Der Weltmarktführer für Glückskekse kommt aus Baden-Württemberg #PlaceToBW

Ein altes chinesisches Sprichwort besagt: Baden-Württemberg bringt Glück – und macht glücklich. Daran ist vermutlich auch die Sweet & Lucky GmbH Gondelsheim “schuld”, denn sie ist Weltmarktführer bei Glückskeksen. Kein Wunder also, dass die Menschen in Baden-Württemberg die zufriedensten Menschen Deutschlands sind.

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Schon vor der Manufaktur empfängt einen der Duft frisch gebackener Glückskekse. (Foto: Johannes Schlörb)

Wie kommt man auf die Idee, in Gondelsheim bei Pforzheim eine Manufaktur für Glückskekse zu gründen? Ganz einfach. In der Familie gibt es bereits eine eigene Getreidemühle und eine Foliendruckerei. Also dachten sich die Geschwister Alexandra, Christoph und Viktoria Brauch 2003: Machen wir doch was mit Mehl, was in Folie verpackt wird. Und was lag da näher als der Glückskeks?!

40 Millionen Glückskekse pro Jahr

40 Millionen Kekse werden inzwischen im Baden-Württembergischen Gondelsheim pro Jahr auf höchstem Qualitätsstandard produziert. Möglich ist dies durch eine ausgeklügelte Kombination aus Handwerk, Technik und Kreativität.

Glückskekse haben eine komplizierte Form und sind zudem sehr fragil. Neben viel Fingerspitzengefühl, z.B. bei der Verpackung, ist deshalb auch eine ausgefeilte Technik gefragt. Die Maschinen zum Backen, Formen und Einlegen der Sprüche sind logischerweise Sonderanfertigungen, die nur zum Teil für Besucher einsehbar sind.

Warum es keine knallbunten Kekse gibt

Auch bei der Teigzubereitung halten sich die Gondelsheimer bedeckt. Schließlich liegt hier doch eines der Geheimnisse ihres Erfolges. Tatsächlich schmecken Sweet & Lucky Glückskekse einfach lecker. Herrlich knusprig mit leichter Vanillenote. Auf Wunsch sogar in reiner Bio Qualität. Denn auf die Zutaten legt man großen Wert. Künstliche Farbstoffe kommen z.B. nicht zum Einsatz. Damit scheiden knallbunte Kekse aus, auch wenn der Kunde genau diese möchte.

Die schwarzen Pechkekse, die bei unserem Besuch gerade im Auftrag produziert wurden, sind übrigens mit Pflanzenasche gefärbt und schmecken genau wie ihre hellen Gegenstücke. Rein optisch würde man sich vermutlich über ein Lakritzaroma weniger wundern.

Keine Karriere als Pechkeksspruch-Schreiberin

Ich wollte mich gleich als Pechkeksspruch-Schreiberin bewerben, aber für das Pech ist man im Hause Sweet & Lucky – wie der Name schon sagt – nicht zuständig. Hier wurde nur Produktion und Verpackung übernommen, für alles andere sorgt der Kunde selbst. Schließlich stehen in Gondelsheim mehrere Optionen zur Auswahl: Standardkekse mit Standardverpackung, Standardkekse mit individueller Verpackung, individuelle Kekse mit individueller Verpackung. Parallel dazu gibt es im Online-Shop dann auch noch Motto-Kekse, z.B. Hochzeits- oder Liebe ist…-Kekse. Natürlich mit den entsprechend angepassten Sprüchen.

Apropos Sprüche: Auch die gestaltet und aktualisiert das kreative Team selbst. Hier ist man offen für Feedback. Wer einen guten Spruch hat, kann ihn jederzeit einschicken. Aber nicht traurig sein, wenn es ihn schon gibt. Inzwischen ist die Sammlung nämlich sehr umfangreich, nicht nur was den Inhalt, sondern auch was die Sprachen angeht. Rund ein Viertel der Produktion geht schließlich ins Ausland. Ein großer Teil davon in die benachbarte Schweiz. Wer hätte gedacht, dass Baden-Württemberg die Schweizer so glücklich macht.

Die Sweet & Lucky GmbH – ein echter Glücksgriff

Für Fachkräfte, die Menschen Glück bringen wollen, ist die Sweet & Lucky Manufaktur also ein absoluter Glücksgriff. Ein #PlaceToBW!

Die Sweet & Lucky GmbH war eine Station der #PlaceToBW Genusstour vom 07. bis 09. Oktober 2014.

Wer mehr über Baden-Württemberg, das Land, die Leute und die Arbeitsmöglichkeiten wissen möchte, findet auf BW-jetzt und beim Urlaubsland Baden-Württemberg reichlich Anregung und ein offenes Ohr für alle Fragen.

Hot Mamas: Baden-Württembergs vermutlich schärfster Arbeitgeber #PlaceToBW

Baden-Württemberg ist richtig scharf! Wer kulinarische Abenteuer sucht und dabei bis an die Grenzen geht, sollte es mal mit Hot Mamas Chili Saucen versuchen. Nur eines von vielen Unternehmen, die das Genießerland Baden-Württemberg so spannend machen.

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Ralf Nowak, Gründer von Hot Danas, im stilechten Chili Polizei Outfit.
(Foto: Tilo Hensel im Daimler-Blog)

Baden-Württemberg ist cool. Mit einer kleinen Einschränkung. Rund um die Goldstadt Pforzheim herum wird es sehr sehr hot! Denn hier produzieren Ralf Nowak und seine Mitarbeiter ihre Chili Saucen.

Schon von weitem fällt die Manufaktur Hot Danas, so lautet der Firmenname, im ansonsten unspektakulären Gewerbegebiet auf. Denn vor keinem anderen Unternehmen parkt die Polizei. Die Chili Polizei! Im schwarz-weißen US-Design. Damit fährt das Team in Supermärkten vor und verkostet seine Saucen an mutige Tester. Natürlich stilecht in amerikanischer Polizei-Uniform. Wer sie übersieht, hat Tomaten auf den Augen.

Ausgewählte Zutaten, schonende Handarbeit

Die wären allerdings besser in den beiden Ketchup Varianten aufgehoben. Vorausgesetzt sie gehören zu den Besten ihrer Sorte, denn etwas anderes kommt den Hot Mamas nicht in die Tüte, bzw. den großen Kochtopf. Ja, genau, in den Kochtopf. Denn bei Ralf Nowak steht Handarbeit ganz hoch im Kurs. Und genau das unterscheidet Hot Mamas von anderen Anbietern.

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Gleich tonnenweise werden die Chilis importiert. (Foto: Tilo Hensel im Daimler-Blog)

Durch die sorgfältige Auswahl und Aufbereitung der Zutaten – z.B. werden tonnenweise Chilischoten von Hand aufgeschnitten und penibel alles entfernt, was nicht in die Sauce soll – und die schonende Zubereitung kann komplett auf Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und sonstige Zusätze verzichtet werden.

Auch bei der Abfüllung legt die Hot Mamas Crew noch richtig Hand an. Zwar gibt es seit einiger Zeit eine Abfüllanlage für die Standardflaschen, aber versiegelt wird immer noch von Hand. Sondergrößen wie die neuen Kennenlern-Packs werden unverändert komplett von Hand befüllt, etikettiert und versiegelt.

Ralf Nowak war auf der Suche nach der wahren Schärfe

38 Jahre Entwicklungsarbeit stecken im Hot Mamas Sortiment. Denn Koch und Küchenchef Ralf Nowak war keine scharfe Sauce, die er in seiner Kochkarriere in die Finger bekam, wirklich recht. Die einen waren nur scharf, hatten kein Aroma mehr. Die anderen waren zu sauer. Die nächsten wieder zu sanft. Also begann er selbst zu experimentieren.

Als er dann endlich SEIN bestes Rezept hatte, ging es an die Vermarktung und hier erntete Ralf Nowak ein Nein nach dem anderen. Zu scharf, zu unbekannt, zu speziell. Erst eine “Guerilla” Aktion auf einer Messe brachte den Durchbruch. Nowak und Team wurden ihre Saucen aus den Händen gerissen und siehe da, plötzlich standen die Einkäufer, die vorher den Kopf geschüttelt haben, vor der Tür.

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Hot Danas hat den vermutlich schärfsten Sixpack der Welt. Und ja, der Totenkopf macht mir etwas Angst. (Foto: Ulrike Rosina CC-by-sa)

Inzwischen wurde das Sortiment deutlich erweitert. Neben den unterschiedlichsten Chili Saucen wird Ketchup und Barbecue produziert und vertrieben.

 

Baden-Württemberg ist scharf! Und eine gute Region zum Leben, Lernen und Arbeiten. Ich muss es wissen, denn ich bin vor 25 Jahren zum Studieren hergezogen und möchte inzwischen nicht mehr weg.

Die Hot Danas GmbH in Pforzheim war eine Station der #PlaceToBW Genusstour vom 07. bis 09. Oktober 2014.

Wer mehr über Baden-Württemberg, das Land, die Leute und die Arbeitsmöglichkeiten wissen möchte, findet auf BW-jetzt und beim Urlaubsland Baden-Württemberg reichlich Anregung und ein offenes Ohr für alle Fragen.

Ohne uns – Die Generation Y und ihre Absage an das Leistungsdenken

Mit “Ohne uns – Die Generation Y und ihre Absage an das Leistungsdenken” bringt Ursula Kosser auf den Punkt, was derzeit in unserer Gesellschaft passiert. Nicht nur der “Nachwuchs” der Jahre 1980 bis 1995 verweigert sich zunehmend den Karriere-Idealen ihrer Vorgänger-Generation, auch immer mehr Mitglieder dieser Vorgänger-Generation selbst tun es. Sie drücken den “Opt-Out-Button” für mehr Lebensqualität und gegen einschlägige Karrierewege.

Generation Y, Millenial, Digital, Native, Einstellung, Arbeit, ZukunftUrsula Kosser, Jahrgang 1958, hat sich des Y-Problems angenommen. Als Mutter einer 18-jährigen Tochter und Chefin vom Dienst bei RLT und n-tv in München ist sie prädestiniert, diese Generation ins Visier zu nehmen. Schließlich hat sie nicht nur ein Exemplar dieser Spezies – okay, theoretisch schon Generation Z, aber da verändert sich meiner Meinung nach nicht mehr so viel – groß gezogen, sondern sie arbeitet auch tagtäglich mit ihnen.

Dabei fällt es ihr nicht immer leicht, zu akzeptieren, dass Werte wie Emanzipation und Karriere, für die sie selbst noch auf die Straße gegangen ist, in der Generation der nach 1980 Geborenen keine große Rolle mehr spielen. Einfach weil sie für die Generationen nach uns (ich bin 1963 geboren) selbstverständlich sind. Ich weiß, es gibt auch Ausnahmen, aber gab es die nicht immer? Während wir gegen Pershing demonstriert haben, saßen andere unserer Generation gemütlich daheim in der Küche und haben Kartoffeln geschält. Warum sollte das heute anders sein.

Andere Werte sind anders, nicht besser oder schlechter

Fakt ist, wir werden mit einer Generation konfrontiert, die völlig andere Werte hat als wir und diese sind nicht besser oder schlechter als “unsere”, sie sind einfach nur anders. Wer daheim erlebt hat, dass dem Karrierestreben eines Elternteiles alles andere untergeordnet wurde, dass die Familie nicht selten daran zerbrochen ist, für den ist dieses Karrieremodell nicht erstrebenswert. Warum auch? Weshalb sollte man sich freiwillig in ein System begeben, in dem Burnout und Herzinfarkt mit 45 als Statussymbole gesehen werden? Und damit stehen sie inzwischen nicht mehr alleine da. Immer mehr Menschen verweigern sich diesen veralteten Strukturen, gehen auf der Karriereleiter freiwillig eine Stufe zurück, wenn sie merken, dass die Arbeit sie sonst auffrisst. Oder sie nehmen sich gezielt eine Auszeit, um sich in Ruhe Gedanken darüber zu machen, wo sie eigentlich hin wollen.

Stefan Keuchel drückt den „Opt-Out“-Button

Prominentes Beispiel hierfür ist aktuell Stefan Keuchel. Für mich und viele andere DAS Gesicht von Google. Seit genau 10 Jahren arbeitet er bei dem Suchmaschinen-Giganten, hat die schnelle Entwicklung mitgemacht und sehr persönlich kommentiert. Stefan Keuchel war ein Pressesprecher zum Anfassen und hat mit Sicherheit eine Karriere hingelegt, um die ihn so manch einer beneidet. Und was tut diese Social PR Ikone? Er nimmt eine Auszeit, oder wie man es heute nennt: ein Sabbatical. “um auch mal mit mehr Abstand die Dinge zu betrachten”. Dabei schließt er weder aus, dass er zu Google zurückkehren wird, noch dass seine Wege ihn anschließend in ganz andere Richtungen führen.

Stefan Keuchel ist nur ein Beispiel für Menschen, die sich “im gesetzten Alter” neu orientieren. Zu diesem Schluss kommt auch Ursula Kösser. Längst sind es nicht mehr nur die “Jungen”, die sich dem Leistungsdenken verweigern. In ihrem Umfeld tummeln sich zunehmend “Opt-Out“ Menschen, die ihr Leben zu einem Zeitpunkt hinterfragen, an dem es noch vor wenigen Jahren zu spät für einen Richtungswechsel war. Eine Tatsache, die es ihr leichter macht, die Beweggründe der Millenials zu verstehen, die positiven Ansätze darin zu sehen und letztendlich das eigene Leben zu hinterfragen..

Über die ominöse Generation Y habe ich schon vieles geschrieben, noch viel mehr gelesen und ich kann nur jedem, der mit Unternehmensentwicklung zu tun hat, empfehlen, das ebenfalls zu tun. Denn wir werden um die Einflüsse, die diese Generation auf unser gesamtes gesellschaftliches Leben nehmen wird, nicht herum kommen. Dabei möchte ich Generation Y nicht ausschließlich auf die sogenannte Alterskohorte beziehen, sondern auf alle, die schon heute so ticken, wie die “Klischee-Ys”.

Pflichtlektüre für Babyboomer und Co.

“Ohne uns – Die Generation Y und ihre Absage an das Leistungsdenken” von Ursula Kosser sollte zur Pflichtlektüre für Babyboomer und Co. werden, die immer noch nicht verstanden haben, dass mehr und mehr Menschen auf dem Vormarsch sind, die nicht NICHTS tun wollen, sondern die ES anders tun wollen, als MAN es schon immer gemacht hat. Nämlich so, dass es jedem Einzelnen gut damit geht.

Ich habe ich mich an sehr vielen Stellen des Buches wiedergefunden, denn bei lief das Verstehen ganz ähnlich ab. Das Verstehen, dass die Generation „Opt-Out“ sehr wohl Leistung erbringen will, aber eben anders als das in den vergangenen 50 oder 60 Jahren definiert war. Und das ist gut so, denn unsere Welt ändert sich so schnell wie vielleicht noch nie und macht damit neue Ansätze und Reaktionen erforderlich.

Ein klasse Buch! Sowohl inhaltlich als auch vom Schreibstil!

“Ohne uns” kannst du bei mir gewinnen!

Im Rahmen der Aktion “Blogger schenken Lesefreude” verlose ich ein niegelnagelneues Exemplar von “Ohne uns- Die Generation Y und ihre Absage an das Leistungsdenken”. Mehr dazu erfährst du hier.

Danke an den DuMont Verlag, der mir ein Expemplar zur Verlosung überlassen hat. Diese Tatsache hat nichts mit der guten Rezension zu tun. Ich bin schlichtweg begeistert von “Ohne uns”

Ursula Kosser

Ursula Kosser, 1958 in Bonn geboren, studierte Geschichte und evangelische Theologie. Sie arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in Bonn. Neun Jahre lang war sie im Bonner Büro des Spiegel als politische Redakteurin tätig. Seit zehn Jahren ist sie Chefin vom Dienst bei RTL und n-tv in München, wo sie mit ihrem Mann und ihrer 18-jährigen Tochter lebt. 2011 erschien ihr Buch ›Stell auf den Tisch die letzten Rosen‹, 2012 ›Hammelsprünge. Sex und Macht in der deutschen Politik‹ (DuMont).

Buchinfo: Ohne uns von Ursula Kosser, erschienen beim DUMONT Verlag, März 2014, 190 Seiten, Hardcover, € 19,99, ISBN 978-3-8321-9740-7

Mehr zum Thema Generation Y gibt es hier: