Leseempfehlung: Matthias Horx – Zukunft wagen

Zukunft ist Veränderung. So ist es immer gewesen und so wird es immer sein. Und trotzdem macht Veränderung vielen Menschen Angst. Matthias Horx nimmt diese Angst ins Visier und räumt ganz nebenbei mit vielen Gerüchten auf.

Matthias Horx, Zukunft wagenUnsere Welt ist im Umbruch. Schon immer gewesen. Dafür sorgen zum einen so genannte Megatrends, also langfristige Entwicklungen, die entscheidenden Einfluss auf unsere Gesellschaft nehmen. Aktuell sind hier Globalisierung, Digitalisierung oder Altersentwicklung zu nennen. Zum anderen sorgen klimatische Veränderungen, Kriege und wachsender Wohlstand für Veränderungen.

Nicht nur Deutschland kamen diese Veränderungen in der Vergangenheit sehr zu Gute. Wie Matthias Horx darlegt, gab es noch nie wo wenig Kriege in der Welt und rund 80 % der Gesamtbevölkerung ging es wirtschaftlich noch nie so gut. Für weitere 16 % sind die Bedingungen gleich geblieben und 4 % haben sich verschlechtert.

Krise als Geschäftsmodell

Wie? Wenig Kriege und weltweit steigender Wohlstand? Irgendwie fühlt sich das in unseren Medien aber ganz anders an. Da hört man nichts davon, dass sich – wenn auch bescheidener – Wohlstand in vielen Ländern breit macht, die wir noch als gänzlich “unterentwickelt” abgespeichert haben. Länder, in denen die Kindersterblichkeit rapide sinkt, was zu einer sinkenden Geburtenrate insgesamt führt. Solche Nachrichten bringen eben keine Quote. Brot und Spiele – Das Volk will unterhalten sein. Nicht nur im alten Rom und nicht nur an Halloween.

Deshalb ergehen sich die Medien in Horrorszenarien:

  • “Wohlstand am Ende – Politik versagt – Europa am Abgrund”
  • “Die Demokratie bricht auseinander”
  • “Wir werden in eine Weltwirtschaftskrise rutschen”

Krise ist das neue Geschäftsmodell der Medien. Und Krise ruft die “hysterischen Stammtische” auf den Plan. Die “apokalyptischen Spießer”, wie Horx sie nennt. Menschen, die sich dieses Medientrends bedienen, Ängste anderer Menschen weiter schüren, um sie auf ihre Seite zu ziehen. Dabei schrecken sie vor Lügen, Gerüchten und Opfern nicht zurück.

Wer offen ist für Neues, wird selten enttäuscht

Auch das erleben wir aktuell täglich in den Medien. Menschen, die wie die Lemminge rechten Anheizern hinterherlaufen. Die kritiklos Hetzparolen skandieren und sich willig für rechte Propaganda instrumentalisieren lassen. Und das alles nur, weil sie Angst vor Veränderung haben, nicht offen für Neues sein können oder wollen. Und weil sie kein Vertrauen in die Zukunft haben. Dabei müssten doch gerade wir in Deutschland dieses Vertrauen haben.

Vielleicht sind unsere Ansprüche inzwischen einfach so hoch, dass wir den Bezug zur Realität verloren haben. Immer, wenn etwas noch besser wird, legen wir automatisch die Latte für das, was “normal” ist, noch ein Stückchen höher. Die geringste Abweichung von dieser Erwartung wird dann sofort als Bedrohung empfunden und lauthals beklagt. Dabei ändert sich nichts schlagartig. In der Regel verändern sich innerhalb von 10 Jahren:

  • 80 % unserer Umgebung überhaupt nicht
  • 16 % leicht
  • und nur 4 % sind ganz neu.

Damit erweitern sich permanent unsere Möglichkeiten. Wir müssen es nur wollen und uns einlassen.

Was die Raupe das Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling
Lao Tse.

Mit “Zukunft wagen” hat Matthias Horx ein Buch geschrieben, das ich verschlungen habe. Passenderweise als eines der ersten auf meinem neuen eBook Reader. Bislang war ich ja Papier-Fan.

Kaufen, lesen, inspirieren lassen!

Es ist super spannend, wie Horx sowohl Vergangenheit also auch Gegenwart und Zukunft beleuchtet und dabei so manchen Irrglauben und manches Vorurteil zurecht rückt. Dabei handelt es sich nicht um Spinnereien eines Zukunftsforschers. Horx belegt seine Aussagen ausgiebig mit Quellen und macht damit richtig Lust auf die Zukunft. Ganz egal, ob er beschreibt, wie die Natur rund um Tschernobyl heute aussieht – üppiges Grün statt toter Baumgerippe – oder wie schnell sich Wissenschaft und Kultur außerhalb Deutschlands durch die Vertreibungs- und Vernichtungspolitik der Nazis entwickelt haben.

Als Mensch, der sowieso sehr neugierig und offen ist, wenn es um Zukunft geht, hat mich Matthias Horx sehr inspiriert. Ich lege dieses geniale Buch allen ans Herz, die sich für die Entwicklung unserer Gesellschaft interessieren und die offen und erwartungsfroh in die Zukunft blicken. Wer sich einlässt, wird immer gewinnen.

Matthias Horx

Matthias Horx, geboren 1955, ist der profilierteste und einflussreichste Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum und Autor vieler erfolgreicher Bücher. 1999 gründete er das Zukunftsinstitut, einen Prognose-Think-Tank, der heute zahlreiche europäische Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen berät. Seit 2007 ist er auch Dozent für Trend- und Zukunftsforschung an der Zeppelin-Universität, Friedrichshafen. Zuletzt erschien von ihm bei DVA Das Megatrend-Prinzip. Wie die Welt von morgen entsteht (2011).

Buchinfo: Zukunft wagen von Matthias Horx, erschienen bei DVA, November 2013, eBook, ISBN: 978-3-641-12860-9, € 11,99. Danke für die Bereitstellung des Leseexemplares.

TGIF war gestern, TGIM FTW!*

30 junge Akademiker aus 25 Disziplinen gründen eine 2009 Agentur. Alle sind gleichberechtigt. Einen Chef oder eine Chefin gibt es nicht. Geht nicht? Doch, geht bei Dark Horse Innovation sehr wohl. Und zwar mit wachsendem Erfolg.

Thank God it's Monday, TGIM. Dark Horse, new WorkWer mich kennt, weiß, dass eines meiner Steckenpferde das Thema “Wie arbeiten wir in der Zukunft” ist. Und zwar weniger in der Theorie denn in der Praxis. In der digitalen Welt, in der ich arbeite, unterliegt die Strategie permanenter schneller Veränderung. Abgesehen davon, dass ich diese Veränderung sehr mag, bekomme ich dadurch auch neue Trends im Arbeitsleben meines Netzwerkes früh mit.

Während sich die Literatur zu den Arbeiten in der Zukunft Themen in den letzten Jahren in vagen Hinweisen, dass ETWAS getan werden müsse, erging, wird es seit 2014 zunehmend konkreter. Miriam Specht, Inhaberin von Yellow Frog und Board Mitglied der bwcon New Work Gruppe hat in Stuttgart zum Beispiel neue Wege in der Potenzial Analyse etabliert.

In Berlin lebt Dark Horse Innovation Agentur ihr Modell von Zukunftsarbeit. Ein Modell, dass ich wegweisend für die Zukunft sehe und das vor allem für diejenigen ein harter Brocken sein wird, die großen Wert auf Hierarchien und ihren Aufstieg darin sehen.

Wer oder was ist Dark Horse Innovation?

Dark Horse Innovation, das sind 30 junge Akademiker aus 25 Fachbereichen, die sich aus dem Studium Design Thinking kennen. 2009 haben sie eine Agentur gegründet. Eine Agentur mit 30 gleichberechtigten Gründern.

30 Häuptlinge und keine Indianer? Wie soll das denn klappen?

Ich wette, diese Frage stellen sich jetzt die ersten Leser. Dabei klappt das ganz einfach. Nämlich dann, wenn es keine Unterscheidung in Häuptling und Indianer mehr gibt. Wenn alle ein gemeinsames Ziel verfolgen und gemeinsam ihre Kräfte und Erfahrungen bündeln, um dieses zu erreichen. Wenn alle Chef sind und gleichzeitig niemand.

Kein einfacher Weg, wie sie in ihrem Buch Thank God it’s Monday offen darlegen. Denn auch in ihrem Modell muss das individuelle Einkommen geregelt, die Spülmaschine ein- und ausgeräumt und Klopapier gekauft werden. Inspiration gab unter anderem das Klosterleben, das das Individuum so weit als möglich achtet, gleichzeitig die Gemeinschaft lebt und von wirtschaftlichen Aspekten bestimmt wird.

Es gab Streit und Unruhe aber man hat sich immer wieder zusammegerauft und weiterentwickelt. Aus den “30 Spinnern” ist längst eine ernstzunehmende Agentur geworden, die von namhaften Kunden gebucht wird.

Erfolgreich durch Vielfalt und Mut

Durch die breite Aufstellung – wir erinnern uns, 30 Leute aus 25 Disziplinen – finden sich je nach Anforderung immer neue Teams zusammen. Man respektiert sich gegenseitig, lernt voneinander und entwickelt so innovative Herangehensweisen, wie sie in Agenturen mit Silo-Struktur nur schwer umzusetzen wären. Gleichzeitig wird die interne Struktur von Dark Horse Innovation immer häufiger zum Gegenstand von Anfragen.

Kurz gesagt: Dark Horse Innovation ist erfolgreich und wer ihr Buch liest, versteht auch, weshalb. Sofern er oder sie bereits das passende Mindset dafür hat.

Ja, aber…

In einem Punkt widerspreche ich den Dark Horse Innovators aber ganz entschieden. Sie sagen, sie haben dieses Buch für ihre Generation, die Generation Y, geschrieben. Um zu erklären, welche neuen Ansprüche diese in die Arbeitswelt bringt. Und auch um ihren Eltern zu erklären, was sie da genau treiben.

In meinem Umfeld ist es aber aktuell gerade diese Elterngeneration, die aus dem Hamsterrad ausbricht. Die sich mit Mitte/Ende 40 eine Auszeit nimmt und die berufliche Zukunft komplett neu überdenkt. Bewusst und geplant. Und die sehr viel Mut hat, die vermeintliche Sicherheit zugunsten eines erfüllten Arbeitslebens über Bord zu werfen.

TGIF war gestern, TGIM (Thank God it’s Monday) ist für viele von uns bereits heute.

Herzblut statt Burnout heißt das Motto der Zukunft.

* TGIF = Thank God it’s Friday, TGIM = Thank God it’s Monday, FTW = For the win!

Dark Horse Innovation

Dark Horse Innovation – das sind 30 junge Gründer aus 25 unterschiedlichen Disziplinen, die sich 2009 mit einer Innovationsberatung in Berlin selbständig machten. Sie sind Akademiker vom Ingenieur über die Betriebswirtin und die Philosophin bis zum Designer. In ihrer Agentur entwickeln sie innovative Produkte und Services für und mit Konzernen, Mittelständlern und NGOs und gestalten den arbeitskulturellen Wandel.

Buchinfo: Thank God it’s Monday von Dark Horse Innovation, erschienen bei Econ, September 2014, 208 Seiten, € 16,99, ISBN-13 9783430201711

Kanban, WordPress, Blognetz, Kompetenzen: Das waren meine Themen 2013

Auch wenn ich meine Blogs „nur“ betreibe, um meine Leser_innen an meinen Erfahrungen und Interessen teilhaben zu lassen und nicht, um damit Geld zu verdienen, ist es sinnvoll, ab und zu einen Blick zurück zu werfen. Welche Themen erhielten den meisten Zuspruch? Wie stehe ich aktuell zu diesen Themen? Sind sie für mich noch wichtig oder haben sie nur befristet meinen Weg gesäumt?

Kanban, die unbestrittene Nummer eins

Seit gut sechs Monaten beschäftige ich mit jetzt mit Kanban und kann sagen: Das bleibt auch 2014 ein Dauerbrenner in meinem Blog. Auslöser, mich damit auseinander zu setzen, war mein Jobwechsel und die dadurch gewonnenen Freiheiten. Arbeiten von daheim in Teilzeit mit weitgehend freier Zeiteinteilung. Ich kenne mich und hatte Respekt davor, mich hier zu verzetteln.

Kanban, Kaizen, Projektmanagement, Optimierung, Pull
Cover: http://www.dpunkt.de

Rückblickend kann ich sagen: Kanban, beziehungsweise meine Trello Boards werden mich auch in Zukunft begleiten und mehr denn je an Bedeutung gewinnen. Denn seit Januar ist eine zweite Teilzeitstelle dazu gekommen.

Das findet ihr zu Kanban und Trello in diesem Blog: Alle Blogposts anzeigen

WordPress.com vs. Selfhosting WordPress

Die Frage „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem WordPress Account, der direkt bei WordPress liegt und der WordPress Version, die ich auf meinem eigenen Server installiere“ habe offensichtlich nicht nur ich mir gestellt. Zu der Themenwahl kam es ganz zufällig. Ich wollte ein „Aufklappmenue“ für meine Blogs haben, aber irgendwie hat nichts geklappt.

Wordpress, Blog, Plugin

Dann wurde mir das perfekte Plugin empfohlen. Stunden habe ich investiert, um es zu installieren. Vergebens.  In meinem Netzwerk – für das ich übrigens unendlich dankbar bin – fand sich zwar bereitwillig Hilfe, aber auch damit ließ sich das Plugin nicht installieren. Mehr durch Zufall fanden wir dann heraus, dass ich mit meinem wordpress.com Account ganz einfach keine Plugins installieren kann! Der Auftakt, über weitere Unterschiede zu recherchieren und diese auch z.B. beim Webmontag in Stuttgart zu präsentieren.

Das findet ihr zu WordPress in meinem Blog:

Blognetz: Deutschlands Blogger vernetzen sich

Viel Aufmerksamkeit wurde auch der Initiative Blognetz von Luca Hammer zuteil. Daran hatte sicher auch die spektakuläre Art und Weise, wie das Projekt Fahrt aufnahm, seinen Anteil. Auf Facebook wurde eine Idee losgetreten, die sich nahezu verselbstständigt hat. In Windeseile wurde die Idee im Netz weitergetragen und Menschen, die nie zuvor zusammengearbeitet hatten, brachten sich ein und stellten gemeinsam etwas Neues auf die Beine.

Blogger, Vernetzung, Deutschland
Wie sind die Blogger Deutschlands auf Facebook vernetzt? Luca Hammer visualisiert es.

Für mich war das ein Blick in die Zukunft unserer Arbeitswelt. Wie potent Teams sein können, die sich ihren Kompetenzen entsprechend selbst organisieren.

Das findet ihr zu Blognetz in meinem Blog:

Überhaupt, die Arbeitswelt von morgen. Auch sie hat mich immer wieder beschäftigt.

Wie setzen wir heterogene, transparent arbeitende Teams um und was bedeutet Führung für diese Teams. Welche Kompetenzen brauchen wir dafür und wer hat sie? Welche Vorteile bringt die digitale Evolution für die Vereinbarkeit von Job und Familie? Und wie entwickeln sich dabei die Chancen der Frauen  am Arbeitsmarkt. Ein Themenfeld, mit dem ich mich 2014 ganz sicher intensiver befassen werde. Ich bin gespannt, wie nahe wir hier Sven Gabor Janszkys Prognosen in „2025 – So arbeiten wir in der Zukunft“ kommen werden.

Treu bleiben werde ich auch meinen „Einfach so“ Tagen. Mir ist es wichtig, nicht alles einfach so als gegeben hinzunehmen, was ich habe oder was mir zuteil wird. Also werde ich weiterhin Menschen Danke sagen, die mir Gutes getan haben und versuchen, mit meinem Tun anderen ohne großen Aufwand ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Spätestens mit der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“, an der ich auch dieses Jahr teilnehmen werde, wird zu dieser Rubrik ein neuer Blogpost hinzu kommen.

Es bleibt also spannend und vielfältig bei „Ulrike kommuniziert“.

 

Janszky/Abicht: 2025 – So arbeiten wir in der Zukunft

Wir reisen ins Jahr 2025. Familie Seedorf lebt in einem modernen Neubau mit allen technischen Errungenschaften ihrer Zeit. Wir dürfen für eine kurze Zeit im Gästezimmer einziehen und der Familie bei allem, was sie tut, über die Schulter schauen. Das Ergebnis: Ein lebendiger Blick in die Zukunft, die uns erwartet.

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Cover: Goldegg Verlag

2009 nahm Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky seine Leser zum ersten Mal mit in die Zukunft. Gemeinsam mit der fiktiven Familie Seedorf durchlebten sei einen ganz normalen Tag im Jahr 2020. Auch 2025 stehen die Seedorfs im Zentrum des Geschehens. Und was sie in ihrem Alltag erleben, ist so vielseitig, dass ich beschlossen habe, “2025 – So arbeiten wir in der Zukunft” in mehreren Schritten zu rezensieren.

Warum gerade Sven Gábor Jánszky

Sven Gábor Jánszky habe ich beim Wirtschaftskongress Spitzenfrauen in Stuttgart zum ersten Mal gesehen und gehört. In seiner Präsentation und dem anschließenden Workshop fand ich so viele meiner persönlichen Vorstellungen der Arbeitswelt von morgen bestätigt, dass ich hoch motiviert und mit konkreten Ideen für meine persönliche Zukunft nach Hause gegangen bin. Kein Wunder also, dass ich mich auf dieses Buch gefreut habe.

So, und nun zur Familie Seedorf

Donnerstag, 05:52 Uhr: Aufstehen mit Rob, dem persönlichen Assistenten

Peter wird langsam wach, auch ohne Wecker. Den hat er beim Umzug in das neue Haus 2022 abgeschafft. Ist ja auch dank der Fenster, die ihre Lichtdurchlässigkeit und Tapeten, die ihr Helligkeit selbst regulieren, überflüssig geworden. Ganz egal, welche Jahreszeit gerade ist, immer wird man sanft durch die ansteigende Helligkeit geweckt. Heute haben sich Fenster und Tapete offenichtlich mit dem Kalender kurz geschlossen. Um 06:30 Uhr steht ein wichtiges Telefonat auf dem Plan, für das er wach und ausgeruht sein sollte.

Im Badezimmer schaltet Peter – wie üblich – als Erstes den Spiegel ein. Rob, sein persönlicher Assistent, erscheint und spielt ihm alle wichtigen Informationen ein: relevantes Blog, neue E-Mails, Presseberichte, Börsenkurse. Beim Zähneputzen verschafft sich Peter einen ersten Überblick für den Tag. Dass Rob nichts Wichtiges vergessen hat, darauf kann sich Peter verlassen, denn Rob ist eine hochentwickelte, selbstlernende Software, die aus Peters Leben nicht mehr wegzudenken ist.

Alles nur coole Geschichten oder was?

Was wie eine coole Science Fiction Story klingt, wird gleich im Anschluss an jedes “Alltagskapitel” mit Fakten untermauert. Eines der Hauptthemen dieser Szene ist das Internet der Dinge. Alle Geräte, Tassen, Teller, Spiegel, kurz jeder Gegenstand hat eine eigene IP-Adresse. Synchronisation und Datenaustausch finden kontinuierlich statt. Das bedeutet nicht, dass diese Geräte eigenständige Computer sind, sie lassen sich aber in Betriebssysteme einbinden und steuern.

2025 werden wir für die Steuerung unserer Geräte natürlich keine Hand mehr anlegen müssen. Neben der Stimmerkennung wird sich auch Gesten- und Gedankensteuerung längst etabliert haben. Unsere Wünsche sollen möglichst schon erfüllt werden, wenn wir nur daran denken. Und dieses System sollte noch dazu selbstlernenden sein, damit es künftig sogar unseren Wünschen voraus ist.

Damit stellt sich automatisch die Frage, wer die Hoheit über alle diese Prozesse haben wird. Wir müssen lernen, Technologie zu vertrauen. Ich vermute, dass hier die Entwicklung der erforderlichen technischen Voraussetzungen schneller sein wird als das Umdenken in den Köpfen der Gesellschaft.

Mehr zu “2025 – So arbeiten wir in der Zukunft” demnächst in meinem Blog.

Lothar Abicht

Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Abicht ist Autor von weit über hundert wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Studien, Zeitschriften und Büchern. Als Geschäftsführer des Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw) in Halle ist er einer der renommiertesten Experten in Deutschland für Bildungsforschung und die demografischen Auswirkungen auf die Erwachsenenbildung.

Sven Gábor Jánszky

Dipl.-Journ. Sven Gábor Jánszky ist der Shooting-Star unter Deutschlands Trendforschern. Seine Prognosen zu den Lebenswelten 2020 prägen die Zukunftsplanungen der Marken-Medien-Technologie-Branche. Bereits seit acht Jahren entwirft er mit 300 Innovations-Chefs vieler Branchen jene Geschäftsmodelle und Produkte, die unsere Zukunft prägen werden.

Er coacht Manager in Prozessen des Innovationsmanagements und ist gern gesehener Keynote-Speaker auf Konferenzen und Strategietagungen.Folgen Sie Sven Gábor Jánszky in eine faszinierende Science-Fiction-Welt, in der Sie morgen schon leben könnten und entdecken Sie die innovativsten Trends, Geschäftsmodelle und Zukunftsrezepte. Verbringen Sie mit ihm einen ganzen Tag in Ihrer Zukunft.

Buchinfo: 2025 – So arbeiten wir in der Zukunft von Sven Gábor Jánszky und Lothar Abicht, erschienen bei Goldegg Verlag, Mai 2013, 288 Seiten, gebunden, € 24,90, ISBN: 978-3-902-90305-1