Kanban, WordPress, Blognetz, Kompetenzen: Das waren meine Themen 2013

Auch wenn ich meine Blogs „nur“ betreibe, um meine Leser_innen an meinen Erfahrungen und Interessen teilhaben zu lassen und nicht, um damit Geld zu verdienen, ist es sinnvoll, ab und zu einen Blick zurück zu werfen. Welche Themen erhielten den meisten Zuspruch? Wie stehe ich aktuell zu diesen Themen? Sind sie für mich noch wichtig oder haben sie nur befristet meinen Weg gesäumt?

Kanban, die unbestrittene Nummer eins

Seit gut sechs Monaten beschäftige ich mit jetzt mit Kanban und kann sagen: Das bleibt auch 2014 ein Dauerbrenner in meinem Blog. Auslöser, mich damit auseinander zu setzen, war mein Jobwechsel und die dadurch gewonnenen Freiheiten. Arbeiten von daheim in Teilzeit mit weitgehend freier Zeiteinteilung. Ich kenne mich und hatte Respekt davor, mich hier zu verzetteln.

Kanban, Kaizen, Projektmanagement, Optimierung, Pull
Cover: http://www.dpunkt.de

Rückblickend kann ich sagen: Kanban, beziehungsweise meine Trello Boards werden mich auch in Zukunft begleiten und mehr denn je an Bedeutung gewinnen. Denn seit Januar ist eine zweite Teilzeitstelle dazu gekommen.

Das findet ihr zu Kanban und Trello in diesem Blog: Alle Blogposts anzeigen

WordPress.com vs. Selfhosting WordPress

Die Frage „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem WordPress Account, der direkt bei WordPress liegt und der WordPress Version, die ich auf meinem eigenen Server installiere“ habe offensichtlich nicht nur ich mir gestellt. Zu der Themenwahl kam es ganz zufällig. Ich wollte ein „Aufklappmenue“ für meine Blogs haben, aber irgendwie hat nichts geklappt.

Wordpress, Blog, Plugin

Dann wurde mir das perfekte Plugin empfohlen. Stunden habe ich investiert, um es zu installieren. Vergebens.  In meinem Netzwerk – für das ich übrigens unendlich dankbar bin – fand sich zwar bereitwillig Hilfe, aber auch damit ließ sich das Plugin nicht installieren. Mehr durch Zufall fanden wir dann heraus, dass ich mit meinem wordpress.com Account ganz einfach keine Plugins installieren kann! Der Auftakt, über weitere Unterschiede zu recherchieren und diese auch z.B. beim Webmontag in Stuttgart zu präsentieren.

Das findet ihr zu WordPress in meinem Blog:

Blognetz: Deutschlands Blogger vernetzen sich

Viel Aufmerksamkeit wurde auch der Initiative Blognetz von Luca Hammer zuteil. Daran hatte sicher auch die spektakuläre Art und Weise, wie das Projekt Fahrt aufnahm, seinen Anteil. Auf Facebook wurde eine Idee losgetreten, die sich nahezu verselbstständigt hat. In Windeseile wurde die Idee im Netz weitergetragen und Menschen, die nie zuvor zusammengearbeitet hatten, brachten sich ein und stellten gemeinsam etwas Neues auf die Beine.

Blogger, Vernetzung, Deutschland
Wie sind die Blogger Deutschlands auf Facebook vernetzt? Luca Hammer visualisiert es.

Für mich war das ein Blick in die Zukunft unserer Arbeitswelt. Wie potent Teams sein können, die sich ihren Kompetenzen entsprechend selbst organisieren.

Das findet ihr zu Blognetz in meinem Blog:

Überhaupt, die Arbeitswelt von morgen. Auch sie hat mich immer wieder beschäftigt.

Wie setzen wir heterogene, transparent arbeitende Teams um und was bedeutet Führung für diese Teams. Welche Kompetenzen brauchen wir dafür und wer hat sie? Welche Vorteile bringt die digitale Evolution für die Vereinbarkeit von Job und Familie? Und wie entwickeln sich dabei die Chancen der Frauen  am Arbeitsmarkt. Ein Themenfeld, mit dem ich mich 2014 ganz sicher intensiver befassen werde. Ich bin gespannt, wie nahe wir hier Sven Gabor Janszkys Prognosen in „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“ kommen werden.

Treu bleiben werde ich auch meinen „Einfach so“ Tagen. Mir ist es wichtig, nicht alles einfach so als gegeben hinzunehmen, was ich habe oder was mir zuteil wird. Also werde ich weiterhin Menschen Danke sagen, die mir Gutes getan haben und versuchen, mit meinem Tun anderen ohne großen Aufwand ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Spätestens mit der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“, an der ich auch dieses Jahr teilnehmen werde, wird zu dieser Rubrik ein neuer Blogpost hinzu kommen.

Es bleibt also spannend und vielfältig bei „Ulrike kommuniziert“.

 

Janszky/Abicht: 2025 – So arbeiten wir in der Zukunft

Wir reisen ins Jahr 2025. Familie Seedorf lebt in einem modernen Neubau mit allen technischen Errungenschaften ihrer Zeit. Wir dürfen für eine kurze Zeit im Gästezimmer einziehen und der Familie bei allem, was sie tut, über die Schulter schauen. Das Ergebnis: Ein lebendiger Blick in die Zukunft, die uns erwartet.

Zukunft, Arbeit, Job, Janszky
Cover: Goldegg Verlag

2009 nahm Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky seine Leser zum ersten Mal mit in die Zukunft. Gemeinsam mit der fiktiven Familie Seedorf durchlebten sei einen ganz normalen Tag im Jahr 2020. Auch 2025 stehen die Seedorfs im Zentrum des Geschehens. Und was sie in ihrem Alltag erleben, ist so vielseitig, dass ich beschlossen habe, “2025 – So arbeiten wir in der Zukunft” in mehreren Schritten zu rezensieren.

Warum gerade Sven Gábor Jánszky

Sven Gábor Jánszky habe ich beim Wirtschaftskongress Spitzenfrauen in Stuttgart zum ersten Mal gesehen und gehört. In seiner Präsentation und dem anschließenden Workshop fand ich so viele meiner persönlichen Vorstellungen der Arbeitswelt von morgen bestätigt, dass ich hoch motiviert und mit konkreten Ideen für meine persönliche Zukunft nach Hause gegangen bin. Kein Wunder also, dass ich mich auf dieses Buch gefreut habe.

So, und nun zur Familie Seedorf

Donnerstag, 05:52 Uhr: Aufstehen mit Rob, dem persönlichen Assistenten

Peter wird langsam wach, auch ohne Wecker. Den hat er beim Umzug in das neue Haus 2022 abgeschafft. Ist ja auch dank der Fenster, die ihre Lichtdurchlässigkeit und Tapeten, die ihr Helligkeit selbst regulieren, überflüssig geworden. Ganz egal, welche Jahreszeit gerade ist, immer wird man sanft durch die ansteigende Helligkeit geweckt. Heute haben sich Fenster und Tapete offenichtlich mit dem Kalender kurz geschlossen. Um 06:30 Uhr steht ein wichtiges Telefonat auf dem Plan, für das er wach und ausgeruht sein sollte.

Im Badezimmer schaltet Peter – wie üblich – als Erstes den Spiegel ein. Rob, sein persönlicher Assistent, erscheint und spielt ihm alle wichtigen Informationen ein: relevantes Blog, neue E-Mails, Presseberichte, Börsenkurse. Beim Zähneputzen verschafft sich Peter einen ersten Überblick für den Tag. Dass Rob nichts Wichtiges vergessen hat, darauf kann sich Peter verlassen, denn Rob ist eine hochentwickelte, selbstlernende Software, die aus Peters Leben nicht mehr wegzudenken ist.

Alles nur coole Geschichten oder was?

Was wie eine coole Science Fiction Story klingt, wird gleich im Anschluss an jedes “Alltagskapitel” mit Fakten untermauert. Eines der Hauptthemen dieser Szene ist das Internet der Dinge. Alle Geräte, Tassen, Teller, Spiegel, kurz jeder Gegenstand hat eine eigene IP-Adresse. Synchronisation und Datenaustausch finden kontinuierlich statt. Das bedeutet nicht, dass diese Geräte eigenständige Computer sind, sie lassen sich aber in Betriebssysteme einbinden und steuern.

2025 werden wir für die Steuerung unserer Geräte natürlich keine Hand mehr anlegen müssen. Neben der Stimmerkennung wird sich auch Gesten- und Gedankensteuerung längst etabliert haben. Unsere Wünsche sollen möglichst schon erfüllt werden, wenn wir nur daran denken. Und dieses System sollte noch dazu selbstlernenden sein, damit es künftig sogar unseren Wünschen voraus ist.

Damit stellt sich automatisch die Frage, wer die Hoheit über alle diese Prozesse haben wird. Wir müssen lernen, Technologie zu vertrauen. Ich vermute, dass hier die Entwicklung der erforderlichen technischen Voraussetzungen schneller sein wird als das Umdenken in den Köpfen der Gesellschaft.

Mehr zu “2025 – So arbeiten wir in der Zukunft” demnächst in meinem Blog.

Lothar Abicht

Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Abicht ist Autor von weit über hundert wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Studien, Zeitschriften und Büchern. Als Geschäftsführer des Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw) in Halle ist er einer der renommiertesten Experten in Deutschland für Bildungsforschung und die demografischen Auswirkungen auf die Erwachsenenbildung.

Sven Gábor Jánszky

Dipl.-Journ. Sven Gábor Jánszky ist der Shooting-Star unter Deutschlands Trendforschern. Seine Prognosen zu den Lebenswelten 2020 prägen die Zukunftsplanungen der Marken-Medien-Technologie-Branche. Bereits seit acht Jahren entwirft er mit 300 Innovations-Chefs vieler Branchen jene Geschäftsmodelle und Produkte, die unsere Zukunft prägen werden.

Er coacht Manager in Prozessen des Innovationsmanagements und ist gern gesehener Keynote-Speaker auf Konferenzen und Strategietagungen.Folgen Sie Sven Gábor Jánszky in eine faszinierende Science-Fiction-Welt, in der Sie morgen schon leben könnten und entdecken Sie die innovativsten Trends, Geschäftsmodelle und Zukunftsrezepte. Verbringen Sie mit ihm einen ganzen Tag in Ihrer Zukunft.

Buchinfo: 2025 – So arbeiten wir in der Zukunft von Sven Gábor Jánszky und Lothar Abicht, erschienen bei Goldegg Verlag, Mai 2013, 288 Seiten, gebunden, € 24,90, ISBN: 978-3-902-90305-1