Marcel Eris / Dennis Sand: Montanablack – Vom Junkie zum YouTuber

Marcel Eris hat in seinem Leben nichts ausgelassen. Alkohol, Drogen, Diebstahl, Einbrüche. Die klassische Karriere eben. Doch er kämpft sich zurück und lässt das Internet daran teilhaben. Mit Erfolg. Seine Anhänger werden von Tag zu Tag mehr.

Buxtehude im Norden Deutschlands. Eine Kleinstadt, 40.000 Einwohner. Hier wurde Marcel Eris 1988 geboren. Hier hat er seine schönsten und seine schlimmsten Momente erlebt.

Seine Eltern haben sich getrennt, als der Junge noch sehr klein war. Marcel bleibt bei der Mutter, die Wochenenden verbringt er beim Vater, einem Punk durch und durch. Hier kann sich Marcel ausprobieren, Grenzen überschreiten, sich vom trostlosen Alltag bei der Mutter erholen. Was ihr genau so zu schaffen macht, darüber redet sie nicht. Marcel weiß nur, dass sie kein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hatte. Dass sie im Heim lebte, als sie schwanger wurde. Marcel selbst liebt seine Großeltern. Sie geben ihm die Sicherheit und den Rückhalt, den der Junge braucht.

Mit den “richtigen” Freunden geht es bergab

Im Sommer 1997 lernt Marcel Jimmy kennen. Jimmy hat bereits einen Ruf an der Schule. Er ist der Pausenclown, der, der sich nichts gefallen lässt. Seine Eltern, viel beschäftigte Gastronomen kümmert das nicht. Jimmy und seine beiden deutlich älteren Brüder verbringen ihre Freizeit meist alleine im Elternhaus. Er überredet Marcel zum Diebstahl und als sie erwischt werden, schiebt er ihm hemmungslos die Schuld in die Schuhe. Die Freundschaft endet abrupt, aber der Grundstein für Marces Abstieg ist gelegt.

Neue “Freunde” kommen dazu. Jungs mit hohem Aggressionspotenzial und geringer Hemmschwelle für Straftaten. Alkohol kommt ins Spiel und dann auch Drogen. Mit einem harmlosen Joint fängt es an. Eine willkommene Flucht vor dem trostlosen Alltag, vor der Perspektivlosigkeit.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Marcel braucht immer mehr, um der Realität zu entfliehen und irgendwann ist da das Kokain. Einer der “Freunde” hat es zufällig dabei. Und natürlich ist Marcel eingeladen. Kann einfach mal probieren, ob es was für ihn ist. Auch die zweite und die dritte Ration werden noch kostenlos sein. Erst wenn Marcel ohne Kokain nervös wird, wird er zahlen müssen. Egal, wie er das Geld dafür besorgt. Die klassische Drogenkarriere eben.

Ohne die Oma hätte er es nie geschafft

Seiner Großmutter und seiner Freundin Sabrina verdankt es Marcel, dass er den Absprung schafft. Und dem Zufall und dem Zeitalter des Internet verdankt er, dass er nach dem Entzug wieder Fuß fassen kann. Als Montanablack macht er Karriere auf Youtube. Seine charismatische Lebensbeichte begeistert Tausende. Seine Leidenschaft fürs Gaming macht ihn zum Star der Szene

Während meiner langjährigen ehrenamtlichen Aktivität bei der AIDS Hilfe habe ich viele Menschen kennengelernt, die wie Marcel Eris an ihrem Alltag gescheitert sind. Auch wenn sie ihre Strafen abgesessen, den Entzug erfolgreich bewältigt haben, kamen nur wenige wieder auf die Beine. Jobsuche, wenn man vorbestraft ist? Schwierig. Wohnungssuche, wenn man keinen Job hat? Auch schwierig. Und die schlechte Perspektive begünstigt einen Rückfall.

Digitales Arbeiten für die Zukunft

Hätte es “damals” das Internet bereits in der heutigen Form gegeben, manch einer würde noch leben, weil er oder sie die Chance ergriffen hätte, sich mit einem Shop oder einer guten Idee selbstständig zu machen. So wie Montanablack.

Montanablack von Marcel Eris und Dennis Sand lege ich allen Lesern und Leserinnen ans Herz. Macht euch nicht lustig, wenn euer Nachwuchs sagt, er oder sie möchte mal Youtuber werden. Es ist nicht einfach, aber es kann klappen. Deshalb habe ich diese Rezension auch auf Ulrike kommuniziert veröffentlicht. Mein Blog rund um digitales Leben und Arbeiten.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, dass es sich lohnt, dieses Buch zu lesen, vielleicht fixt euch ja eine kleine Leseprobe an?! 😉

Marcel Eris

Geboren 1988 in Buxtehude, gehört unter seinem Künstlernamen MontanaBlack zu Deutschlands erfolgreichsten YouTubern. Auf Twitch ist er der größte deutsche Streamer. Seine Videos werden millionenfach geklickt.

Dennis Sand

Geboren 1985 in Bonn, ist Journalist und arbeitet für die WELT-Gruppe. Sein Buch Yellow Bar Mitzvah, das er gemeinsam mit dem Rapper Sun Diego verfasste, hielt sich monatelang auf den Bestsellerlisten. Sand lebt in Berlin und Hamburg.

Buchinfo: Montanablack von Marcel Eris und Dennis Sand, erschienen bei riva, März 2019, 272 Seiten, gebunden, € 19,99, ISBN: 978-3-7423-0959-4. Danke für das Leseexemplar.

SocialHub macht Teamwork leichter

SocialHub, die neue Software von Maloon aus Ingolstadt, hilft Community und Social Media Managern bei der effizienten und dienstleistungsorientierten Beantwortung aller Fan-Anfragen auf Facebook, Twitter oder Youtube. Übersichtlich wird alles in einer Inbox gebündelt und kann von dort verteilt und bearbeitet werden. In die Entwicklung ist die geballte Expertise der Social Media Szene eingeflossen, denn Maloon hat sehr viel Zeit in die Kommunikation mit Experten investiert. Die Testversion gibt es auf http://socialhub.io/.

Social, Media, Twitter, Facebook, Youtube, Dokumentation, Anfrage, bearbeiten, TeamCommunity Management ist eine Herausforderung. Wie herausfordernd, das hängt von dem jeweiligen Kommunikationsaufkommen und der eingeplanten Zeit ab. Hat man zum Beispiel auf Facebook nur wenige Anfragen pro Tag oder gar pro Woche und bearbeitet die zudem noch alleine, wird jede_r Community Manager_in einen guten Überblick haben. Deutlich komplizierter wird es bei hoher Aktivität, die nur noch von mehreren Personen bewältigt werden kann. Hier den Gesprächsverlauf jedes einzelnen Kontaktes im Blick zu haben, stellt die Mitarbeiter_innen vor große Herausforderungen. Schließlich ist hohe Dienstleistungsqualität gerade bei der Onlinekommunikation mit Kunden das A und O. Das wissen auch die Macher von Maloon, deren Ziel es ist, Software zu machen, die Menschen in ihrem Job effizient unterstützt.

SocialHub – das neue Baby von Maloon

Aktuell arbeitet man bei Maloon deshalb an SocialHub, einer Software, die alle Anfragen, Kommentare oder Tweets auf Facebook, Twitter und Youtube in einem zentralen Posteingang sammelt. Von dort können sie den gerade aktiven Mitarbeiter_innen zugewiesen und bearbeitet werden. Alle Betreuer des Accounts sehen also auf einen Blick, was es zu tun gibt.

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Was ist bisher passiert?

Auch Rückfragen in den Fachabteilungen sind aus SocialHub heraus ohne Umwege möglich. Dazu können die Anfrage aus den unterschiedlichen Netzwerken direkt per E-Mail weitergeleitet werden. Das große Plus dabei: Im Gesprächsverlauf ist die Anfrage dokumentiert. Das gilt generell für die gesamte Kommunikation, denn auf Transparenz hat Maloon großen Wert gelegt. Nur so lässt sich die Bearbeitung durch wechselnde Mitarbeiter_innen problemlos und ohne große Nachfragen gewährleisten.

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Das kannst Du abhaken

Nein, nicht SocialHub. Das sollte man definitiv nicht ungesehen abhaken. Aber alle Rückmeldungen, die keiner weiteren Bearbeitung beziehungsweise keiner Antwort bedürfen, können mit einem Klick abgehakt und archiviert werden. Angezeigt wird also nur noch, was wirklich Arbeit macht.

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Wisdom of the Crowd

Aber SocialHub ist nicht nur ein äußerst hilfreiches Tool für Community und Social Media Manager_innen. Es ist auch ein gutes Beispiel für die Schwarmintelligenz der Social Media Szene. Denn vor der eigentlichen Umsetzung ihrer Idee, ein potentes Werkzeug zur Bearbeitung von Social Media Anfragen zu entwickeln, hat Maloon viele Stunden in Gespräche mit Experten der Szene, zum Beispiel über den Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation und Social Media, investiert. Auch ich habe mir die Zeit für ein „Interview“ genommen, mir dann eine frühe Demoversion angesehen und jetzt die Beta von SocialHub. Und ich muss sagen, diese „kleine“ Hilfe ist wirklich gelungen. Die Oberfläche ist für jeden, der sich im Netz bewegt sehr intuitiv, die Umsetzung sehr pragmatisch. Kein überflüssiger Schnickschnack lenkt vom Wesentlichen ab.

Dabei ist die Entwicklung von SocialHub ständig im Fluss. Für die Beta-Tester gibt es eine Feedbackgruppe auf Facebook. Rückmeldungen können natürlich auch per Uservoice direkt über die Plattform gegeben werden. Hier ist für alle einsehbar das gesamte Feedback aller Nutzer aufgelistet und alle können abstimmen, welches Feature ihnen am wichtigsten ist. Die Wünsche, die die meisten Votings auf sich vereinigen können, haben bei der weiteren Entwicklung höchste Priorität. So wird gewährleistet, dass sich SocialHub wirklich an den sich ändernden Bedürfnissen in der Praxis orientiert und den Nutzern eine effiziente Hilfe ist.

Wer sich jetzt fragt, warum ich Werbung für SocialHub mache, den kann ich beruhigen: Nein, ich bekomme weder Geld noch sonstige Vergünstigungen dafür. Mir hat schlicht und einfach gefallen, was ich gesehen habe. Und das will ich – wie im Fall von Trello – mit meinen Lesern teilen.

Neugierig geworden? Hier gibt es die kostenlose Testversion von SocialHub.