Blogger schenken Lesefreude: Krisen-PR von Hartwin Möhrle

Blogger schenken Lesefreude zum Welttag des Buches und ich schenke dir ein brandneues Buch. Damit dich der unerwartete Gewinn nicht in die Krise stürzt, habe ich mir bei der Titelauswahl große Mühe gegeben!

Freu dich auf die aktuellste dritte überarbeitete und aktualisierte Auflage eines absoluten Standardwerks der Krisenkommunikation:

Krisen-PR von Hartwin Möhrle

Wer sich näher mit Unternehmenskommunikation befasst, kennt Krisen-PR. Und er oder sie weiß, wie sehr sich die Kommunikationswege verändert haben. Also höchste Zeit, sich auf den aktuellen Stand zu bringen.

Krisen-PR

WILL ICH HABEN!

Du willst “Krisen-PR” haben? Kannst du. Indem du mir im Kommentar unter diesem Beitrag – und nur da! – Folgendes verrätst:

Was sind für dich die entscheidenden Unterschiede zwischen der Kommunikation von heute und der von vor fünf oder zehn Jahren?

Bitte beachte dabei folgende Punkte:

  • Hinterlasse ab sofort bis spätestens 30.04.2015 unter diesem Blogpost einen Kommentar. Beantworte darin die oben gestellte Frage.
  • Verlost wird ein Exemplar des o.g. Buches. Danke dafür an FAZ Buch, die das Buch  zur Verfügung stellt.
  • Die Verlosung erfolgt bis spätestens 04.05.2015.
  • Der oder die Gewinnerin wird zur Ermittlung der Versandadresse von mir per E-Mail kontaktiert, also gebt bitte eine E-Mail-Adresse an. E-Mail- und Versandadresse werden von mir ausschließlich zum Versand des Buches verwendet.
  • Gib keine Adressen in den Kommentaren an (Datenschutz!).
  • Versendet wird ausschließlich an Adressen in Deutschland.

Und jetzt viel Glück und viel Spaß mit dem Buch!

Nicht dein Geschmack? Kein Problem. Vielleicht ist ja Social Media Manager von Vivian Pein was für dich. Und auf  Leselustich gibt es noch mehr. Einfach gleich nachsehen.

Blogger schenken Lesefreude: Social Media Manager von Vivian Pein

Und schon wieder ist Welttag des Buches. Klar, dass ich da im Rahmen der Aktion Blogger schenken Lesefreude wieder ein paar Menschen mit wertvollen Büchern glücklich machen möchte.

Das erste Buch, das ich ins Rennen schicke, wurde bereits in der ersten Ausgabe zum absoluten Klassiker. Jetzt kannst du dir die deutlich und umfangreich aktualisierte zweite Auflage sichern. Druckfrisch und direkt vom Verlag darf ich dir

Social Media Manager von Vivian Pein

schenken. Sofern dir die Glücksfee hold ist.

Social Media Manager

WILL ICH HABEN!

Du willst “Social Media Manager” haben? Kannst du. Indem du mir im Kommentar unter diesem Beitrag – und nur da! – Folgendes verrätst:

Was muss man als Social Media Manager auf jeden Fall beherrschen?

Bitte beachte dabei folgende Punkte:

  • Hinterlasse ab sofort bis spätestens 30.04.2015 unter diesem Blogpost einen Kommentar. Beantworte darin die oben gestellte Frage.
  • Verlost wird ein Exemplar des o.g. Buches. Danke dafür an den Rheinwerk Verlag, der das Buch zur Verfügung stellt.
  • Die Verlosung erfolgt bis spätestens 04.05.2015.
  • Der oder die Gewinnerin wird zur Ermittlung der Versandadresse von mir per E-Mail kontaktiert, also gebt bitte eine E-Mail-Adresse an. E-Mail- und Versandadresse werden von mir ausschließlich zum Versand des Buches verwendet.
  • Gib keine Adressen in den Kommentaren an (Datenschutz!).
  • Mit der Teilnahme stimmst du zu, dass ich deine Anschrift an den Rheinwerk Verlag weiterleite. Dein Gewinn geht dir dann druckfrisch vom Verlag zu.
  • Versendet wird ausschließlich an Adressen in Deutschland.

Und jetzt viel Glück und viel Spaß mit dem Buch!

Nicht dein Geschmack? Kein Problem. Vielleicht ist ja Krisen-PR von Hartwin Möhrle etwas für dich. Und auf Leselustich gibt es noch mehr. Einfach gleich nachsehen.

Zukunft? Freue ich mich drauf!

Es gibt Menschen, die nicht mehr missen möchte. Manche davon sehe ich nur sehr selten und kurz und trotzdem ist da dieses Gefühl, nie neu anfangen zu müssen mit einem Gespräch. Irgendwie immer alles nahtlos fortsetzen zu können.

MutEiner dieser Menschen ist Jan Westerbarkey. Bei unserer ersten Begegnung hat er alles ausgesprochen, was ich mir so vor mich hin gedacht habe. Gedacht, aber nicht diskutiert. Zum einen haben mir damals die passenden Diskussionspartner gefehlt. Menschen, mit freiem Geist, die sich vorstellen konnten, dass eine ganz andere Arbeits- und Lebenswelt genauso gut oder sogar noch viel besser funktionieren könnte, als es unsere jetzige tut. Zum anderen bin ich bis dahin auf so viel Widerstand bei meinen Fragen nach dem wie, warum und weshalb gestoßen, dass ich verunsichert war, ob meine Gedanken wirklich richtig sein konnten.

Jedenfalls hat sich unser Gespräch für mich wie ein großes Ausatmen für mich angefühlt. Da war jemand, der meine Ansätze verstand und der sie schon längst weiter gesponnen hatte. Und der mir neue Knobeleien und Anregungen mit auf den Weg gab. Herrlich!

Deshalb möchte ich einen Aufsatz von Jan Westerbarkey zur Arbeitswelt von morgen mit euch teilen. Ich habe ihn eben auf LinkedIn gefunden und saß nickend vor dem Rechner. Leider habe ich keine „Teilen“-Funktion zu WordPress gefunden, deshalb ein kleiner Umweg:

SiTra macht erfinderisch

Eine Geschichte voller Veränderungen. Aber ohne Überraschung. Wer Vorgänge vor allem abwickelt oder in seinem Alltag einem festgeschriebenen Ablauf folgt, fällt in diese Kategorie. Die Arbeit des einfachen Bankangestellten kann im Zweifel durch Software oder Automaten ersetzt werden, genau wie die Kassiererin im Supermarkt, deren Job bald ein RFID-Chip erledigt. Auch der Callcenter-Mitarbeiter, der Standardfragen beantwortet, ist künftig ersetzbar – durch weniger gut ausgebildete Arbeitsplätze. Ein Meister muss schon heute Menschen führen können und mit Kunden reden. Mit der Breite des neuen Anforderungsprofils schwinden die alten Berufe.

[…]

Weiterlesen

Viel Spaß damit!

Was gibt es Neues bei Trello?

Mein letzter Beitrag zum Thema Trello ist schon eine Weile her. In den letzten Monaten habe ich dank meiner Weiterbildung wenig Gelegenheit gehabt, damit zu arbeiten. Deshalb sind die Neuerungen, die ich heute vorbereitet habe, auch nicht mehr ganz taufrisch aber dafür nicht weniger interessant.

Die Invite-Links

Teilnehmerinnen und Teilnehmer können jetzt noch einfacher zu deinem Trello Board hinzugefügt werden. Dazu brauchst du nicht mehr zwingend eine E-Mail-Adresse.

März16

Über „Mitglieder hinzufügen“ kannst du jetzt einen individuellen Einladungslink erstellen, der sich problemlos in jeden Chat oder jedes Forum einbinden lässt.

Zeitstempel im Chat aktiviert

Wie von anderen Plattformen bekannt, kann jetzt auch im Trello Chat der Zeitstempel aktiviert werden. Zeitstempel aktiviert? Wtf? Klingt komplizierter als es ist. Jeder von euch hat schon mal in einem Chat gescrollt und gescrollt, um einen bestimmten Eintrag wiederzufinden. Deutlich leichter wird das, wenn direkt zum passenden Eintrag verlinkt werden kann. Das geht ganz einfach.

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Quelle: Trello

Jeder Eintrag ist mit Datum und Uhrzeit, dem sogenannten Zeitstempel, versehen. Klickt man im Chat direkt auf diese Uhrzeit, öffnet sich der Direktlink zur Nachricht, die genau zu diesem Zeitpunkt geschrieben wurde. Umständliches Suchen erübrigt sich also.

Was zum Teufel soll ich mit Trello?

Wer jetzt brav bis hier gelesen hat, aber immer noch denkt „Und was soll ich jetzt damit?“, der oder dem empfehle ich einen Link in die Inspirationsseite von Trello. Dort stellen einige Nutzer ihre Boards und deren Nutzung vor.

Vielleicht ist ja etwas für dich dabei!

Wenn das der Fall ist und du Trello jetzt auch probieren möchtest, dann freue ich mich, wenn du zur kostenlosen Registrierung folgenden Link benutzt:

Klick dies! Jetzt! Sofort!https://trello.com/ulrike_r/recommend 😉

Dann bekomme ich pro Anmeldung einen Monat Trello Gold umsonst. Also ein paar erweiterte Funktionen, die normalerweise kostenpflichtig sind. Ihr selbst verpflichtet euch dabei zu nichts.

Hier gibt es mehr zu Trello auf Ulrike kommuniziert

Pfeif auf die Noten und mach trotzdem deine Ausbildung

Du willst eine Ausbildung machen aber deine Noten sind einfach unterirdisch? Dafür bist du ein absoluter Technik-Freak oder ein Naturtalent in Sachen Dienstleistung. Wäre es nicht cool, wenn es Unternehmen geben würde, denen deine Noten egal sind, weil du ins Unternehmen passt? Das hat sich auch die Trumpf Gruppe in Ditzingen bei Stuttgart gedacht und ihr Ausbildungswesen komplett revolutioniert.

setzen 6Ende Januar war ich beim New Work Lab, einer neuen Veranstaltungsreihe der bwcon Stuttgart. Ehe es zum kreativen Teil ging, haben diverse Sprecher mit ihren Themen auf die Arbeitswelt, insbesondere das Personalwesen 4.0, eingeschworen.

Trumpf in Ditzingen: Herausragend anders!

Herausragend für mich: Herr Schneider von der Trumpf Gruppe in Ditzingen bei Stuttgart. Ein Mann, der nicht nur drüber redet, sondern auch macht. Und deshalb hat er „einfach mal“ beschlossen, dass Schulnoten für die Auszubildenden bei Trumpf künftig keine Rolle mehr spielen. Schließlich sagen sie nur, ob jemand in der Schule gut oder schlecht zurecht gekommen ist. Dabei können die jungen Leute tolle Stärken haben, die nur eben für die Schule nicht relevant sein. Neben fachlichen Kompetenzen denke ich dabei auch an Sozialkompetenz, Empathie, Offenheit.

Um die wirklichen Stärken der Jugendlichen, die sich um eine Ausbildung bei Trumpf bewerben, herauszufinden, hat man einen ganz individuellen Onlinetest konzipiert. Mit Erfolg. Die Auszubildenden, die über diesen Test ins Unternehmen gekommen sind, haben sich wunderbar entwickelt.

Die Schule ist not amused

Sehr zum Ärger der Schulen, die sich um ihre Expertise betrogen fühlen. Hatten sie doch seit Anbeginn der Schulpflicht die Hoheit über das Wohl und Wehe junger Menschen. Wer vor den Augen der Lehrer nicht bestehen konnte, dem war viel zu oft der Weg in eine erfolgreiche Zukunft versperrt. Wir alle wissen, dass für ein “Schulversagen” vieles verantwortlich sein kann: Eine stark einseitige, z.B. naturwissenschaftliche Prägung, Lehrpersonal, mit dem man nicht kann, Unter- oder Überforderung, und vieles mehr.

In der Ausbildung wird dann unter anderem mit Design Thinking gearbeitet, also die Kreativität angezapft. Wieder mit großem Erfolg.  Und mit dem Segen der Industrie- und Handelskammer, die bei Lehrlingsberufen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat. Zwar ist man nicht begeistert aber da die neuen Strukturen mit großer Sachkompetenz eingeführt worden sind, gibt es nichts zu bemängeln.

Als Sahnehäubchen hat man bei Trumpf die Recruitingwege auf der Suche nach Auszubildenden überdacht und ist jetzt dort, wo die Schüler sind: Bei Youtube, Facebook, Twitter und Co. Das Ergebnis: Die Bewerbungen sind von zirka 900 auf über 2.500 gestiegen.

Es wird höchste Zeit, das Schulsystem zu revolutionieren

Für mich ist das ein  hervorragender Ansatz und ein Schritt in die richtige Richtung, endlich unser völlig veraltetes Bildungssystem zu überholen. Es kann nicht sein, dass Schülerinnen und Schüler im Wesentlichen heute noch genau so ausgebildet werden, wie ich selbst als Schülerin. Wo die Reise hingehen muss, beschreiben unter anderem Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt in ihrem beeindruckenden Buch Die digitale Bildungsrevolution.

 

Dräger/Müller-Eiselt: Die digitale Bildungsrevolution

Stellen wir uns vor, in Schulen wird individuell auf jeden Schüler und jede Schülerin eingegangen. Abhängig von den Lernergebnissen des Vortages wird über Nacht der persönliche Lehrplan für den Folgetag erarbeitet. Im Unterricht gibt es dann bei jeder Aufgabe sofort Feedback in Form von Lob oder als Hilfestellung. Wiederum für jeden einzelnen ganz individuell angepasst. Geht nicht? Doch, kann sehr wohl gehen. Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt erklären wie.

Die digitale Bildungsrevolution von Joerg Draeger
Die digitale Bildungsrevolution von Joerg Draeger

In den letzten Jahrzehnten war unsere Gesellschaft permanent im Wandel. Unser Alltag, unsere Umwelt, unsere Arbeitwelt. Das Einzige, was sich kaum entwickelt hat, ist die Art, wie wir lehren. Ein Lehrer steht vor einer Klasse mit 25 Schülerinnen und bietet allen einen standardisierten Unterricht, der sich am Durchschnitt orientiert. Das Ergebnis: Die Schwächsten bleiben auf der Strecke, die Besten langweilen sich. Denn selten hat das Lehrpersonal genügend Spielraum, auf alle Bedürfnisse individuell einzugehen.

Computergestützt und individuell zum Erfolg

Das geht längst auch anders. Die USA, Asien und Lateinamerika machen es vor. Dort, wo der Zugang zu guter Bildung entweder sehr teuer oder nur schwer möglich ist, unterstützt zunehmend Software beim individuellen Lernen. Mit verblüffenden Ergebnissen. Die Leistungen steigen bei der computerunterstützten Lehre signifikant an, den Lehrenden bleibt mehr Zeit, sich individuell um einzelne Bedürfnisse zu kümmern. Zwar gilt das längst noch nicht für alle Fächer, sondern bislang primär für die mathematisch-logischen, aber immerhin.

Ähnlich ist es an Universitäten, zum Beispiel in den USA. Die hohen Studiengebühren stellen für viele Interessenten eine unüberwindbare Hürde dar. Vollzeitpräsenz machen Teilzeitstudierenden ein Studium unmöglich. Seit einiger Zeit veröffentlichen immer mehr Universitäten ihre Lehrmaterialien im Netz und ermöglichen so Interessierten als aller Welt den Zugriff. Sie können Klausuren teilnehmen und Abschlüsse machen. Ohne je eine Universität von innen gesehen zu haben. Und lassen dabei die “klassischen” Studierenden um Längen hinter sich.

Digitalisierung und Big Data im Dienst der Bildung

Dräger und Müller/Eiselt schildern eindrücklich, wie sich die Digitalisierung und Big Data für die Bildung in unserem Land nutzen lassen. Vorausgesetzt wir überwinden unsere Abwehrhaltung dagegen und überwinden “Standesdünkel”. Denn interessanterweise haben wir hier im Bildungssystem die gleichen Probleme wie in der freien Wirtschaft.

Lehrer bangen um ihre Jobs, anstatt die Vorteile solcher Lehrmethoden zu sehen und sich auf Veränderungen einzulassen. Vorausgesetzt, ihnen wird vorab der passende Hintergrund zum Umgang mit den digitalen Lehrmethoden und deren Anwendung intensiv vermittelt. Professoren, die begnadete Lehrer sind, bangen um ihre Reputation, wenn sie primär mit dieser Stärke arbeiten und weniger Zeit in die Forschung investieren sollen. Dafür wären andere stärker mit der Korrektur von Klausuren und Abschlussarbeiten beschäftigt. Kurz gesagt: Hierarchien werden aufgeweicht, was in unserer Gesellschaftsstruktur immer als Verlust der persönlichen Bedeutung Einzelner gesehen wird.

Lehrende nutzen ihre Stärken: Sie lehren!

Was ist so schlimm daran, wenn auch in der Lehre jeder seinen Stärken entsprechend eingesetzt wird, seine Kernkompetenzen bestmöglich ausleben kann und seine Begeisterung so an Schülern, Auszubildende oder Studierende weitergibt?

Ich bin keine Lehrerin oder Dozentin, aber ich stelle es mir bereichernd vor, zu sehen, dass den Menschen, die ich ausbilden soll, bestmöglich versorgt zu sehen und zusätzlich genug Zeit zu haben, im Einzelfall ganz individuell persönlich zu unterstützen. Dahin müssen wir kommen, wenn wir mittelfristig ein hohes Bildungsniveau in unserem Land halten wollen. Denn in anderen Ländern ist man da weniger zögerlich. Dazu kommen unzählige bildungshungrige Menschen, die dank MOOCs (Massive Open Online Courses), Online-Universitäten und Online-Lernprogrammen endlich ihren Hunger Kosten stillen können. Wenn wir nicht wollen, dass wir bildungstechnisch das Nachsehen haben, müssen wir unser Bildungssystem revolutionieren. Und zwar dringend und schnellstmöglich.

Ein Muss für alle, die mit Lehre zu tun haben

“Die Digitale Bildungsrevolution” von Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Zum einen, weil ich selbst Weiterbildung liebe und in unregelmäßigen Abständen meine Dosis brauche. Aber auch, weil ich die Anregungen und die vorgeschlagenen Wege so selbstverständlich finde. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie man sich diesen Ansätzen aufgrund von Prestigedenken entziehen kann oder dubioser Ängste verweigern kann.

Ein Lese-Muss für alle, die mit Ausbildung und Lehre zu tun haben.

Die Autoren

Kaum jemand in Deutschland hat wohl einen besseren Überblick über die Chancen und Folgen des digitalen Lernens als Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt.

Jörg Dräger, geboren 1968, ehemaliger Hamburger Wissenschaftssenator und heutiger Vorstand der Bertelsmann Stiftung, gilt als ausgewiesener Bildungsexperte. Der Buchautor – 2011 erschien bei der DVA Dichter, Denker, Schulversager – ist ein gefragter Redner und Impulsgeber zur Zukunft der Bildung.

Ralph Müller-Eiselt, Jahrgang 1982, ist mit Internet und sozialen Medien aufgewachsen. Er forscht für die Bertelsmann Stiftung, wie der digitale Wandel unsere Gesellschaft verändert, und twittert (@bildungsmann, @Bildung_Digital) und bloggt (digitalisierung-bildung.de) über die Bildung von morgen.

Buchinfo: Die digitale Bildungsrevolution von Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt, erschienen bei Deutsche Verlags-Anstalt, 28.09.2015, 240 Seiten (Printausgabe), eBook, 13,99 €, ISBN: 978-3-641-17258-9. Vielen Dank für das Leseexemplar.

Alpar, Koczy, Metzen: SEO – Strategie, Taktik und Technik

Online-Marketing mittels effektiver Suchmaschinenoptimierung, so lautet der Untertitel der SEO “Bibel” von Andre Alpar, Markus Koczy und Maik Metzen. Ihr Buch soll Marketingverantwortlichen den Einstieg ein sehr komplexes Thema erleichtern und Insidern neue Impulse für eine strukturierte Arbeit geben. Das kann mit “SEO – Strategie, Taktik und Technik“ definitiv gelingen.

SEOIch habe jetzt schon mehrfach Bücher zur Suchmaschinenoptimierung besprochen und immer wieder passiert das Gleiche: Ich brauche eine überdurchschnittlich lange um mich an die Rezension zu “wagen”. Klar, möchte ich nicht einfach nur schnell mal quer lesen und dann irgendwas schreiben. Das mache ich nie. Und da sind Fachbücher nun mal komplexer und zeitintensiver als ein 350 Seiten Krimi. Aber bei SEO gibt es noch einen anderen Grund: Mein großer Respekt vor diesem extrem vielschichtigen Thema, das sich längst zu einer eigenen Branche entwickelt hat und auf keinen Fall von irgendwem “nebenbei mitgemacht” werden sollte.

Doch zurück zum Buch. Wie eingangs erwähnt, richtet es sich sowohl an Einsteiger als auch an Fachleute. Und dem trägt die inhaltliche Gestaltung voll und ganz Rechnung. Je nach Vorkenntnissen, steigt man dort ein, wo die Defizite liegen.

Hier ein kurzer Überblick:

  • Was ist Suchmaschinenoptimierung?
  • Suchmaschinen verstehen
  • Nutzer verstehen
  • SEOs verstehen
  • Keyword-Strategie und -Recherche
  • Onpage-Optimierung
  • Content-Optimierung
  • Offpage-Marketing: Linkmarketing
  • Offpage-SEO jenseits von Linkmarketing
  • Content Marketing
  • SEO-Tools – vom kostenlosen Tool bis zum Profi-Tool
  • KPIs und Erfolgskontrolle
  • Google als Antwortmaschine: Optimierung für Universal Search und erweiterte Ergebnisse
  • Internationales und multilinguales SEO
  • SEO und SEA – Synergien sinnvoll nutzen
  • Die Zukunft von SEO und Suche im Internet

Umfassend wird für die EinsteigerInnen also erst einmal erklärt, was Suchmaschinenoptimierung überhaupt ist und wie Suchmaschinen funktionieren. Keine Sorge, Sie werden es verstehen. Denn Profi hin oder her, die Autoren bleiben gut verständlich und anschauliche Grafiken erledigen den Rest.

Florida, Bourbon, Brandy, Penguin oder Panda

Spannend dabei für mich die Übersicht der entscheidenden Updates, die die SEO Welt immer mehr oder weniger auf den Kopf stellen und die schuld sind an meiner Haltung zur kommerziellen Suchmaschinenoptimierung: Sie gehört in Profihände!

Sehr gut gefällt mir Kapitel 4: “SEOs verstehen”, denn die Definition, was ein guter beziehungsweise eine gute SEO-Fachkraft eigentlich ausmacht, ist nicht so einfach. Sie hängt stark von Umfang und Komplexität der Ansprüche ab. Wer allerdings von ein paar Jahren “mal was mit SEO” gemacht hat und seither nicht aktiv Weiterbildung und Aktualisierung betrieben hat, der oder die ist es sicher nicht.

Inhouse SEO vs. Agentur

Ab wann lohnt es sich, eine feste SEO Position im Unternehmen zu installieren und wann leistet eine Agentur bessere Dienste? In meinen Augen eine sehr wichtige Frage. Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, sehe ich hier das Optimum in einer gesunden Mischung. Idealerweise wird die Basis von SEO “Fachidioten” einer guten Agentur gelegt, die wirklich auf aktuellstem Stand sind, dafür aber frei von Betriebsblindheit Unternehmeninterner. Danach kann vieles inhouse betreut werden. Bei jedem größeren Update sollte man allerdings immer mal wieder die Agentur einen Blick auf das Geschehen werfen lassen. Ja, das kostet Geld. Aber dabei verweise ich auf eine Grafik auf Seite 18 des Buches:

Nachhaltig erfolgreich, schnell UND günstig gibt es bei SEO, so wie in allen anderen Geschäftsbereichen, nicht!

Onpage vs. Offpage

Was kann ich selbst auf meiner Seite, also Onpage einstellen und was muss extern, also Offpage geregelt werden? Dass es hier einen entscheidenden Unterschied gibt, ist vielen Einsteigern nicht klar.

Sicher hat der Begriff Content-Marketing in den letzten Monaten extrem die Runde gemacht. Guter Inhalt ist sicher wichtig, aber angekommen ist diese Information noch immer nicht überall. Sonst bekäme ich nicht 2015/2016 noch Anfragen, ob ich SEO-Texte schreiben könne. Ja, guter Inhalt sollte sich auch an gewisse Regeln halten, damit Suchmaschinen sie optimal verwerten können, aber was bitte ist ein SEO-Text? Aber ich schweife ab, geht es doch um mein Lieblingskind: Text. Und ja, ich weiß. Content reduziert sich bei SEO-Maßnahmen nicht auf den Text.

Tools, Tools, Tools

Ohne Analyse Tools keine Ansatzpunkte für Optimierungen und keine Erfolgskontrolle. Während für die Laien die Vielzahl der Messwerkzeuge auf den ersten Blick äußerst verwirrend ist, lassen sie sich doch schon alleine durch ihre Funktionsweise in Gruppen einteilen. Das ist aber auch schon alles, was ich persönlich dazu sagen kann. Andre Alpar, Markus Koczy und Maik Metzen wissen mehr und geben ihre Informationen auf knapp 50 Seiten weiter. Aber Achtung: Hier können sich Anwender nicht ausruhen. Wer SEO Tools nutzen will, muss – ebenso wie bei den Updates – auf dem Laufenden bleiben. Es gibt immer wieder Neues und bewährte alte Tools werden unwirksam, weil sich im Umfeld etwas verändert.
Was genau soll eigentlich mit den SEO Maßnahmen bewirkt werden?

Ehe ein Unternehmen über SEO Maßnahmen nachdenkt, sollten die Ziele klar definiert sein. Was soll genau verbessert werden? Gibt es bereits konkrete Zahlen dazu, die als Kennzahlen für die Erfolgsmessung nach einer Maßnahme verwendet werden können? Welche weiteren KPIs können durch die Maßnahmen zugänglich gemacht werden?

Mein Fazit

SEO ist wichtig und wird derzeit immer noch wichtiger. Diese Meinung teile ich mit den Autoren. Und SEO wird immer spezieller. Dazu gibt “SEO – Strategie, Taktik und Technik” einen richtig guten Einblick.

Trotzdem schaffen es die Autoren, Andre Alpar, Markus Koczy und Maik Metzen, problemlos, ihre Expertise gut verständlich auch für Einsteiger zugänglich zu machen. Dabei ist das Buch so breit und umfassend aufgebaut, dass es auch nach dem nächsten entscheidenden Update in der SEO Welt seine Bedeutung behalten wird.

Mich persönlich hat auf den ersten Blick die “Textdichte” abgeschreckt. Beim genaueren Durcharbeiten ist das aber überhaupt nicht erschlagend. Die Struktur ist gut und in meinen Augen sinnvoll.

Eine gute Investition, für alle, die ein Gefühl für Suchmaschinenoptimierung entwickeln und SEOs verstehen wollen!

Eine weitere Meinung zu diesem Buch gibt es bei meinem Ironblogger Stuttgart Kollegen Hubert.

Die Autoren

Andre Alpar
Die unternehmerische Tätigkeit von Andre Alpar im Online-Marketing-Bereich begann vor 15 Jahren während seines Wirtschaftsinformatik-Studiums an der TU Darmstadt. Nach dem Aufbau mehrerer Unternehmen war er drei Jahre lang strategischer Online-Marketing-Berater in leitender Funktion bei Rocket Internet. Parallel zu seiner beruflichen Karriere engagiert er sich als Business Angel bei Internet Start-Ups. Insgesamt verfügt er über 30 Beteiligungen in seinem Portfolio. Als Veranstalter rief er die Online-Marketing-Konferenz OMCap und PPC Masters ins Leben.

Markus Koczy
Während seines BWL-Studiums in Bochum und Dortmund leitete Markus Koczy bis 2009 den SEO-Bereich des Kölner Startups Hitmeister, welches einen der größten deutschen Online-Marktplätze betreibt. Vor der Gründung der AKM3 war Markus bei der Rocket Internet GmbH für namhafte Unternehmen wie Zalando, Groupon und eDarling im Online-Marketing, insbesondere SEO, tätig. Bei der AKM3 leitet Markus unter anderem die Teams SEO-Consulting und Redaktion mit zusammen über 60 Mitarbeitern.

Maik Metzen
Maik Metzen begann seine Online Marketing Karriere 2005 während seines BWL-Studiums in Köln. Er sammelte einige praktische Erfahrungen beim Search Marketing von Spreadshirt in Boston, USA. Vor der Gründung der AKM3 war Maik Metzen über zwei Jahre lang für den SEM- und SEO-Bereich von Hitmeister verantwortlich. Bei der AKM3 leitet Maik unter anderem die Teams Content- & Offpage Marketing sowie Search Engine Advertising mit zusammen über 50 Mitarbeitern.

Buchinfo: SEO – Strategie, Taktik und Technik von Andre Alpar, Markus Koczy und Maik Metzen, erschienen bei Springer, April 2015, 538 Seiten, gebunden, € 49,90, ISBN 978-3-658-02234-1. Auch als eBook verfügbar. Vielen Dank für die Bereitstellung des Leseexemplares.