nutzern einen kostenlosen Testmonat anbietet. Er danach fallen die monatlichen Gebühren an.

So und jetzt habe ich genug erzählt. Ich ziehe mich mit Sebastian Fitzek in die Mémoires Cachées zurück.

Bitte nicht stören!

Blogs und die Sache mit den Iron Bloggern

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Es muss etwa 2012 gewesen sein, als das große Blogsterben herbeigeredet werden sollte. Etwa zeitlich haben sich in vielen deutschen Städten BloggerInnen zu regionalen Netzwerken, den Iron Bloggern, zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Die Selbstverpflichtung, die Blogosphäre am Leben zu erhalten.

Seit wann ich selbst Mitglied der Iron Blogger Stuttgart bin, weiß ich nicht mehr so genau. Ich glaube, seit 2013. Jedenfalls war ich im April 2013 schon mit beim ersten Iron Blogger Essen. Denn wer nicht schreibt, zahlt. Und zwar für alle. Denn mit der Selbstverpflichtung gingen auch finanzielle „Pflichten“ einher. Wie das in Stuttgart aussieht, könnt ihr den den Regeln der Iron Blogger Stuttgart nachlesen.

Inzwischen hat sich vieles getan. Video hat stark an Bedeutung zugelegt. Instagram, Pinterest, Periscope, Snapchat, Facebook live und was weiß ich noch alles ist dazu gekommen und teilweise bereits wieder Geschichte.

Alles, nur nicht tot

Die Blogs sind geblieben. Seit Ende der Neunziger treiben sie ihr Unwesen in der digitalen Welt und schreiben damit eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte. Eine Geschichte, die aber irgendwie völlig untergeht. Obwohl 20 Jahre im World Wide Web eine Ewigkeit sind. Auf die nächsten zwanzig Jahre!

Und was ist mit den Iron Bloggern?

Um die Iron Blogger ist es ruhiger geworden. Es gibt sie noch, aber nicht mehr in vielen Städten und mit deutlich kürzeren Teilnehmerlisten. Auch bei den Iron Blogger Stuttgart hat sich vieles geändert. Aber ein harter Kern ist geblieben und versorgt seinen Blog mindestens ein Mal wöchentlich mit neuem Futter. Einfach, weil es Spaß macht. Und weil ich in der Iron Blogger Liste immer wieder Beiträge finde, auf die ich sonst nie gestoßen wäre.

Und wer nicht bloggt,  zahlt alternativ fünf Euro pro Faulenzerwoche. Schließlich muss ja was rein in die Kasse, die in unregelmäßigen Abständen gemeinsam verfeiert wird.

Da fällt mir ein: Wann ist es bei uns denn wieder soweit? 😀

Trello und Slack – BFF*!

Trello, Kanban, online, kostenlos, Board, deutsch

Dass ich Trello sehr schätze, habe ich hier schon gelegentlich erwähnt. Auch Slack habe ich schon mal erwähnt. Dafür, dass ich es so sehr mag, habe ich bisher überraschend wenig darüber geschrieben, fällt mir gerade auf. Das muss sich ändern.Also los geht’s.

Slack ist ein tolles Kommunikationstool, mit dem sich hervorragend Teams organisieren lassen. Mit diversen Apps kann es schon in der kostenlosen Basisversion vielfältig erweitert werden.

Mit der neuen Trello App für Slack kommt eine neue Erweiterung dazu. Wer sich die Möglichkeiten genauer ansehen möchte, kann sich kostenlos für ein Webinar registrieren.

Wenn du Trello jetzt auch probieren möchtest, dann freue ich mich, wenn du zur kostenlosen Registrierung folgenden Link benutzt:

Klick dies! Jetzt! Sofort!https://trello.com/ulrike_r/recommend 😉

Dann bekomme ich pro Anmeldung einen Monat Trello Gold umsonst. Also ein paar erweiterte Funktionen, die normalerweise kostenpflichtig sind. Ihr selbst verpflichtet euch dabei zu nichts.

*BFF – Best Friends Forever, für alle, die da nicht auf dem Laufenden sind. 😉

 

Gunther Holtorf und Otto

Otto? Wer ist Otto? Otto ist eine blaue Mercedes G-Klasse. Aber nicht irgendeine. Nein, Otto hat in 26 Jahren 899.592 Kilometer in 2015 Ländern zurückgelegt. Und Otto gehört Gunther Holtorf. Beide habe ich beim Sommer-Special der Social Media Night im Mercedes Benz Museum Stuttgart zum ersten Mal gesehen.

Otto

Deshalb und weil mich Gunther Holtorfs Leben so an die aktuelle Entwicklung in meinem Umfeld erinnert, erscheint diese Buchbesprechung hier und nicht auf Leselustich. Denn die Reisen der Holtorfs könnten Inspiration für viele Digitale Nomaden der heutigen Zeit sein. Auch wenn ich bezweifele, dass man mit einem einzigen Auto heutiger Generation, das vollbringen könnte, was Otto geschafft hat.

Lust auf Abenteuer

Wie kommt man dazu, alles zurück zu lassen, ein Auto so um- und auszubauen, dass man darin leben oder zumindest schlafen kann und sich auf den Weg ins Ungewisse zu machen?

Man hat ein Job, in dem man sich mit der weiten Welt beschäftigt, zuletzt als Geschäftsführer der Charter-Airline Hapag-Lloiyd. Und man möchte nochmal neu anfangen, die weite Welt erfahren. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die passende Begleitung findet Gunther Holtorf über eine Zeitungsanzeige:

Willst du um die Welt reisen? Suche unkomplizierte, sportliche Begleitung, bereit, eine Abenteuertour durch Afrika und Südamerika zu unternehmen.

Gemeldet hat sich Christine, die Frau, mit der er rund 25 Jahre seine Erlebnisse und natürlich Otto teilen durfte. 2010 ist sie an Krebs verstorben.

Otto beeindruckt, als Auto und als Buch

Otto ist ein beeindruckendes Buch. Nicht nur, weil sie den Leser durch alle Kontinente führt, sondern auch, weil Gunther Holtorf seine Reisen mit unzähligen, faszinierenden Bilder dokumentiert hat.

Besonders spannend dabei: Viele der Fotos sind gleichzeitig ein Blick in die Vergangenheit. Viel hat sich in der Welt in den letzten 26 Jahren verändert. Was zu Reisebeginn noch ein großes Abenteuer war, ist heute in vielen Ländern völlig selbstverständlich: Einreise, Ausreise, gute und sichere Straßen. In andere Länder käme man heute überhaupt nicht mehr einfach so.Viel zu streng sind die Auflagen.

Mut gehörte definitiv zu diesen Reisen. Nicht nur, weil Gunther und Christine Holtorf meist im Freien bzw. in ihrem Auto im Freien übernachtet haben, sondern weil viele Streckenführungen absolut abenteuerlich waren.

  • Brücken ohne durchgehenden Belag. Nur zwei Holzbohlen, die mit den Reifen genau getroffen werden müssen, wenn man heil die andere Seite erreichen will.
  • Geröllstrecken, die eine Herausforderung für Stoßdämpfer und Achsen sind.
  • Steigungen, die schier unüberwindlich scheinen.

Doch Otto findet zuverlässig seinen Weg und bringt seine Besitzer sicher an ihre Ziele auf aller Welt.

Faszinierende Einblicke

Gunther Holtorfs Buch hat mich fasziniert. Die privaten, großformatigen Fotos mit den individuellen Anmerkungen haben mich seltsam berührt. Immer wieder nehme ich das Buch in die Hand und blättere. Und immer wieder finde ich neue Überraschungen und Einsichten.

Danke dafür, Herr Holtorf!

2017 wird Otto übrigens im Mercedes Benz Museum dauerhaft parken. Mit knapp 900.000 Kilometern auf der Uhr. Bis dahin ist er auf Abschiedstour durch Deutschland.

Gunther Holtorf

Gunther Holtorf wurde 1937 in Göttingen geboren. Sein erstes Leben widmete er der Fliegerei, war Landeschef der Lufthansa unter anderem in Argentinien, Hongkong und Indonesien und leitete später die Airline “Hapag-Lloyd Flug”.
In seinem zweiten Leben blieb er am Boden. Zusammen mit seiner Frau Christine, die 2010 verstarb, bereiste er 26 Jahre lang die Welt. In ihrer Mercedes G-Klasse, die sie “Otto” tauften, besuchten Sie 215 Länder.
Heute lebt Gunther Holtorf am Chiemsee.

Buchinfo: Otto von Gunther Holtorf, erschienen bei riva, Dezember 2015, 208 Seiten, Hardcover, € 29,90, ISBN 978-3-86883-778-0. Danke für das Leseexemplar.

Warum Social Media so schön ist

Social Media ist unpersönlich. Da geht es nur um Likes. Das stumpft nur ab und hat mit Freundschaft nichts zu tun. Ihr kennt die Sätze? Von euren Kunden oder euren Freunden? Ich auch. Und deshalb hier eine kleine Story, die mir sehr viel überraschende Freude gemacht hat. Und die es ohne Digitale Kommunikation nicht gegeben hätte.

Angefangen hat die Geschichte (eigentlich sind es zwei) mit einem Chat auf WhatsApp und dem Hinweis, dass ich mich auf die eigenen Himbeeren freue, die auf meinem Balkon kräftig austreiben. Dass ich Beeren generell liebe und die Saison kaum erwarten kann.

Es klingelt!

Einige Tage später klingelt der Paketbote mit einem sehr merkwürdig aussehenden Päckchen von Mika. So merkwürdig, dass sogar mit Paketband unterwegs nachgebessert werden musste.

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Vorsichtig mache ich das leicht feuchte Päckchen auf. Und staune. Sauber gebündelte Erdbeeren, frisch mit dem Spaten ausgestochen, die ersten Blüten gleich mit dran.

Umzug gut überstanden

Erstaunlich, wie gut die Pflanzen den Transport und den Umzug auf meinen Balkon überstanden haben. Sie blühen munter weiter und bald steht wohl die erste Ernte an.

Erdbeeren 3

Zwei Tage später lag wieder eine mysteriöse Sendung, dieses Mal in einem leuchtend roten Luftpolsterumschlag, in meinem Postfach. So richtig Weihnachtsrot. Neugier, Neugier, Neugier.

Süße Blogger Relations

Der Lübbe Verlag hat mir einen Krimi geschickt. Nun ist das ja keine Seltenheit. Schließlich blogge ich auf Leselustich Rezensionen am laufenden Band. Aber im Umschlag war nicht nur das Buch, sondern auch ein Paket italienisches Mandelgebäck und ein charmantes Anschreiben. Passend zur Story von „Tante Poldi und die Früchte des Herrn“, einem Krimi aus Sizilien.

Lübbe Screen

Jetzt verlangt dieses Mandelgebäck ja zwingend nach einem guten Espresso. Oder einer leckeren Latte Macchiato mit einem guten Espresso darin. Also habe ich mich auf Facebook brav bei Lübbe bedankt und gleich angemerkt, dass zu einem perfekten Wochenende jetzt nur noch die passenden Böhnchen fehlen. Wie der Screenshot belegt, war das scherzhaft gemeint.

Lecker Schwarzmahler

Wieder ein paar Tage später. Der Postbote klingelt. Ein kleines Päckchen. Diesmal von Susanne. Ich schüttele. Stille! Neugier, Neugier, Neugier…

schwarzmahler 8

 

Da sind sie, die Espressobohnen. Und zwar nicht irgendwelche Espressobohnen, sondern welche von Schwarzmahler aus Stuttgart. Kannte ich noch noch nicht. Umso interessanter, was es damit auf sich hat:

„Direkter Handel“ bedeutet, dass ich meinen Rohkaffee direkt beim Erzeuger ohne den Umweg über Zwischenhändler einkaufen. Im Gegensatz zum jedoch in der Spezialitätenkaffee-Branche gängigen Verständnis des direkten Handels, halte ich am Handel mit Produzentengemeinschaften / Kooperativen fest. Warum? Die sehr hohe Qualität des Kaffees, aber auch eine breite Verteilung von Wissen und Lebensqualität in den Produktionsländern hat oberste Priorität. – Zitat Schwarzmahler

Scharzmahler beweist also guten Geschmack, nicht nur für den Gaumen. Die Latte Macchiato mit Pechschwarz von Schwarzmahler war und ist einfach nur lecker! Perfekt zu den Mandorli.

Danke für den Tipp

Danke, liebe Susanne, dass du mich auf diesen Laden aufmerksam gemacht hast. Soweit möglich, kaufe ich meinen Kaffee schon eine ganze Weile bei regionalen Röstern und weiß den geschmacklichen Unterschied sehr zu schätzen. Und den nachhaltigen sowieso.

Und danke für die liebe Karte. Der Text hat mich sehr berührt.

Ja und warum jetzt das Ganze?

Warum ich das so ausführlich schreibe? Ob ich einfach nur abzocken will? Oder sonst keine Freunde habe?

Ganz einfach: Weil ich mich darüber gefreut habe. Gefreut, dass es in meinem Umfeld Menschen gibt, die – ebenso wie ich – anderen gerne mal eine kleine Freude machen. Unangekündigt, unerwartet, eine Kleinigkeit eben. Und die sich von kleinen Nebensätzen auf sozialen Medien inspirieren lassen. Auch das ist Social Media.

Genau wie analog

Genau wie ich mich immer total über die Postkarten freue, die dank Sanne in unregelmäßigen Abständen ganz überraschend in meinem Briefkasten landen. Wie ich mich über Alines Karte aus Spanien gefreut habe, wie ich mich über Yvonnes Anruf freue, usw., usw., usw. Alles so ganz analog.

Edit: Der Fernseher, nach dem ich auf Facebook gefragt habe, ist übrigens noch nicht da 😀