Trello und Slack – BFF*!

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Dass ich Trello sehr schätze, habe ich hier schon gelegentlich erwähnt. Auch Slack habe ich schon mal erwähnt. Dafür, dass ich es so sehr mag, habe ich bisher überraschend wenig darüber geschrieben, fällt mir gerade auf. Das muss sich ändern.Also los geht’s.

Slack ist ein tolles Kommunikationstool, mit dem sich hervorragend Teams organisieren lassen. Mit diversen Apps kann es schon in der kostenlosen Basisversion vielfältig erweitert werden.

Mit der neuen Trello App für Slack kommt eine neue Erweiterung dazu. Wer sich die Möglichkeiten genauer ansehen möchte, kann sich kostenlos für ein Webinar registrieren.

Wenn du Trello jetzt auch probieren möchtest, dann freue ich mich, wenn du zur kostenlosen Registrierung folgenden Link benutzt:

Klick dies! Jetzt! Sofort!https://trello.com/ulrike_r/recommend 😉

Dann bekomme ich pro Anmeldung einen Monat Trello Gold umsonst. Also ein paar erweiterte Funktionen, die normalerweise kostenpflichtig sind. Ihr selbst verpflichtet euch dabei zu nichts.

*BFF – Best Friends Forever, für alle, die da nicht auf dem Laufenden sind. 😉

 

Ello geht App, aber nur für iOS

Für den 18. Juni war die Ello-App für Apple Mobile Devices angekündigt und am 18. Juni war sie dann auch wirklich da. Damit könnt ihr euch das kostenlose und werbefreie amerikanische Netzwerk jetzt auch aufs iPhone oder iPad holen. 

Ello, App, iOS, NetzwerkAuch bei der App bleibt Ello seinem Manifest treu und verzichtet dauerhaft auf Werbe-Einblendungen.  Im Store wurde es bereits als eine der besten neuen Apps angekündigt. Schauen wir mal, was sie kann.

Laut Anbieter sind Dutzende neuer Features verfügbar, zum Beispiel:

  • Echtzeit-Benachrichtigung
  • neue Wege, Freunde zu finden
  • Full-Screen Bilder
  • und viel viel mehr.

Dabei bleibt die Optik schlicht und rückt die Beiträge der Mitglieder in den Vordergrund. Ein Ansatz, der sich lohnt. Schließlich tummeln sich überdurchschnittlich viele Künstler auf der Plattform.

Mir ist es ein Rätsel, wieso man nicht gleich mit einer App gestartet ist. Das hätte die dauerhafte Reichweite von Ello wesentlich erhöht. Ob man es jetzt schafft, den Hype aus 2014 nochmal zu beleben, wage ich zu bezweifeln. Zumindest hier in Deutschland. Eigentlich schade, denn Ello kann wirklich was und ist wohltuend weg vom Mainstream.

Macht euch selbst ein Bild. Also ab in den Store und nach Ello für iOS suchen.

Und wer Ello noch nicht kennt: Einfach melden. Ich schicke gerne Einladungscodes.

Um Fragen vorzubeugen: Nein, ich weiß nicht, wann eine Android App kommt. 😉

Panasiatisch-pazifisch genießen im GinYuu Stuttgart

Das GinYuu Stuttgart hat alles, was man für den gastronomischen Erfolg braucht: Stylisches und trotzdem gemütliches Ambiente, leichte, frische, asiatisch-pazifische Crossover-Küche, zentrale Lage und ein modernes Konzept. Mich hat es überzeugt.

GinYuu Stuttgart
GinYuu Stuttgart

Ich bin ein Fan regionaler Küche. Und zwar überall auf der Welt. Halt, kleine Einschränkung: Das gilt nicht, wenn die regionale Küche zu 100 % aus Fisch und sonstigen Meeresbewohnern besteht. Mit Begeisterung lasse ich mich auf neue Zutatenkombinationen ein, genieße neue Aromen. Kein Wunder also, dass ich auch “daheim” in Deutschland gerne die Gelegenheit nutze, für zwei oder drei Stunden in fremde Kulturen einzutauchen.

Kulinarische Pazifik-Umrundung

Im GinYuu Stuttgart (Gin wie Gustav, nicht wie Dschin 😉 zum Trinken) ist das überhaupt kein Problem. Mit seiner panasiatisch-pazifischen Küche verwöhnt es den Gaumen gleich über Kontinente hinweg, denn die GinYuu Karte vereint problemlos die Nationen:

Warm knabbert man sich zum Beispiel mit Edamana, japanischen Babybohnen mit Meersalz. Als Vorspeise folgt dann die Californication Sushi Roll oder der Mekong Spicy Beef Salat. Fischliebhaber genießen danach Ceviche, Curry-Fans Green Jungle, ein herrlich cremiges, grünes Thai-Curry. Und wer dann noch Platz hat, versüßt sich die Mahlzeit mit einer Vietnamese Coffee Pie. Dazu einen Eistee, Mate, ein Tiger Beer oder einfach eine Bio-Limonade und fertig ist die kulinarische Pazifik-Umrundung. Durch das Live-Cooking am einsehbaren Tresen lässt sich auf die Zusammensetzung der gewählten Gerichte auch Einfluss nehmen. Mag man eine Zutat nicht, kann man das sagen. Mag man etwas anderes besonders gerne, kann auch das berücksichtigt werden. Also nicht zögern, im GinYuu Stuttgart Wünsche zu äußern.

Danke an René Zintl für die Food Bilder.

Ich mag das Ambiente!

Zum perfekten Genuss gehört für mich aber auch das Ambiente und damit hat das GinYuu Stuttgart auf den ersten Blick meinen Geschmack getroffen. Stylish und trotzdem gemütlich. Große Fensterfronten, hohe Decken und die offene Raumgestaltung geben dem Restaurant Weite ohne die Privatsphäre vermissen zu lassen. Gleichzeitig sorgt das Farbkonzept für Ruhe und Harmonie. Habe ich schon erwähnt: Genau nach meinem Geschmack!

Ein besonderes Highlight sind – neben den tollen Lampen, die mich schon von außen bezaubert haben – die Stützpfeiler, die die hohe Decke tragen. Jede der schlichten, weißen Kacheln, mit denen sie verkleidet sind, wurde individuell von Hand gestaltet. Mit Edding. Frei Hand. Und live vor Ort. Das Ergebnis ist beeindruckend. So schön kann einfach sein!

Als “Cloud-Workerin”, ich arbeite von daheim für ein Unternehmen in München, ist mir ein weiteres Detail im bahnhofsnahen GinYuu Stuttgart (direkt neben der Stadtbibliothek) sofort ins Auge gefallen: Drei ruhig gelegene “Separées”, die sich prima für den geschäftlichen Lunch oder Besprechungen mit bis zu vier Personen eignen. Jetzt noch freies W-Lan, das wäre das I-Tüpfelchen für die “Digital Workers” und die Startup-Szene in Stuttgart.

Bestellung? Dafür gibt’s auch ne App!

Denen bzw. generelle Berufstätigen, dürfte auch das Bestellung- und Abrechnungssystem des GinYuu Stuttgart gefallen. Bei der Ankunft erhält man eine Chipkarte, auf die alle Bestellungen gebucht werden. Beim Verlassen des GinYuu Stuttgart wird dann an der zentralen Kasse bezahlt. Unnötige Wartezeiten entfallen also. Seine Gerichte ordert man direkt an der offenen Küchentheke, wo sie sofort frisch zubereitet werden. Durch das Baukasten-System, einiges gibt es wahlweise vegetarisch oder zusätzlich mit unterschiedlichen Fleischsorten, bekommt jeder in kürzester Zeit das, was er oder sie möchte. Damit qualifiziert sich das GinYuu Stuttgart auch als Kantinenersatz, vor allem in Kombination mit der Möglichkeit der Vorbestellung. Dazu gibt es gleich mehrere Möglichkeiten:

Abgeholt wird dann an der eigens eingerichteten Take away-Ausgabe. Auch das dürfte den Nerv der “Digitalen Boheme” in Stuttgart treffen.

Wären jetzt noch auch Hauptgerichte und nicht nur Vorspeisen, z.B. die Currys, vegan statt nur vegetarisch – die asiatische Küche bietet sich dafür perfekt an – würde das GinYuu in Stuttgart eine echte Marktlücke füllen. Ein junges modernes Restaurant, in dem sich Menschen aller Ernährungsstile treffen und gemeinsam genießen können und das ganz gezielt die Generation Smartphone anspricht. Dazu noch kostenloses W-Lan und der Publikumsmagnet wäre perfekt.

SOS im Januar im GinYuu Stuttgart

Ich jedenfalls komme wieder. Spätestens am letzten Dienstag im Januar. Denn dann werden wir den SOS-Stuttgarter Onliner Stammtisch zum ersten Mal im GinYuu Stuttgart stattfinden lassen. Danke deshalb für die Einladung an Bloggerinnen und Blogger im November, sich das Konzept des GinYuu genauer anzusehen. Ohne die hätte es sicher länger bis zum ersten Besuch gedauert.

Wem das Konzept irgendwie bekannt und doch anders vorkommt, der denkt vermutlich an die Vapiano Kette und liegt damit richtig. Vapiano-Gründer Kent Hahne hat das Konzept für für die GinYuu-Kette entwickelt und startet 2015 richtig durch. Nach der Premiere in Bonn und dem ersten “Ableger” in Stuttgart sind im kommenden Jahr 15 weitere Eröffnungen in Deutschland geplant.

Das GinYuu Stuttgart findet ihr am Mailänder Platz 7, 70173 Stuttgart, im Milaneo Areal. Reservierungen sind möglich.

Stefan Selke: Lifelogging – ein kritische Betrachtung

Fürs Wassertrinken gibt es die Erinnerungs-App, beim Sport motivieren uns unsere Follower per “like”, die Zahnbürste kommuniziert mit dem Handy und mit der Lifelogging Cam an der Stirn filmen und archivieren wir unser Leben. Stefan Selke nimmt den Trend der Selbstprotokollierung kritisch unter die Lupe und fragt nach den Konsequenzen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, sich zu disziplinieren, mehr zu trinken. Also täglich. Und nicht alkoholisch. Ich weiß auch, wie gut es tut, wenn man es geschafft hat. Der Kopf ist viel klarer, man ist einfach fitter. Geschafft habe ich es, indem ich mir morgens zwei Flaschen Wasser und ein Glas auf den Tisch gestellt habe. Das Glas wurde vollgeschenkt und immer, wenn mein Blick darauf fiel, auf einen Zug leer getrunken und sofort wieder vollgeschenkt. Geholfen hat mir auch ein kleiner Wassertest. Denn nicht jedes Wasser schmeckt gleich und lässt sich gleich gut trinken. Ich habe meine “Hausmarke” gefunden und zwei bis drei Liter am Tag sind sind seit gut 3 Jahren kein Problem mehr. Zugegeben, auf die Idee, eine App zu suchen, die mich in regelmäßigen Abständen ans Trinken erinnert, wäre ich nicht gekommen. Keine Ahnung, ob es die „damals“ bereits gab. Heute jedenfalls gibt es sie.

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(Cover: Econ)
Trink doch mal was!

Dieses Beispiel eignet sich in meinen Augen besonders gut, um Sinn und Unsinn von Apps für das tägliche Leben zu diskutieren. Wir wissen, dass wir mehr trinken sollten, tun es aber nicht und merken oft erst am Abend, wie trocken der Mund ist. Also viel zu spät. Eine regelmäßige Erinnerung kann hier helfen, wenn unserer Instinkt – der ja weiß: “Du sollst trinken” – offensichtlich nicht stark genug ist.

Auch eine App, die Schritte zählt, ist an sich nicht verkehrt. Gerade für Menschen, die im Sitzen arbeiten oder generell eher träge sind. Zumindest zu Anfang wird man den Reiz verspüren, den selbst gesteckten Zielen gerecht zu werden. Doch wie ist es, wenn man sowieso gerade viel zu tun hat und seinen täglichen Soll nicht ohne zusätzlichen Stress erreichen kann? Was wiegt dann schwerer? Der Gewinn für die Gesundheit durch mehr Bewegung oder der erhöhte Stresspegel durch das nicht Erreichte?

Und wie weit entfernen uns technische Spielereien, die recht tief in unseren Alltag eingreifen, von unseren Instinkten, unserem Vertrauen in uns selbst? Stefan Selke führt als Antwort auf diese Frage das Beispiel eines Sportlers an, der sich ganz auf die Parameter seines Vitalwerte-Trackings verlässt und sich komplett überfordert, als das Gerät versagt. Er war nicht mehr in der Lage, die Signale seines Körpers richtig zu interpretieren und zog sich erhebliche gesundheitliche Schäden zu. Und das alles, weil ihn kein Piepsen darauf aufmerksam gemacht hat. Sicher ein Extremfall, aber eben ein nicht auszuschließender.

Was passiert mit den Daten?

Und was passiert eigentlich mit den Daten, die wir da fleißig freiwillig über uns sammeln? Wie reagiert eine Krankenkasse, wenn sie darauf Zugriff bekommt und welche Konsequenzen hat das für uns? Was passiert nach unserem Tod mit unserem in der Cloud archivierten Leben? Wer hat ein Recht auf die Daten? Und haben meine Aufzeichnungen dann womöglich Konsequenzen für meine Nachkommen?

Das alles sind Fragen, mit denen sich Stefan Selke sehr kritisch auseinander setzt. Ein Ansatz, den ich zwar verstehen kann, ich bin selbst ziemlich ambivalent gegenüber der Rundumerfassung meines Lebens, der mir aber an vielen Stellen zu einseitig ist. Aber daraus macht Selke ja auch keinen Hehl. Er findet es an der Zeit, einen Hype und eine für ihn negative Entwicklung sehr kritisch zu beleuchten.

Geofencing- Fluch und Segen?

Damit hat er mir viele Denkanstöße gegeben. Zum Beispiel, was Geofencing angeht. Also die Möglichkeit, eine Gebiet einzugrenzen, in dem sich ein Mensch, ein Tier oder eine Sache ungehindert bewegen darf. Überschreitet er/sie/es diese Grenze, schlägt beim “Überwacher” ein Alarm an. Eine große Erleichterung für das Leben mit dementen Menschen, die so nicht mehr “verloren” gehen können. Aber irgendwie eben auch ein bisschen gruselig, wenn jeder Schritt nachvollzogen werden und man sich dessen nicht erwehren kann. Und eben auch eine perfekte Option zum Missbrauch. Zum Beispiel durch überängstliche Eltern, die jeden Schritt ihrer Sprösslinge kontrollieren, oder misstrauische Arbeitgeber, die Schritt für Schritt wissen wollen, was ihre Mitarbeiter so treiben um die Szenarien einmal nur auf das private Umfeld zu beschränken.

Für mich ist die Entscheidung noch nicht gefallen, ob und wie weit ich Lifelogging für mich selbst einsetzen möchte. Dass es früher oder später Einzug in mein Leben halten wird, ist klar. Dazu ist die Entwicklung längst zu weit fortgeschritten und gehört zu unserer digitalen Welt hinzu. Trotzdem finde ich es gut, die Haken an der Sache nicht aus dem Auge zu verlieren und individuell zu entscheiden, was man mit sich vereinbaren möchte und was nicht. Dabei hilft Stefan Selkes “Lifelogging” eindeutig.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

Stefan Selke

Stefan Selke landete nach einigen Semestern Luft- und Raumfahrttechnik bei der Soziologie und ist inzwischen als Professor für “Gesellschaftlicher Wandel” an der Hochschule Furtwangen im Schwarzwald am Puls der Zeit. Schon vor Jahren entwickelte und testete er mit Studenten eine Smartphone-App. Er bloggt unter stefan-selke.tumblr.com, vernetzt sich unter facebook.com/selkestefan und sammelt seine Forschung auf stefan-selke.de.

Buchinfo: Lifeloggin von Stefan Selke, erschienen bei Econ, Mai 2014. 368 Seiten, gebunden, € 19,99, ISBN 978-3-430-20167-6. Danke für die Überlassung des Leseexemplares.